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Fitbit Charge und Withings Activité Pop im Doppeltest

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Seite 3: Withings Activite Pop

Weiter geht es mit der Withings Activité Pop, die alleine schon rein optisch ein paar andere Akzente setzt.

Withings Activite Pop
Withings Activité Pop

Bereits auf den ersten Blick wird ersichtlich, dass Withings bei der Activité Pop einen gänzlich anderen Ansatz verfolgt. Der Fitness-Tracker kommt im üblichen Uhren-Design daher. Verwendet wird also ein rundes Gehäuse mit üblichem analogen Ziffernblatt. Auch das Ziffernblatt ist einfach gehalten und besitzt keinerlei Beschriftungen. Stunden- und Minutenzeiger sind neben einer prozentualen Angaben des Tageszieles bei den Schritten die einzigen Anzeigeelemente.

Withings Activité Pop

Bevor wir auf die Details und Funktionsweise der Activité Pop eingehen, wollen wir auch das Thema Glasbruch behandeln, welches in den vergangen Tagen und Wochen aufkam. Offenbar ist die Withings Activité Pop verstärkt der Gefahr ausgesetzt, dass das Glas auch ohne größeren äußeren Einfluss schnell bricht. Verschiedenen Medien haben über entsprechende Nutzerhinweise bereits berichtet. Laut Withings handelt es sich aber um Einzelfälle, deren Ursache man schon ergründet hat. Bei einigen Modellen ist das Mineralglas offenbar ab Werk einer zu großen Spannung ausgesetzt. Betroffene Nutzer sollen sich an Withings wenden und erhalten umgehend einen Austausch.

Withings Activité Pop

Die Withings Activité Pop erkennt zunächst einmal die üblichen Fitness-Werte wie Gehen und Laufen. Zusätzlich bietet sie auch noch ein Schlaf- und Schwimm-Tracking und einen lautlosen Wecker, der per Vibration weckt. Hinzu kommen natürlich auch noch Werte wie verbrannte Kalorien sowie zurückgelegte Distanz.

Im Detail gemessen wird die Distanz basierend auf dem Benutzerprofil (z.B. über die Körpergröße) sowie im Zusammenspielt mit einem MEMS 3-Achsen-Beschleunigungssensor. Die Kalorien werden in der Health Mate App als aktive und metabolische Kalorien sowie als vollständiger Kalorienverbrauch angezeigt. Aktivitäten wie Laufen und Schwimmen werden automatisch erkannt. Für das Schwimmen gilt dies aber erst nach einem Software-Update, welches im April erscheinen soll.

Das Schlaf-Tracking erfolgt für den Einschlafzeitpunkt, die Dauer, die Schlafphasen (Leicht- und Tiefschlaf) sowie für Schlafunterbrechungen.

Withings Activité Pop

Die Withings Activité Pop hat einen Durchmesser von 36,3 mm und wiegt 37 g. Das mitgelieferte Armband ist für Handgelenke mit einem Umfang von bis zu 195 mm vorgesehen. Aufgrund des Standardmaßes lässt sich das Armband aber auch gegen ein anderes Austauschen.

Das Gehäuse der Uhr ist wasserfest bis zu einer Tiefe von 50 m. Die erlaubte Betriebstemperatur liegt bei -10 bis +45 °C. Wohl das herausragende Merkmal neben der schlichten Optik ist die Tatsache, dass aufgrund eines fehlenden Displays die Batterielaufzeit mehrere Monate beträgt. Withings gibt hier acht Monate an. Testen konnten wir dies natürlich selbst nach einer mehrwöchigen Testphase noch nicht. Die eingesetzte Knopfzelle (CR2025) kann wie bei jeder anderen normalen Armbanduhr ausgetauscht werden. Die Kommunikation zwischen Activité Pop und Smartphone findet über eine Bluetooth-4.0-Verbindung statt.

Withings Activité Pop

Anders als bei vielen Fitness-Trackern verzichtet Withings noch auf einen Herzfrequenzmesser, sodass sich auf der Rückseite der Uhr keinerlei Sensoren befinden. Withings liefert das zur Öffnung notwenige Werkzeug gleich mit, sodass jeder die Batterie selbstständig tauschen kann. Die Activité Pop ist noch nicht einmal 10 mm dick und somit auch noch bequem zu tragen.

"Withings Activité Pop

Auch Withings verwendet ein Armband aus einem Elastomer. Die Schließe besteht aus den üblichen Ösen mit zwei Schlaufen, an denen der überstehende Teil des Armbandes befestigt werden kann. Wie gesagt: Withings verwendet eine Standardgröße für das Armband, sodass sich das mitgelieferte auch gegen ein alternatives Modell austauschen lässt.

Withings Activité Pop

Die Seitenansicht zeigt noch einmal die recht geringe Höhe der Withings Activité Pop sowie die Tatsache, dass das Mineralglas eine leichte Wölbung besitzt. An der Optik und Funktion lässt sich wenig aussetzen. Das schlichte Design gibt auch wenig Angriffspunkte für Kritik. Der Kontrast zu den bisher getesteten Fitness-Trackern ist angenehm und stellt für viele Nutzer sicher eine sinnvolle Alternative dar.

 

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Kommentare (5)

#1
Registriert seit: 16.02.2012

Kapitän zur See
Beiträge: 3072
Zitat

Mit einem Preis von 150 Euro liegt die Withings Activité Pop preislich über der Konkurrenz, aber noch deutlich unter dem, was für vollwertige Smartwachtes derzeit aufgerufen wird. Die Withings Activité Pop macht also vor, auf was wir uns in nächster Zeit von den etablierten Herstellern freuen dürfen. Mit diesen Smartwatches dürften dann auch die Liebhaber analoger Anzeigen ihre Freude haben.


Deutlich unter dem Preis vollwertiger Smartwatches??

Also die Moto 360 liegt derzeit bei ~195€, die G Watch R bei um die 200€.
#2
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Registriert seit: 15.11.2002
www.twitter.com/aschilling
[printed]-Redakteur
Tweety
Beiträge: 29105
25 Prozent darunter würde ich bereits als deutlich bezeichnen. So manchen erfasst schon wegen wenigen Euro der Geiz, da sollten 50 Euro durchaus als "deutlich" durchgehen.
#3
Registriert seit: 31.12.2006

Hauptgefreiter
Beiträge: 196
Hat die spitze Klammer direkt im ersten Satz des Artikels irgendeine Bedeutung oder ist das nur ein Fehler?

Mir persönlich fehlen da so einige Aspekte. Beispiel Display und Vibrationsmotor vom Fitbit Charge: Wenn ich das korrekt gelesen habe (leider ja nicht hier im Artikel), gibt es keine Benachrichtigungen über eingehende Nachrichte. In der Preisklasse imho sehr enttäuschend; zumindest die fehlende Vibration. Das kann schließlich schon selbst ein billiges MiBand.

Und wie es ist mit der Schlafanalyse? Kann ich, wie z. B. bei MiFit, auch die einzelnen Phasen anwählen, um genauer zu sehen, von wann bis wann die Phase genau ging?

Dass überhaupt nicht auf die Anbindung an Google Fit und/oder Apple Health Kit (oder wie das heißt) eingegangen wird, finde ich auch sehr schade. Für mich kein unwichtiges Kriterium, wenn ich Daten Programmübergreifend nutzen möchte (so wie z. B. Runtastic in Google Fit schreibt und Withings wiederum die Aktivitäten aus Google Fit auslesen kann).

"Testen konnten wir dies natürlich selbst nach einer mehrwöchigen Testphase noch nicht" (Batteriestand der Withings)
Aber doch vielleicht (grob) hochrechnen oder gibt es keine prozentuale Anzeige der Batterie innerhalb der Withings-App? (so ist das jedenfalls bei der Withings Waage)

"Anders als bei vielen Fitness-Trackern verzichtet Withings noch auf einen Herzfrequenzmesser"
Sind das wirklich so viele, die das bieten? Und ich meine damit, wirklich integriert für eine dauerhafte Messung und nicht wie beim Withings Pulse für eine kurze Messung am Finger oder mittels separatem Brustgurt. Geräte mit Bio-Impedanz-Messungen sind soweit ich weiß nicht gerade in einer Vielzahl enthalten. Auf die Schnelle würden mir nur das UP3, Fitbit Charge HR und das Microsoft Band ein. Gibt sicher mehr, aber die Anzahl an Geräten ohne kontinuierliche Herzfrequenz-Messung ist deutlich in der Überzahl.

"Auf Wunsch kann der Vibrationsmotor den Nutzer auch sanft zu einer bestimmten Uhrzeit wecken" (Withings)
Aber nicht in Abhängigkeit zur aktuellen Schlafphase, um den Träger nicht aus der Tiefschlafphase zu reißen. Ebenfalls etwas, das selbst ein MiBand beherrscht.

"An mehr oder weniger professionelle Systeme[..]" (Fazit)
Die da wären? Das Beispiel mit dem Brustgurt und der Uhr passt hier ja nicht mal, weil keines der beiden Modelle überhaupt die Herzfrequenz messen kann.

Blieben die Aspekte der Schlafüberwachung und der Aktivitätsmessung. Für ersteres wüsste ich nicht mal Alternativen. Ein Schlaflabor ist ja nichts, was man für die tägliche Auswertung nutzen könnte. Und für Aktivitätsmessung wäre das einzige, das mir einfallen würde, sonst ein Smartphone mit passenden Sensoren für die Schrittmessung (wie z. B. beim Nexus 5) und GPS für die Distanz.

"Allerdings sollen sie sich weder im Anspruch noch in der Nutzung großartig unterscheiden."
Ich finde die Ausrichtung doch schon sehr unterschiedlich. Die Withings ist für mich schon mehr eine Uhr, während die Fitbit durch die ständige BT-Verbindung und dem Display deutlich mehr Informationen bieten kann. Die Withings hat ja gar nicht mal die Möglichkeit, über irgendwelche Ereignisse (Anrufe, Benachrichtigungen etc.) zu informieren. In meinen Augen entsteht daraus automatisch eine ganz andere Nutzung.

Worauf auch überhaupt nicht eingegangen wurde: Wie läuft das Schlaftracking ab? Erkennt er automatisch, wann ich schlafen gehe, oder muss ich das manuell einstellen? Denn jedes Mal manuell einzustellen, ob gerade Tag- oder Nachtmodus o. ä. ist, finde ich nervig.

Für mich müssen sich die Tracker noch mit einem MiBand messen. Das Teil kostet keine 20 Euro und bietet Vibration bei Anrufen/SMS, ca. einen Monat Akkulaufzeit (dafür kein Display), erkennt den Schlafmodus automatisch (zumindest Nachts) und weckt mich (optional) etwas früher, wenn ich nicht gerade in eine Tiefschlafphase bin. Und bei (fast?) keinem anderen Band bis 150 Euro werden diese Features abgedeckt. SMS-Benachrichtigungen bei Fitbit hat offenbar nur das Surge-Modell für 250 Euro.

Da wäre eine G Watch R optisch schöner (gerade die Möglichkeit, Watch Faces frei zu wählen, finde ich geil), die hat aber natürlich wiederum nicht die Funktionen eines Fitness-Trackers hat.
#4
Registriert seit: 13.10.2007
Hinwil
Gefreiter
Beiträge: 38
Hi av3nger
die Fitbit Charge hat eine automatische Schlaferkennung (siehe http://help.fitbit.com/articles/de/Help_article/Informationen-zur-Schlafaufzeichnung-1405638444858) genau wie die Withings. Bei meiner Charge, die im Übrigen seit 2 Monaten unbenutzt herumliegt, war es im besten Fall auf +-0.5h genau. Das MiBand, egal wie günstig es ist, würde ich mir schon aus ästhetischen Gründen nicht zulegen. Ist ganz toll, dass das Ding einen Schlafphasenwecker hat, ohne Anzeige der Uhrzeit finde ich das Teil persönlich aber unnütz. Die schlichte Activité Pop werde ich mir wohl zulegen. Die Tatsache, dass Fitbit sich Apple Health verweigert finde ich übrigens auch absolut daneben.
#5
Registriert seit: 31.12.2006

Hauptgefreiter
Beiträge: 196
Hallo boomslang,

danke für die Antwort. Sicher, ästhetisch ist das MiBand nicht. Es ging mir eher nur um Preis/Leistung. Wenn ich grob das 10-fache für ein Band bezahle, ist es ärgerlich, wenn mir dadurch Features fehlen. Der Schlafphasenwecker ist mir nicht wichtig (hätte aber trotzdem Test erwähnt werden können, können ja auch einige andere Bänder, z. B. von Jawbone), aber wenn ich Anrufe/Benachrichtigungen verpasse, weil ich das Smartphone beim Radfahren in der Tasche habe, finde ich das schon ärgerlich.

Wenn es um die Ästhetik geht, würde ich ohnehin nur Uhren nehmen. Da ist die Activité (Pop) natürlich hervorragend. Mit einer Benachrichtigungsfunktion hätte ich mir diese auch direkt gekauft. Aber gut, der Markt ist ja noch jung.
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