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HTC Desire 510 im Kurztest

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Seite 2: Gut und weniger gut

Guter Akku, helles Display

Die wohl größte Stärke des Desire 510 ist seine Verarbeitung. Denn HTC zeigt auch bei seiner zweitgünstigsten Baureihe, dass auch für kleines bis mittleres Geld hohe Standards eingehalten werden können. So gibt es keine scharfen Kanten oder Geräusche, letztere bleiben aufgrund der sehr hohen Verwindungssteife aus. Unterschiedliche Spaltmaße gibt es lediglich im Bereich der rückwärtigen Kamera, allerdings in einem sehr geringen Umfang.

Helles und kontrastreiches, aber grobpixeliges Display
Helles und kontrastreiches, aber grobpixeliges Display

Noch gut schneidet der problemlos austauschbare Akku ab. Zwar erreicht das Smartphone im Video-Test mit 8 Stunden nur einen durchschnittlichen Wert, in der Praxis kommt es mit einer Ladung jedoch ohne Mühe gut zwei Tage aus. Aber auch das Display bietet einige nicht zu unterschätzende Vorzüge. Denn mit 335 cd/m2 in der Spitze fällt die Hintergrundbeleuchtung ausreichend hell aus, sieht man einmal von Situationen ab, in denen helles Sonnenlicht direkt auf die Anzeige scheint; mit 94 Prozent fällt die Homogenität sehr gut aus. Für ein Smartphone der unteren Mittelklasse überraschend gut ist aber auch der Kontrast, der bei 1.312:1 liegt.

Und ebenfalls überzeugend: Mit einer Farbtemperatur von durchschnittlich 6.900 Kelvin wird Weiß nahezu neutral dargestellt.

Android 4.4.3 plus Sense 6.0: In Sachen Software ist das Desire 510 auf dem aktuellen Stand
Android 4.4.3 plus Sense 6.0: In Sachen Software ist das Desire 510 auf dem aktuellen Stand

Zu guter Letzt wissen die Telefonie- und Datenfunktionen zu überzeugen. Verbindungsabbrüche und ähnliches konnten nicht beobachtet werden, lediglich der für das Freisprechen vorgesehene Lautsprecher auf der Rückseite produziert einen zu blechernen Klang.

SoC mit ungenutzem Potential und Kamera mit Schwächen

So unverkennbar die Stärken auch sind, nahezu jede geht aber auch mit einem Manko einher. So zum Beispiel das Display. Während die oben genannten Pluspunkte lobenswert sind, muss HTC sich für die Wahl des Panels sowie der Auflösung deutliche Kritik gefallen lassen. Denn von den Stärken der IPS-Technik - großzügige Blickwinkel und eine gute Farbdarstellung - ist kaum etwas zu erkennen. Und mit 854 x 480 Pixeln bei 4,7 Zoll bietet man eine Schärfe, die mittlerweile selbst im Einsteigerbereich kaum noch als akzeptabel zu bewerten wäre.

Kleines Display, großes Gehäuse - rechts das Huawei Ascend P7 mit seiner 5-Zoll-Anzeige bei nahezu identischen Gehäusemaßen
Kleines Display, großes Gehäuse - rechts das Huawei Ascend P7 mit seiner 5-Zoll-Anzeige bei nahezu identischen Gehäusemaßen

Gleiches gilt für die Kamera. Denn was das Datenblatt andeutet, bestätigt sich in der Praxis. Lediglich bei guten Lichtverhältnissen kann die Bildqualität als ausreichend bezeichnet werden - aber nur, wenn es sich nicht um Nahaufnahmen handelt. Schon in geschlossenen Räumen oder bei einbrechender Dunkelheit tritt unübersehbares Bildrauschen auf, ein Blitz könnte hier zumindest teilweise für Besserung sorgen. Vorsichtig muss man derzeit hingegen noch bei der Bewertung der Leistung sein.

Zumindest im aktuellen Zustand offenbart das Desire 510 hier aber noch Schwächen. Dies gilt nicht nur für die Benchmarks, in denen sich das Gerät eher im unteren Mittelfeld bewegt, sondern auch für den Alltag. Denn schon die Oberfläche kann nicht immer ruckelfrei dargestellt werden, was man von Konkurrenten mit Qualcomms Snapdragon 400 so eigentlich kaum noch kennt. Aber auch die Ladezeiten der einzelnen Applikationen fielen mehrfach negativ auf. Möglich ist jedoch, dass HTC hier entweder mit einem Update kurzfristig Abhilfe schafft, spätestens mit Android L und der damit verbundenen Ausnutzung des gesamten SoC-Potentials muss der Punkt Performance jedoch erneut bewertet werden.

Gutes Licht = gute Fotos, aber nicht aus der Nähe
Gutes Licht = gute Fotos, aber nicht aus der Nähe
Auch bei Tageslicht zeigt die Kamera in geschlossenen Räumen klare Schwächen
Auch bei Tageslicht zeigt die Kamera in geschlossenen Räumen klare Schwächen

Die kommende Version des Betriebssystems wird jedoch keinen Einfluss auf die Ergonomie haben, die zwar insgesamt aufgrund des gut geformten Gehäuses gut ausfällt, dennoch aber unter der schlechten Ausnutzung der Frontfläche leidet. Denn das Display nimmt lediglich rund 61 Prozent ein.

 

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Kommentare (5)

#1
Registriert seit: 04.05.2006

Bootsmann
Beiträge: 634
Ich denke der Preis im Fazit stimmt nicht ( ab ca. 1999 Euro )
#2
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Registriert seit: 07.10.2003
Franken
[online]-Redakteur
Beiträge: 9228
Danke, habe ich korrigiert :)
#3
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Registriert seit: 20.03.2007

Kapitänleutnant
Beiträge: 1559
In meinen Augen ist die Display-Auflösung nicht mehr zeitgemäß, auch in dieser Preisklasse nicht. Seit dem angesprochenen Moto G darf man in diesem Segment wohl zu recht 720p-Screens erwarten - klar, ohne Vorteile ist ein grobkörnigeres Display nicht, da auch die Akkulaufzeit im Gegenzug länger ausfallen wird.

Aber wenn ich persönlich vor der Wahl stünde, ob HD oder 64 Bit-fähiges SoC, dann würde ich mich für ersteres entscheiden, vor allem, weil das Moto G absolut keine Geschwindigkeitsprobleme hat und den besseren Prozessor nicht wirklich braucht.
#4
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Registriert seit: 08.04.2004

Leutnant zur See
Beiträge: 1256
Akku wechselbar. Schön.
4,7"? Nicht schön. Kann man denn nicht genau das Selbe Ding in kleiner anbieten? So 4" vielleicht?! Aber das betrifft ja alle Hersteller.
#5
Registriert seit: 15.09.2009

Oberbootsmann
Beiträge: 953
Warum hat die Kamera keinen Autofokus? Das ist doch totaler Quatsch.
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