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Elgato Eve macht das Zuhause ein wenig schlauer

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Seite 1: Elgato Eve macht das Zuhause ein wenig schlauer

elgato eve logoUns aller Heim soll intelligenter werden - so propagieren es zahlreiche Hersteller und selbst die großen Messen wie die CES sehen inzwischen eigene Hallen für das smarte Home vor. Doch so richtig scheint der Durchbruch noch nicht gelungen zu sein, was oftmals mit der mangelnden Akzeptanz der potentiellen Käuferschaft zu tun hat, sich mit einem solchen System auseinanderzusetzen. Elgato hat mit der Eve-Produktlinie gleich mehrere HomeKit-fähige Produkte auf den Markt gebraucht und zur CES weitere vorgestellt. Wir schauen uns das aktuelle Line-up genauer an.

Mit dem alltäglichen Gebrauch von Smartphone und Tablet sollen das Smart Home einen neuen Aufschwung erfahren, den auch Apple für sicht erkannt hat und mit HomeKit die entsprechende Plattform innerhalb des iOS-Betriebssystems zur Verfügung stellt. HomeKit ist dabei nur die Schnittstelle zwischen Nutzer und der eigentlichen Hardware, die sich an bestimmte Standards halten muss, um im HomeKit-Ökosystem funktionieren zu können. Gesteuert werden können die Beleuchtung, Schlösser, Heizung, Klimaanlage, Steckdosen und Schalter sowie weitere Aktuatoren wie Sonnenschutzblenden. Auch das Auslesen zahlreicher Sensoren ist möglich.

Die Sicherheit spielt dabei eine wesentliche Rolle. HomeKit stellt eine verschlüsselte Verbindung zur Hardware her, die bisher durch Dritte nicht angegriffen werden konnte. Dies unterscheidet das System von vielen anderen, die bereits mit zahlreichen Sicherheitslecks von sich Reden machten. Die Sicherheit der eigenen Daten in den eigenen vier Wänden ist aber ein entscheidendes Kriterium für die Akzeptanz eines solchen Systems. Zumindest eines hat Apple mit den HomeKit und HealthKit Daten bisher unter Beweis gestellt: Man geht nicht leichtfertig damit um, was auch durch die gesamte Firmenpolitik hinsichtlich Verschlüsselungen ohne Hintertüren unterstrichen wird.

Aber kommen wir nun zu den Elgato-Eve-Produkten. Die Zusammenarbeit dieser mit dem HomeKit wird im Verlaufe des Artikels noch weitere Funktionen aufzeigen, die im Alltag eine Rolle spielen.

Elgato Eve Produktreihe
Elgato Eve Produktreihe

Elgato war einer der ersten Hersteller, der auf den HomeKit-Zug aufgesprungen ist. Doch der Start verlief mehr als schleppend, denn bis zur Verfügbarkeit sollte es einige Monate dauern. Dabei erging es anderen Herstellern ähnlich und so kann eigentlich erst Anfang 2016 davon gesprochen werden, dass HomeKit-fähige Produkte großflächig verfügbar sind. Elgato Eve setzt ein iPhone, iPad oder iPod touch mit iOS 9.1 oder neuer voraus. Die Verbindung zwischen iPhone oder iPad und der Eve-Hardware wird per Bluetooth 4.0 hergestellt. Auf die Einrichtung und Besonderheiten gehen wir später noch genauer ein.

Elgato Eve Room

Der Eve Room ist ein kabelloser Raumklimasensor, der Werte wie Luftqualität, Temperatur und Luftfeuchtigkeit aufzeichnet. Er misst 79 x 79 x 32 mm und wird mit drei AA-Batterien oder Akkus versorgt.

Elgato Eve RoomElgato Eve Room

Elgato Eve Room

Die Raumtemperatur wird in einem Bereich von 0 °C bis +55 °C gemessen. Die Genauigkeit liegt bei ± 0,3 °C. Die Luftfeuchtigkeit wird von 5 % bis 95 % gemessen. Die Genauigkeit liegt hier bei ± 3 %. Der Eve Room kann an einer beliebigen Stelle des Raumes aufgehängt oder abgestellt werden. Natürlich sollte dieser Ort in seiner Umgebung die Raumluft repräsentieren können - eine dunkle Ecke hinter dem Schrank kann dies nicht. Er lässt sich aber einfach auf einem Regal verstecken und kann seine Informationen von dort drahtlos an die HomeKit-Hardware verschicken.

Etwas genauer wollen wir auf die Messung der Luftqualität eingehen. Während die Werte für die Temperatur und Luftfeuchtigkeit relativ eindeutig sind, ist es der für die Luftqualität häufig nicht. Hier misst jeder Hersteller andere Werte und nimmt andere Kennzahlen als Basis.

Anstelle eines relativ preiswerten CO2-Sensors kommt in Eve Room ein anorganischer Metalloxid-Halbleiter (MOX) zur Messung der Luftqualität zum Einsatz - neben Modulen zur Messung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Er entdeckt und misst sogenannte VOCs (Volatile organic compounds, Flüchtige organische Verbindungen) wie Alkohole, Aldehyde, Ketone, organische Säuren, Amine sowie aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe. Viele der organischen Verbindungen sind nicht Produkt des menschlichen Stoffwechsels, sondern befinden sich in hohen Dosen in Kunststoffen, Farben, Reinigungsmitteln, Desinfektionsmitteln, Tabakrauch, beim Kochen, Grillen und mehr - und bleiben CO2-Sensoren verborgen.

Die gemessene Gaskonzentration der flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) wird grundsätzlich über einem Algorithmus in ein CO2-Äquivalent konvertiert. Die Eve-App stellt diesen gemessenen Wert in ppm (parts per million) dar. Eve Room misst nicht die Konzentration von Kohlenmonoxid, darf also nicht als Sensor dafür genutzt werden. Hier gibt es spezielle Mess- und Warngeräte!

Software

Elgato Eve Room - SoftwareElgato Eve Room - Software

Elgato Eve Room - Software

Auf die Software im Allgemeinen gehen wir später noch genauer ein. Im Zusammenhang mit dem jeweiligen Sensor werfen wir aber einen Blick auf die Aufarbeitung der dazugehörigen Daten. So im Falle des Eve Room, der in einer ersten Übersicht aus dem zugeordneten Raum heraus auch noch die Daten zum zweiten, dort verbauten, Sensor anzeigt. Die Reihenfolge der verbauten Geräte in einem Raum sowie der einzelnen Sensordaten lässt sich anpassen. Jeder der erfassten Werte lässt sich in einer Detailansicht betrachten, die dann aufklappt und bereits eine kleine Statistik mit Diagramm aufzeigt.

Elgato Eve Room - Software
Elgato Eve Room - Software

Auf Wunsch lassen sich diese Diagramme größer darstellen und geben dann auch weitere Informationen preis. Im Falle der Luftqualität setzt Elgato zudem Farben ein, die es dem Nutzer einfacher machen sollen den Messwert einzuschätzen. Daten können über die vergangene Stunde, Tag, Woche und Monat abgefragt werden. Werte für das Minimum und Maximum werden grün und rot dargestellt und auch vergleiche mit den entsprechenden Zeiträumen zuvor sind möglich.

 

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Kommentare (3)

#1
Registriert seit: 30.11.2012

Stabsgefreiter
Beiträge: 343
Also mein heim ist dumm wie brot, macht jedoch was es soll und keine fehler.

Irgendwanm funktioniert der kühlschrank nichtmehr wegen einem patch für das display.

Soll ruhig so bleiben wie es ist.
#2
Registriert seit: 27.09.2010
Magdeburg
Oberbootsmann
Beiträge: 835
Ohne Aktoren find ich diese Smarthomelösungen alle sinnlos. Dabei kann das sehr sinnvoll sein geräte zu vernetzen.
Bestes Beispiel habe ich mal gesehen von einem Hersteller welcher Speicher für Solaranlagen anbietet. Da wurde ein Signal gesendet an die Steckdose der Waschmaschine sobald die Batterie voll war und mehr als genug energie zum Waschen "erzeugt" wurde. Nur doof das modernere Waschmaschinen nicht loslegen sobald Strom anliegt. :/

Für mich sieht elegato entgegen der Aussage des artikels weiterhin als Insellösung aus. Es wird gesagt, dass geräte welchen den Standart nutzen auch vom homekit unterstützt wird. Nur welcher Standart? Ihr komisches Bluetooth System das als "Server" nur den apple tv nutzen kann? Das einzige was der test zeigte, ist eine massive Datensammelwut die einige Menschen wohl haben, mit diesen geräten einfachgetätigt werden kann.
Das Eve energy als Zeitschaltuhr mit sonderfunktionen zu konfigurieren ist ja scheinbar nicht möglich.

Alles im allem
Kostengünstige Sensorik: Nur bedingt 40€ ist nicht wenig und openhab unterstützt günstigere Sensoren

Aufwand einrichtung: Sehr gering

Nutzen: mMn Daten sammeln, smarthome ist es noch lange nicht.
#3
Registriert seit: 01.07.2013

Obergefreiter
Beiträge: 124
Zitat
Die Luftfeuchtigkeit wird in einem Bereich von 260 bis 1.260 mbar bei einer Genauigkeit von ± 2 mbar erfasst.

Das sollte wohl der Luftdruck sein ;)
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