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Huawei Ascend P7 im Test

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Seite 3: Software und Performance

Software

Auf den Markt kommt das Ascend P7 mit Android 4.4.2 sowie der hauseigenen Oberfläche EmotionUI in Version 2.3. Diese ist bereits von jüngeren Huawei-Smartphones her bekannt und unterscheidet sich in einem großen Punkt vom Original-Betriebssystem. Denn die auf dem Gerät installierten Applikationen werden nicht in einem separaten Untermenü angezeigt, sondern durch einen Wisch auf dem Homescreen nach rechts aufgerufen. Damit stellt die Oberfläche eine Mischung aus Android und iOS dar, bereits nach wenigen Tagen hat man sich an diesen Unterschied jedoch gewöhnt.

EmotionUI: Installierte Apps werden neben dem Homescreen angezeigt
Emotion UI

Zur EmotionUI gehören aber auch verschiedene Programme, beispielsweise der Telefonmanager, über den unter anderem speicherhungrige Applikationen identifiziert und beendet sowie die Benachrichtigungsoptionen einzelner Anwendungen festgelegt werden können. Hinter Designs verbirgt sich die Möglichkeit, die Benutzeroberfläche innerhalb eines bestimmten Rahmens an die eigenen Vorlieben anzupassen. Dazu gehören das Hintergrundbild, aber auch die Optik der App-Icons. Wem die Oberfläche zu kleinteilig erscheint, kann diese vom Normal- in den Einfach-Modus umschalten. Dadurch wird eine Kacheloberfläche aktiviert, die von Windows Phone inspiriert scheint.

Performance

Dass der verbaute SoC vermutlich nicht durch Höchstleistungen glänzen wird, verrät wie eingangs erwähnt bereits das Datenblatt. Denn wo die Konkurrenz Cortex-A-15-Kerne verbaut, setzt Huawei bei seiner Eigenentwicklung Kirin 910T noch auf den Vorgänger Cortex-A9. Deshalb überrascht es nicht, dass das Ascend P7 in vielen Tests nur im Mittelfeld, mitunter sogar nur im unteren Drittel landet. Auffällig ist dies vor allem in den Browser-Benchmarks SunSpider und Browsermark 2.0. Einzig in der AnTuTu-Gesamtwertung schiebt sich das Smartphone weit nach vorne, CPU und GPU bewertet das Testprogramm aber ebenfalls nur durchschnittlich.

Bemerkenswert ist jedoch, dass von einer Performance-Schwäche im Alltag nichts zu spüren ist. Weder ruckelt die Oberfläche, noch kommt es zu auffällig langen Ladezeiten. Abzuwarten bleibt, ob Huawei die theoretische Leistung mit einem Software-Update steigern kann - oder will. Mit dem Kirin 920 steht ein leistungsstärkerer SoC bereits zur Verfügung, der in Hinblick auf die geringe Bauhöhe des Smartphones jedoch vermutlich keine Option gewesen ist.

Ebenfalls in den Bereich Performance gehört das Telefonieverhalten des Geräts. Während des Tests fielen bezüglich der Sprach- und Empfangsqualität keine Probleme auf, auch bei schwachem Signal kam es zu keinen Verbindungstrennungen. Etwas anders sieht es beim Betrieb im WLAN aus. Hier gab es mehrfach Probleme bei Erstanmeldungen an Routern. Die Ursache hierfür konnte im Verlauf des Tests aber nicht ermittelt werden.

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