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Logitech UE Roll und UE Megaboom im Test

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Seite 2: UE Megaboom, Fazit

UE Megaboom

Ein schon rein optisch ganz anderes Kaliber ist die UE Megaboom. Mit 226 mm in der Höhe, einem Durchmesser von 83 mm sowie einem Gewicht von 877 g ist der zylindrisch geformte Lautsprecher alles andere als ein permanenter Begleiter. Was nicht heißen soll, dass man ihn nicht auch mit ins Schwimmbad oder den Wochenendtrip nehmen kann. Denn auch hier wird dank IPX7-Zertifizierung der Schutz vor eindringendem Wasser versprochen, zudem ist das Gehäuse robust gestaltet. Dieses besteht wie auch die flache UE Roll aus Kunststoff und Gummi und auch hier sind die beiden Lautstärketasten Teil des Designs. Die weiteren Bedienelemente in Form von Ein/Ausschalter und Bluetooth-Taste befinden sich am oberen Ende des Zylinders, Micro-USB-Port und Audio-Buchse am unteren. Diese sind wie auch bei der UE Roll durch eine sehr haltbar wirkende Gummiklappe geschützt, die von einer Schraube gesichert wird. Entfernt man diese, kann ein handelsübliches Stativ zum Aufstellen des Lautsprechers genutzt werden.

Auch bei der UE Megaboom werden die bekannten Design-Elemente aufgegriffen
Auch bei der UE Megaboom werden die bekannten Design-Elemente aufgegriffen

Im Inneren kommen zwei 2-Zoll-Breitbandlautsprecher sowie zwei 2 x 4 Zoll große Spulen zur Unterstützung der Bässe zum Einsatz. Abgedeckt werden soll so ein Frequenzbereich von 65 Hz bis 20 kHz, den maximalen Schalldruckpegel gibt man mit 90 dB(A) an; im Test wurden in einer Entfernung von einem Meter rund 93 dB(A) erreicht. Ebenfalls im Gehäuse verbaut sind ein Bluetooth- und NFC-Modul, ein Mikrofon für den Einsatz der UE Megaboom als Freisprecheinrichtung sowie ein Akku mit 3.600 mAh. Die maximale Laufzeit wird mit 20 Stunden angegeben, im Test wurden bei 50 % der maximalen Lautstärke knapp 17 Stunden erreicht. Bei Verwendung des mitgelieferten Ladegeräts (maximal 18 W) soll der Akku nach nur 2,5 Stunden wieder voll geladen sein, benötigt wurden jedoch mitunter eine Stunde länger.

Pro und Contra liegen dicht beieinander: Das Standard-Gewinde gefällt, der tiefe USB-Port hingegen nicht
Pro und Contra liegen dicht beieinander: Das Standard-Gewinde gefällt, der tiefe USB-Port hingegen nicht

Aber auch zweite weitere Punkte fallen diesbezüglich negativ auf. Zum einen sitzt der Micro-USB-Port sehr tief, was die Verwendungen breiterer Stecker erschwert und teilweise auch unmöglich macht. Zum anderen kann der Lautsprecher beim Laden nicht im Stehen betrieben werden. Wer im Übrigen hinter „Akku kann ersetzt werden“ einen problemlosen Wechsel vermutet, liegt falsch. Denn gemeint ist damit lediglich die Möglichkeit, den Energiespeicher gegen Zahlung von knapp 50 Euro direkt beim Hersteller tauschen zu lassen.

Die Tasten für Standby und Bluetooth-Koppelung sind oben platziert, auf Wunsch erleichtert NFC die Einrichtung
Die Tasten für Standby und Bluetooth-Koppelung sind oben platziert, auf Wunsch erleichtert NFC die Einrichtung

Im Vergleich mit der UE Roll kann das größere Modell in puncto Klangqualität mehr Punkte sammeln, das größere Volumen ist ein klarer Vorteil. Dies gilt vor allem für die tiefen Frequenzen, die ausgeprägter sind und auch bei hohen Lautstärken erst spät verloren gehen. Aber auch Mitten und Höhen sind präsenter, zu leichten Verzerrungen kommt es erst spät. Der in der Applikation steuerbare Equalizer erlaubt im Vergleich zur UE Roll mehr Voreinstellungen, der Klang ist somit leichter an die eigenen Vorstellungen anpassbar. In allen anderen Punkten stimmt die Software mit der des flachen Schwestermodells überein. Als Freisprecheinrichtung sollte die UE Megaboom nur in Ausnahmefällen genutzt werden. Denn die Qualität der Gespräche leidet massiv darunter.

Fazit

Wer einen etwas robusteren Bluetooth-Lautsprecher sucht, kann zwischen einer Vielzahl an Modellen zwischen 10 und 1.000 Euro wählen, selbst das Setzen verschiedener Filter sorgt nicht zwangsläufig für ein übersichtlicheres Angebot. Um aus der Masse hervorzustechen, müssen sich die Hersteller also etwas einfallen lassen. In Bezug auf die UE Roll heißen diese Merkmale Design und Einsatzgebiet. Denn statt einfach nur auf Spritzwasserschutz und poppige Farben zu setzen, hat die Logitech-Tochter einen sehr robusten Lautsprecher geschaffen, der sowohl auf der WG-Party in der Küche als auch im Schwimmbad eine gute Figur abgibt. Ein Klangwunder darf man angesichts der Größe nicht erwarten, den Vergleich mit ähnlich dimensionierten Konkurrenten dürfte die Box aber häufig gewinnen. Einen größeren Schönheitsfehler gibt es aber: Es fehlen die Bedienelemente für die rudimentäre Steuerung der Wiedergabe. Positiv zu bewerten ist hingegen die passende Applikation, über die in Zukunft weitere Funktionen nachgereicht werden könnten.

Ungleiches Paar mit vielen Parallelen: Die UE Roll eignet sich für unterwegs, die UE Megaboom für die Gartenparty
Ungleiches Paar mit vielen Parallelen: Die UE Roll eignet sich für unterwegs, die UE Megaboom für die Gartenparty

Die letzten beiden Punkte gelten so uneingeschränkt auch für die UE Megaboom. Der Test zeigt, dass der Name Programm ist. Es wird eine überraschende Maximallautstärke erreicht, das Design ist je nach gewählter Farbvariante schlicht bis poppig und die Audio-Qualität dürfte im Segment der höherpreisigen Boxen mit IP-Zertifizierung mit zu den Besten gehören. Hinzu kommen die überdurchschnittliche Akkulaufzeit sowie die sehr gute Verarbeitung. Das integrierte Mikrofon ist lediglich ein Gimmick, die Berücksichtigung von NFC ein angenehmer Mehrwert bei der Inbetriebnahme.

Die Schwächen und Stärken sind ähnlich, eine Empfehlung verdient sich die größere der beiden Boxen
Die Schwächen und Stärken sind ähnlich, eine Empfehlung verdient sich die größere der beiden Boxen

Dass die jeweiligen Applikationen für die Nutzung aller Funktionen Pflicht sind, kann positiv und negativ bewertet werden. Zwar bleiben hier diejenigen außen vor, die weder Android noch iOS nutzen, allerdings bietet man allen anderen einen gewissen Mehrwert. Grundsätzlich bleibt festzuhalten, dass die Software übersichtlich gestaltet ist. Die Möglichkeit, auf diesem Wege zwei UE-Boxen mit einer Quelle zu bedienen ist praktisch – dürfte im Alltag aber eher die Ausnahme sein.

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Mit Preisen von 129 Euro für die UE Roll und 299 Euro für die UE Megaboom sind beide Bluetooth-Boxen alles andere als ein Schnäppchen. Aufgrund der Audio-Eigenschaften sowie der Nehmerqualität kann das größere der beiden Modelle aber allen, die etwas mehr für eine derartige Box ausgeben wollen, eindeutig empfohlen werden.

Positive Aspekte der UE Roll und UE Megaboom:

  • robuste und gut verarbeitete Gehäuse
  • gute (UE Roll) und sehr gute (UE MEgaboom) Akkulaufzeiten
  • Update-fähig
  • überdurchschnittliche Audio-Qualität
  • praktische Befestigungsmöglichkeiten

Negative Aspekte der UE Roll und UE Megaboom:

  • voller Funktionsumfang nur per Applikation
  • ungünstig platzierter Micro-USB-Port (UE Megaboom)
  • Steuerelemente für die Wiedergabe fehlen
  • Freisprechfunktion bietet nur eine geringe Qualität (UE Megaboom)
 

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Kommentare (3)

#1
Registriert seit: 29.09.2006
Bergheim
Obergefreiter
Beiträge: 102
Wenn man sich so ein Gerät zulegen möchte sollte man auch Bose in seine Überlegungen miteinbeziehen.
Nachdem ich mehrere Geräte dieser Art getestet habe bin ich beim Bose SoundLink III hängen geblieben. Mir war der super Klang am wichtigsten.
Der Bose hat unnatürlich viel Bass, wie die das aus so nem kleinen Ding holen, ist mir schleierhaft.
#2
Registriert seit: 13.06.2013

Gefreiter
Beiträge: 56
Da diese Formulierung im Test mehrfach auftaucht: Im Schwimmbad hat dieser Typ von Gerät NICHTS zu suchen, egal welche IP-Zertifizierung die haben. Die anderen Gäste im Bad wollen sich in der Regel entspannen und haben kein Interesse daran, mit nerviger idR eintönige elektronische Musik mit bemühten aber eher scheppernden Möchtegern-Bässen beschallt zu werden. Das gilt ebenso im Wald oder Park, Geräusche sind auch Teil der Umweltverschmutzung und Musik gehört nicht zu dortigen Soundkulisse.
Letzlich bleibt als Einsatzgebiet nur noch der Garten.
#3
Registriert seit: 02.09.2010
Bergisch Gladbach
Vizeadmiral
Beiträge: 6371
Zitat Drobion;23795646
Wenn man sich so ein Gerät zulegen möchte sollte man auch Bose in seine Überlegungen miteinbeziehen.
Nachdem ich mehrere Geräte dieser Art getestet habe bin ich beim Bose SoundLink III hängen geblieben. Mir war der super Klang am wichtigsten.
Der Bose hat unnatürlich viel Bass, wie die das aus so nem kleinen Ding holen, ist mir schleierhaft.


Es möchte natürlich auch jeder ca. 249-299€ Ausgeben...

Ich habe einen JBL GO Schwarz Ultraportabler Bluetooth Lautsprecher und daraus kommt auch einiges an Wumms und hat einen sehr ordentlichen klang für den Preis.
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