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Motorola Moto X (2014) im Test

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Seite 3: Leistung, Laufzeit, Fazit

Leistung

Der Einsatz eines zeitgemäßen SoCs zahlt sich aus. Der Quad-Core-Chip mit seinen maximal 2,5 GHz rechnet in den üblichen Benchmarks teilweise bedeutend schneller als die im ersten Moto X verbaute Dual-Core-Lösung. In Tests, die das gesamte System berücksichtigen, kann sich die aktuelle Generation mit ihrem Snapdragon 801 weit oben platzieren. Rund 19.500 Punkte im 3DMark (Ice Storm Unlimited) bedeuten einen neuen Bestwert, gut 42.200 Punkte in AnTuTu reichen zumindest für den zweiten Platz. Dabei zeigt sich, dass vor allem die GPU einen großen Anteil an der Gesamt-Performance hat; für die Adreno 330 unüblich. Beschränkt man sich hingegen auf die CPU-Kerne, schneidet das neue Moto X erwartungsgemäß ab - die Ergebnisse entsprechen im Wesentlichen dem, was  man von anderen Smartphones mit Snapdragon 801 kennt.

Wenig aussagekräftig sind hingegen die browser-lastigen Benchmarks. SunSpider spricht von guten 831 ms, Browsermark hingegen von nur mittelmäßigen knapp 1.600 Punkten. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass der erste Test näher an der Wahrheit liegt. Denn auch bei aufwendig gestalteten Seiten gibt sich der Browser keine Blöße, das Laden geht schnell vonstatten, Aussetzer beim Scrollen gibt es nicht.

Ähnlich positiv sieht es auch bei der Oberfläche aus. Auch hier fehlen Ruckler oder ungewöhnlich lange Ladezeiten.

AnTuTu

Punkte
Mehr ist besser

Laufzeit

Vor knapp acht Monaten attestierten wir dem letztjährigen Moto X schwache bis befriedigende Akkulaufzeiten. In unserem Video-Test bei einer Helligkeit von 200 cd/m2 erreichte das Smartphone lediglich 439 Minuten, in der Praxis musste das Ladegerät bereits nach weniger als zwei Tagen wieder angeschlossen werden. Große Hoffnungen, dass der Jahrgang 2014 sich deutlich steigern würde, waren schon nach der Ankündigung des Geräts nicht vorhanden.

Denn dem deutlich gewachsenen Display mit seiner höheren Auflösung wird nur ein minimal gewachsener Akku entgegengesetzt. Dementsprechend fallen die neuen Messungen aus. Bei der Video-Wiedergabe ist das Ende nach 422 Minuten erreicht, im praktischen Einsatz mit Telefonaten, E-Mail-Abgleich und dem Surfen per WLAN und LTE nach nicht ganz 40 Stunden; zwei Tage erreicht also auch das neue Modell nicht. Ob die schlechten Werte auf das Konto der zwei Co-Prozessoren, die Motorola als sehr sparsam beschreibt, gehen, ist nicht klar.

Eindeutig ist jedoch, dass sich das Moto X als extrem verschwenderisch im Umgang mit der gespeicherten Energie verhält, wie ein Vergleich mit dem Galaxy S5 zeigt. Beide Handys verfügen über annähernd gleich große Anzeigen, die gleiche Auflösung, den gleichen SoC sowie ähnliche Panel-Techniken auf OLED-Basis. Doch während das Samsung-Smartphones einen lediglich gut 20 Prozent größeren Akku besitzt, erreicht es im Video-Test beinahe die doppelte Laufzeit, in der Praxis zumindest vier Stunden mehr.

Fazit

Trotz seiner Schwächen konnte das Moto X 2013 überzeugen, die gut integrierte Sprach- und Gestensteuerung konnte ebenso gut Noten einheimsen wie auch der Einsatz eines unverfälschten Android oder die hohe Systemleistung trotz des vermeintlich schwachen SoCs. All diese Punkte gelten so oder in ähnlicher Form auch für das Modell 2014. Denn Motorola hat die Stärken der ersten Version nicht einfach nur übernommen, sondern sie weiter ausgebaut. Die Sprachsteuerung erkennt noch mehr Kommandos, die Gestensteuerung wurde erweitert und der SoC hinkt auch auf dem Papier nicht mehr der Konkurrenz hinterher. Kurzum: Was beim ersten Moto X gut war, ist nun noch besser.

Das Moto X 2014: Gut verarbeitet, überzeugende Leistung und unverfälschtes Android, ...
Das Moto X 2014: Gut verarbeitet, überzeugende Leistung und unverfälschtes Android, ...

Doch bei all den Bemühungen hat man die Schwachpunkte beinahe komplett übersehen. Das schon im letzten Jahr als zu dunkel kritisierte Display ist trotz komplett neuer Lösung erneut nicht hell genug, die teils schlechten Akkulaufzeiten sind noch immer vorhanden. Echte Fortschritte hat man nur in Hinblick auf die Kamera erzielen können, die deutlich bessere Aufnahmen liefern kann. Während man das Wachstum von 4,7 auf 5,2 Zoll gut oder schlecht finden kann, muss man Motorola aber zumindest das Beibehalten des Designs und der hochwertigen Haptik zugute halten.

Das Moto X kann sich in diesen Punkten erneut von der Masse der Plastik-Smartphones absetzen, insgesamt geht es in ihr aber ein Stück weit unter. Denn trotz aller Besonderheiten kann die Ausgabe 2014 nicht in dem Umfang überzeugen, wie es der Vorgänger noch konnte. Dies liegt zum einen an der Konkurrenz, die hinsichtlich Gesten- und Sprachsteuerung zumindest teilweise aufgeholt hat, zum anderen aber auch an den Schwächen, die nun schwerer wiegen.

..., aber ein zu dunkles Display sowie schwache Akkulaufzeiten
..., aber ein zu dunkles Display sowie schwache Akkulaufzeiten

Eine Rolle spielt aber auch der Preis. Denn war das erste Moto X zum Start für 349 Euro zu haben, müssen aktuell mindestens 499 Euro gezahlt werden. Damit ist der Kreis der Mitbewerber deutlich größer als noch vor einigen Monaten, zu den wichtigsten Konkurrenten zählen entsprechend das LG G3 für rund 400 Euro, das Galaxy S5 für 440 Euro aber auch das One (M8) für 500 Euro. Wichtiger jedoch: Wer Wert auf „Vanilla“-Android legt, dürfte mit dem Nexus 5 besser beraten sein - auch weil es mit 349 Euro deutlich preiswerter ist.

Positive Aspekte des Motorola Moto X (2014):

  • aktuelles und unverändertes Android
  • sehr hohes Verarbeitungsniveau
  • Display mit guter Farbdarstellung
  • hervorragendes Kontrastverhältnis
  • gute Gesten- und Sprachsteuerung
  • hohe Systemleistung

Negative Aspekte des Motorola Moto X (2014):

  • Display mit zu geringer Maximalhelligkeit
  • Akku imt teils unterdurchschnittlicher Laufzeit
  • Speicher nicht erweiterbar
  • Akku fest verbaut

 

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Kommentare (7)

#1
Registriert seit: 20.02.2010

Oberbootsmann
Beiträge: 945
Wenn ich so den Test lese dann bin ich mit meinen THL 5000 für 200€ mit 3-4 Tagen Akkulaufzeit, Dual-Sim und SD-Slot super zufrieden.
Einzig die Leistung ist schlechter, ich wüsste aber jetzt nicht wo ich das merken würde...
#2
Registriert seit: 20.02.2010

Oberbootsmann
Beiträge: 945
*doppelpost* bitte löschen
#3
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Registriert seit: 30.07.2008
Bayern
Leutnant zur See
Beiträge: 1106
Schon komisch das die das Display so verändert haben, und das mit dem Akku sehe ich ähnlich selbst wenn ich bei meinem alten X nichts mache wird der Akku schnell leer und ich weis nicht warum ist auch nicht viel installiert, wenn ich es liegen lasse ists nach 2Tagen auch leer,das verstehe ich nicht so ganz ansonsten ein Top Gerät, Schade das das neue soviel mehr kostet so eine Monster CPU hätte es glaubich nicht nötig gehabt.
#4
Registriert seit: 10.08.2010

Obergefreiter
Beiträge: 113
Ganz schön geil son thl 5000. Gerade mal n bisschen im Internet darüber gelesen mit dem fetten Akku da bin ich direkt n klein wenig neidisch. Sowas solltet ihr hier mal testen, damit ich nicht erst durch nen Post von nem anderen Nutzer auf sowas aufmerksam werde... Das es Handys mit so großen Akkus gibt war mir ne völlig neue Information und ist für mich auch ein gutes Argument mal nen Chinaphone zu testen.
#5
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Registriert seit: 13.08.2008
Bielefeld
Stabsgefreiter
Beiträge: 387
Ich habe letzten gelesen, das es angeblich für die billigen China Phones keinen Markt in Europa gäbe & gerade das hohe Preissegment noch eine wichtige Rolle spielt.
#6
customavatars/avatar60458_1.gif
Registriert seit: 20.03.2007

Kapitänleutnant
Beiträge: 1559
In meinen Augen einziger Fehler des Gerätes: Zu kleiner Akku und keine hinreichende Optimierung, um diesen möglichst effizient zu nutzen. So wurde es bei mir letztlich das Xperia Z3. Bin aber gespannt, was Motorola in 2 Jahren anbieten wird - genau die Nokia mit einem etwaigen Lumia 950 ...
#7
customavatars/avatar105578_1.gif
Registriert seit: 01.01.2009

Fregattenkapitän
Beiträge: 2701
Alleine der Akku macht das Gerät völlig uninteressant. Bei solchen Preisen könnte ich so extreme Schwachstellen definitiv nicht akzeptieren. Wobei ich selbst bei günstigeren Preisen keine großen Kompromisse beim Akku eingehen würde, darüber ärgere ich mich im Endeffekt ja doch am meisten.

Der Moto Maker ist aber richtig cool :hail:.
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