> > > > Daydream View ausprobiert: Googles Cardboard entwächst den Kinderschuhen

Daydream View ausprobiert: Googles Cardboard entwächst den Kinderschuhen

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 3: Noch sehr begrenztes VR-Angebot

Zum Start der Daydream View ist das Angebot innerhalb der Daydram-App noch sehr überschaubar. Neben den Google-eigenen Diensten gibt es lediglich noch ein Dutzend anderer Spiele und Anwendungen. Über Googles Street View kann der Nutzer unter anderem durch Schloss Versailles schlendern, das Taj Mahal besuchen, die Schweizer Alpen besteigen oder aber die Galapagos-Inseln erkunden und ausgewählte Wolkenkratzer bestaunen. Die Daten stammen direkt aus Google Street View, wurden allerdings dahingehend aufbereitet, dass sie in 360 ° konsumiert werden können – eine schnelle Internet-Verbindung vorausgesetzt. In der YouTube-App findet sich der Spieler in einem Kino wieder, über dessen Leinwand er jeden beliebigen Clip der Videoplattform anschauen kann. Das Besondere dabei: 360-°-Videos können auch hier in kompletter Rundumsicht angesehen werden. Wie gut das funktioniert, hängt allerdings von der Videoqualität ab – häufig wirken die Bilder verwaschen.

In „Wonder Glade“ steuert der Spieler ein junges Mädchen durch einen Freizeitpark und ist stets auf der Suche nach wertvollen Tickets, die ihm nicht nur den Zutritt zu neuen Minispielen ermöglichen, sondern auch neue Sammelgegenstände freispielen lassen. In den Minispielen tritt er beispielsweise im Minigolf gegen den Computer an, muss Lavabälle zu wertvollen Edelsteinen zerhacken oder per Feuerlöscher ausbrechende Brände an Hochhäusern löschen. „Wonder Glade“ wird aktuell kostenlos im Play Store bzw. in der Daydream-App angeboten.

In „Mekorama VR“ muss der Spieler hingegen einen namenlosen Roboter in einer dreidimensionalen Welt zum Level-Ausgang an einen roten Punkt begleiten. Die Welt besteht aus vielen kleinen Würfeln ähnlich wie in Minecraft, die sich teilweise in der Welt verschieben lassen. Der Spieler hat dabei die Karte vor sich, kann diese um 360 ° drehen oder den Blickwinkel auf die eben diese verändern. Per Fingerzeig über den Controller weist er den Roboter an, an die gewünschte Stelle zu laufen. Sofern möglich – denn um das Ziel zu erreichen muss der Roboter teils mehrere Hindernisse überwinden. Hierfür werden Brücken verschoben oder Aufzüge nach oben geschoben. Für „Mekorama VR“ werden derzeit 0,99 Euro ausgerufen.

Mit einem Preis von 5,99 Euro etwas teurer ist „Hunters Gate“. Dafür geht es darin deutlich aktionreicher zu. Dabei handelt es sich um einen klassischen Shooter, in dem der Spieler wahlweise als Forge, einem Revolverheld, oder als Payne, einem Magier, gegen finstere Dämonen antritt. Letztere laufen ihm nicht nur noch auf zwei Beinen über den Weg, sondern treten auch in der Luft an. Gesteuert wird die Spielfigur per Touchpad, per Fingerzeig wird geschossen bzw. gezaubert. „Hunters Gate“ bietet sogar einen co-op-Modus an, über den mehrere Spieler gleichzeitig die Stadt befreien können.

Mithilfe des „Sternatlas VR“ kann man mit der Daydream View das Sternsystem erkunden. Sonne, Mond, Erde und andere Planeten können bereist und erkundet werden – und werden dabei natürlich in Abhängig ihrer Größe und Entfernung zueinander realistisch im virtuellen Raum dargestellt. In „Tastemades“ kann sich der Spieler bekochen lassen und so vielleicht noch etwas dazulernen. Die App ist quasi das „Chefkoch.de“ für die virtuelle Welt. Aktuelle Artikel von Buzzfed und dem Wall Street Journal können ähnlich wie in der YouTube-App konsumiert werden – englische Sprachkenntnisse jedoch vorausgesetzt. Ansonsten lassen sich bekannte Gemälde wichtiger Künstler in „Google Arts and Culture“ bestaunen. In „Rhomaleosaurus“ appelliert man auf spektakuläre Weise an das Gewissen des Daydream-View-Trägers, die eigene Umwelt doch zu schützen.

In den kommenden Wochen und Monaten aber sollen weitere Spiele und Anwendungen für Daydream erscheinen. Zahlreiche Titel, darunter sogar von Ubisoft, wurden bereits schon angekündigt.

 

Social Links

Seitenübersicht

Kommentare (3)

#1
customavatars/avatar87890_1.gif
Registriert seit: 24.03.2008
Heidelberg
Moderator
A glorious mess!
Beiträge: 4828
Interessant währe ein Vergleich zu Gear VR.
Ich sehe hier den Vorteil bei Samsung da die Software&Hardware exklusiv auf wenige Samsung Geräte ausgerichtet ist.
Zudem hat man hier mit Oculus einen erfahrenen Partner an der Seite.
#2
customavatars/avatar63_1.gif
Registriert seit: 29.05.2001
Dortmund
Flottillenadmiral
Beiträge: 4530
Wirkt für mich wie vollkommen überteuerter proprietärer Mist...

Das Teil an sich wirkt jetzt nicht besser oder hochwertiger als eine Mi VR Play (und die gibt's für unter 15€).
Geldschneiderei in Reinkultur ist aber die "Zertifizierung" für Daydream... ein LeEco Le Max 2 würde problemlos reichen (hat quasi identische Eckdaten wie das Axon 7) aber wo kämen wir denn da hin wenn man das ganze schon für <250€ nutzen könnte? Schließlich wollen wir ja überteuerte Pixel Handys verkaufen, wa?
#3
customavatars/avatar202850_1.gif
Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 9484
Zitat highwind;25060174
Wirkt für mich wie vollkommen überteuerter proprietärer Mist...

Das Teil an sich wirkt jetzt nicht besser oder hochwertiger als eine Mi VR Play (und die gibt's für unter 15€).
Geldschneiderei in Reinkultur ist aber die "Zertifizierung" für Daydream... ein LeEco Le Max 2 würde problemlos reichen (hat quasi identische Eckdaten wie das Axon 7) aber wo kämen wir denn da hin wenn man das ganze schon für <250€ nutzen könnte? Schließlich wollen wir ja überteuerte Pixel Handys verkaufen, wa?

Übertreib nicht gleich..
Das mit Fließ ummantelte Teil wirkt definitiv hochwertiger als alle Plastikboliden. Habe selber einen davon... (Kein Mi VR Play.. wer will den an sowas einen Reisverschluss? )

Klar, die Ceritizierung gibt es erstmal aus Markettinggründen, wobei ich diese China phones jetzt nicht unbedingt erwähnen würde denn die hat doch hier kaum jemand.
So ein Standard an dem sich Entwickler orientieren können ist aber immerhin mal besser als nichts.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

AVM FRITZ!Fon C5 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/AVM_C5_TEASER_KLEIN

Im Spätsommer 2015 zeigte AVM mit dem FRITZ!Fon C5 die Erweiterung der Festnetz-Familie, die bis dahin aus drei Modellen bestand. Nach längerem Test zeigt sich nun, dass bahnbrechende Veränderungen fehlen. Eine Enttäuschung ist das neue Telefon deshalb aber nicht, denn entscheidend sind die... [mehr]

Gelid ZenTree im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/GELID_ZENTREE_TEASER_KLEIN

Wer mehr als nur Smartphone und Tablet per USB-Kabel aufladen muss, wird das Kabelwirrwarr kennen. Denn natürlich müssen meistens zwei oder mehr Geräte gleichzeitig geladen werden, was nicht selten in einer ganzen Ladegeräte-Batterie endet. Mit dem ZenTree will Gelid sich genau dieses Problems... [mehr]

HTC Vive in der Praxis: Aufbau und Funktionsweise

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/HTC-VIVE/HTC-VIVE-LOGO2

2016 soll das Jahr der virtuellen Realität werden. Kaum ein Thema hat in den vergangenen Monaten für einen solchen Hype sorgen können. Dabei haben sich die Hersteller wirklich auf das Jahr 2016 konzentriert, denn angefangen bei der Consumer Electronics Show Anfang Januar, über den Mobile World... [mehr]

Ohne Kabel: Bose QuietComfort 35 und B&O Beoplay H5 im Praxistest

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/BLUETOOTH-KOPFHOERER/QUIETCOMFORT_35_LOGO

Ist der 3,5-mm-Klinke-Anschluss überhaupt wegzudenken? Mit dieser Fragen werden sich ab dem Sommer sicherlich so einige Menschen beschäftigen müssen, denn offenbar plant Apple das Weglassen des Kopfhörer-Anschlusses. Doch eigentlich sollte es bei der drahtlosen Übertragung von Musik doch um... [mehr]

Smartwatch: Vom Hoffnungsträger zum Problemfall

Logo von IMAGES/STORIES/NEWSBILDER/APPLE-WATCH-ARMBAENDER-GUIDELINES-RS

Wann genau die Geburtsstunde der Smartwatch geschlagen hat, lässt sich schwer bestimmen. Einigt man sich auf das Datum, seitdem sie in der breiteren Öffentlichkeit eine wahrnehmbare Rolle spielt, hat sie gerade den sechsten Geburtstag erlebt. Denn so alt wurde vor wenigen Tagen die Sony Ericsson... [mehr]

Test: Eve Thermo ergänzt HomeKit-Setup von Elgato

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/ELGATO-EVE/ELGATO-EVE-THERMO-LOGO

Vor einigen Wochen haben wir uns einige der ersten HomeKit-Sensoren der Eve-Serie von Elgato angeschaut. Dabei warfen wir einen Blick auf Eve Room, Eve Door & Windows, Eve Energy und Eve Weather. Zur CES kündigte Elgato eine Ausweitung der Produktlinie an und präsentierte unter anderem den... [mehr]