> > > > Dji Phantom 3 Professional im Test

Dji Phantom 3 Professional im Test

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 2: Die Dji Phantom 3 Professional - Teil 1

Auf die Kamera samt Gimbal wollen wir später genauer eingehen und schauen uns die Dji Phantom 3 Professional nun von allen Seiten etwas genauer an.

Dji Phantom 3 ProfessionalDji Phantom 3 Professional

Dji Phantom 3 Professional

Jeder der Rotoren hat einen Durchmesser von etwa 240 mm. Mit im Lieferumfang befinden sich zwei Sets zu je vier Rotoren, sodass selbst nach einer Beschädigung eines Rotors noch Ersatz vorhanden ist. Es gilt allerdings auf die Drehrichtung zu achten, die bei Dji über die silberne bzw. schwarze Farbe an der Rotornabe gekennzeichnet wird. Ein kompletter Satz an neuen Rotoren kostet 14 Euro und ist auch in einer Karbonausführung erhältlich. In niedrigen Flughöhen helfen farbliche Markierungen auf den Rotorarmen, um Vorder- und Rückseite der Drohne besser erkennen zu können.

Leistungswerte zu den Motoren nennt Dji nicht und so blieben die Daten zur Flugleistung der einzige Anhaltspunkt. Die sogenannten brushless Rotoren sollen sich neben der Leistung auch durch eine hohe Lebensdauer auszeichnen. Da Dji kein Gehäuse um die Motoren verwendet, sind auch direkt die Wicklungen zu erkennen, was sicherlich auch bei der Kühlung von Vorteil ist. Ein Ersatzmotor kostet etwa 30 Euro und ist damit bei Beschädigung ebenfalls zu verschmerzen.

Dji Phantom 3 Professional
Dji Phantom 3 Professional

Um die Drohne selbst und auch deren Ausrichtung besser erkennen zu können, verwendet Dji an den vier Armen verschiedenfarbige LEDs hinter einem halbtransparenten diffusen Gehäuse. Außerdem wird über diese LEDs eine aktive GPS-Erkennung sowie der Zustand des Akkus angezeigt. In mittleren Flughöhen sowie bei einsetzender Dunkelheit ist die Drohne über die LEDs besser zu finden - ab 200 m oder mehr gelingt die Erkennung der Ausrichtung aber nur noch über die Kamera.

Dji Phantom 3 Professional
Dji Phantom 3 Professional

Das weiße Gehäuse der Phantom-Serie zeigt recht schnell erste Gebrauchsspuren. Wie auf den Bildern zu erkennen ist, werfen die Rotoren schnell Schmutzpartikel auf das Gehäuse, kleine Insekten hinterlassen ebenfalls ihre Hinterlassenschaften, wenn sie in den Luftstrom gesagt werden. Am Himmel wäre ein dunkleres Gehäuse sicherlich ebenfalls leichter zu erkennen.

Der USB-Port am Gehäuse dient einem eventuellen Firmware-Update. Die einfachste Möglichkeit ist allerdings dieses über die Speicherkarte der Kamera durchzuführen. Dafür sollte man sich allerdings etwas Zeit nehmen, denn meist werden Firmware-Updates der Flugsteuerung, der Kamera und des Gimbals, des Akkus sowie der Fernsteuerung gleichzeitig angeboten, was dann gerne einmal 30 Minuten in Anspruch nimmt.

Dji Phantom 3 Professional
Dji Phantom 3 Professional

Einige der Sensoren hat Dji am Landegestell der Phantom 3 Professional untergebracht, die im Vergleich zum Vorgänger daran aber nicht offenliegen, sondern zusätzlich verkleidet sind. Dazu gehört auch der digitale Kompass, der für eine stabile Fluglage sorgen soll. Er sollte regelmäßig kalibriert werden. Dieser Prozess wirkt auf den ersten Blick etwas umständlich, im Gegenzug aber zeigt die Drohne eine wesentlich stabilere Fluglage. Hier ebenfalls verborgen wird ein Barometer, das zusätzliche Höheninformationen liefert.

Dji Phantom 3 Professional
Dji Phantom 3 Professional

Auf der Rückseite des Gehäuses hat Dji den Akku mit einer Kapazität von 4.480 mAh untergebracht. Er ist im Vergleich zum Vorgänger etwas kleiner geworden. Der Akku wird nach Lösen der Arretierung aus dem Gehäuse gezogen und kann dann geladen werden. Über drei grüne LEDs wird der Ladezustand angezeigt. Jede LED entspricht einer Restkapazität von 25 Prozent. Über zweimaliges Drücken auf den Knopf auf dem Akku selbst, wird die Drohne auch ein- und ausgeschaltet.

Laut Dji soll die Phantom 3 Professional mit dem verbauten Akku etwa 23 Minuten in der Luft bleiben. Je nach gewählten Flugmanövern konnten wir in der Praxis eine Flugdauer von 15 bis 20 Minuten, in Ausnahmefällen und langem Schwebflug auch mal 30 Minuten, nachstellen.

Dji Phantom 3 ProfessionalDji Phantom 3 Professional

Dji Phantom 3 Professional

Unter dem Gehäuse der Dji Phantom 3 Professional befindet sich die zweite wichtige Komponente der Drohne und das ist der Gimbal samt Kamera. In dieser Hinsicht unterscheiden sich die drei Modelle der Phantom-3-Serie auch maßgeblich. Ein Blick auf die Herstellerseite lohnt sich also, um die Unterschiede auszumachen.

Die an der Phantom 3 Professional verbaute Kamera verwendet einen Sensor aus dem Hause Sony mit einer Größe von 2,3 Zoll. Er besitzt eine theoretische Auflösung von 12,76 Millionen Pixel und schießt Fotos mit einer maximalen Auflösung von 4.000 x 3.000 Pixel. Als Bildmodi verfügbar sind Einzelbilder, Serienbilder mit 3, 5 und 7 Einzelbildern und Zeitraffer. Die Belichtungszeit kann zwischen 8 s und 1/8.000 s gewählt werden. Die ISO-Spanne reicht von 100 bis 1.600.

Für Videos gibt Dji die Auflösungen und Einstellungen wie folgt an:

  • UlraHD: 4096x2160p 24/25, 3840x2160p 24/25/30
  • FullHD: 1920x1080p 24/25/30/48/50/60
  • HD: 1280x720p 24/25/30/48/50/60

Hier stehen die ISO-Einstellungen von 100 bis 3.200 zur Verfügung, die maximale Bitrate beträgt 60 MBit pro Sekunde. Gespeichert werden die Daten auf einer MicroSD-Speicherkarte mit einer Kapazität von bis zu 64 GB. Um die 4K-Aufnahmen schnellstmöglich wegschreiben zu können setzt Dji eine Speicherkarte der Klasse 10 bzw. UHS-1 voraus. Die Optik der Kamera besitzt eine maximale Blende von f/2.8 und der Blickwinkel beträgt 94 °.

Dji Phantom 3 ProfessionalDji Phantom 3 Professional

Dji Phantom 3 Professional

Der Gimbal, an dem die Kamera hängt, stabilisiert diese in drei Achsen. Vom Nutzer kann die Kamera geschwenkt werden, was im Bereich von -90 ° bis + 30 ° möglich ist. Das Drehen der Kamera ist nicht möglich und so muss sich die komplette Drohne drehen, um entsprechende Aufnahmen zu tätigen. Um die Vibrationen der Rotoren bereits an der Halterung selbst etwas abzufedern, hängt Dji den Gimbal an vier Gummifedern auf. Diese gleichen die schwerwiegendsten Vibrationen bereits aus, bevor der Gimbal mit seiner Arbeit beginnen muss.

Der Gimbal sorgt dafür die Flugbewegungen bzw. Neigungen der Drohne bis zu einem gewissen Grad auszugleichen. Über Sensoren wird die Fluglage erkannt und die beiden Motoren gleichen die Neigung schnellstmöglich aus. Die Genauigkeit liegt bei +/- 0,03 ° mit einer maximalen Geschwindigkeit von 90 °/s. Der Winkelausgleich gelingt bis zu einem Maximum von 35 °, weiter neigt sich aber auch die Drohne selbst nicht.

Dji Phantom 3 Professional
Dji Phantom 3 Professional

In obigem Bild sind die Öffnung für die MicroSD-Speicherkarte und sowie seitlich ein kleiner Lüfter zu sehen, der für die Kühlung der Gimbal-Steuerung sorgt. Auf der Phantom 2 Vision+ haben wir diesen noch nicht erblicken können, auf der Phantom 3 Professional scheint  er aber nötig zu sein. Nach 20 Minuten Flug wird die Halteplatte des Gimbal auch entsprechend warm.

 

Social Links

Seitenübersicht

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (3)

#1
customavatars/avatar198273_1.gif
Registriert seit: 04.11.2013
M'Gladbach
Moderator
Beiträge: 3693
Danke für den Test. Ich bleib trotzdem eher interessiert an der Solo....
#2
Registriert seit: 25.02.2013

Leutnant zur See
Beiträge: 1258
Danke für den Test! Finde die Drohnen von Dji sehr interessant. In meinem Fall weniger im Sinne des RC Modellfliegens als vielmehr als Mittel zur Produktion von Video und Fotomaterial. Sicherlich sind diese Drohnen auch genau dafür konzipiert. Mal schauen ob ich mich irgendwann mal zu einem Kauf durchringen kann. Derzeit könnte ich sie wahrscheinlich nicht oft genug verwenden um den Preis zu rechtfertigen. :)
#3
Registriert seit: 18.03.2012

Matrose
Beiträge: 16
Mal eine reine Verständnisfrage, fällt das Fliegen für so einen Test eigentlich schon unter gewerbliche Nutzung oder ist das noch als Privat eingestuft?
Hat ja auf bestimmte Vorschriften die dann eingehalten werden müssen Auswirkungen.

Machen bei so einem Test in einer Ortschaft eigentlich alle Nachbarn mit? Immerhin müssen alle Eigentümer der überfliegenden und aufgenommen (wenn erkennbar) Grundstücke, ggf. ja sogar Architekten um Erlaubnis gefragt werden, stelle mir das jedenfalls recht aufwändig und kompliziert vor.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

AVM FRITZ!Fon C5 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/AVM_C5_TEASER_KLEIN

Im Spätsommer 2015 zeigte AVM mit dem FRITZ!Fon C5 die Erweiterung der Festnetz-Familie, die bis dahin aus drei Modellen bestand. Nach längerem Test zeigt sich nun, dass bahnbrechende Veränderungen fehlen. Eine Enttäuschung ist das neue Telefon deshalb aber nicht, denn entscheidend sind die... [mehr]

Gelid ZenTree im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/GELID_ZENTREE_TEASER_KLEIN

Wer mehr als nur Smartphone und Tablet per USB-Kabel aufladen muss, wird das Kabelwirrwarr kennen. Denn natürlich müssen meistens zwei oder mehr Geräte gleichzeitig geladen werden, was nicht selten in einer ganzen Ladegeräte-Batterie endet. Mit dem ZenTree will Gelid sich genau dieses Problems... [mehr]

HTC Vive in der Praxis: Aufbau und Funktionsweise

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/HTC-VIVE/HTC-VIVE-LOGO2

2016 soll das Jahr der virtuellen Realität werden. Kaum ein Thema hat in den vergangenen Monaten für einen solchen Hype sorgen können. Dabei haben sich die Hersteller wirklich auf das Jahr 2016 konzentriert, denn angefangen bei der Consumer Electronics Show Anfang Januar, über den Mobile World... [mehr]

Ohne Kabel: Bose QuietComfort 35 und B&O Beoplay H5 im Praxistest

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/BLUETOOTH-KOPFHOERER/QUIETCOMFORT_35_LOGO

Ist der 3,5-mm-Klinke-Anschluss überhaupt wegzudenken? Mit dieser Fragen werden sich ab dem Sommer sicherlich so einige Menschen beschäftigen müssen, denn offenbar plant Apple das Weglassen des Kopfhörer-Anschlusses. Doch eigentlich sollte es bei der drahtlosen Übertragung von Musik doch um... [mehr]

Smartwatch: Vom Hoffnungsträger zum Problemfall

Logo von IMAGES/STORIES/NEWSBILDER/APPLE-WATCH-ARMBAENDER-GUIDELINES-RS

Wann genau die Geburtsstunde der Smartwatch geschlagen hat, lässt sich schwer bestimmen. Einigt man sich auf das Datum, seitdem sie in der breiteren Öffentlichkeit eine wahrnehmbare Rolle spielt, hat sie gerade den sechsten Geburtstag erlebt. Denn so alt wurde vor wenigen Tagen die Sony Ericsson... [mehr]

Test: Eve Thermo ergänzt HomeKit-Setup von Elgato

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/ELGATO-EVE/ELGATO-EVE-THERMO-LOGO

Vor einigen Wochen haben wir uns einige der ersten HomeKit-Sensoren der Eve-Serie von Elgato angeschaut. Dabei warfen wir einen Blick auf Eve Room, Eve Door & Windows, Eve Energy und Eve Weather. Zur CES kündigte Elgato eine Ausweitung der Produktlinie an und präsentierte unter anderem den... [mehr]