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Mobiler Lautsprecher Rapoo A800 im Test

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Seite 2: Einsatz, Klang & Fazit

Einsatz & Klang

Der Rapoo A800 wird drahtlos per Bluetooth 4.0 gekoppelt. Das funktionierte im Test sowohl mit einem Windows-Notebook als auch mit verschiedenen Androidgeräten problemlos. Noch mehr beschleunigt wird die Kopplung bei Nutzung von Geräten mit NFC-Unterstützung. Ein einfaches Heranhalten des Geräts an den Lautsprecher (innerhalb von einem Zentimeter) reicht aus. Nachdem die Verbindung hergestellt wurde, wird die Audioausgabe des Zuspielers einfach auf den A800 umgelegt. Dank der Multipoint-Technologie ist es auch möglich, zwei Zuspieler gleichzeitig per Bluetooth mit dem Lautsprecher zu koppeln. Der Lautsprecher gibt dabei immer nur eine Quelle zur gleichen Zeit wieder. Er registriert aber, wenn auf einem zuspielenden Gerät die Audiowiedergabe pausiert oder gestoppt wird. Wenn vom anderen Zuspieler Audiosignale anliegen, wechselt der A800 dann den Zuspieler selbsttätig innerhalb einiger Sekunden. Registriert wird auch, wenn gar kein Audiosignal mehr anliegt. Dann schaltet sich der A800 einfach aus und spart so Strom.  

alles

Für Android- und iOS-Geräte bietet Rapoo mit Rapoo Music auch eine App an. Sie ist praktisch aber nur ein Mediaplayer mit wenigen Zusatzfunktionen (Titelwechel durch Schütteln des Geräts, Stummschalten durch Rotieren) und für die Nutzung des A800 keineswegs nötig. Eingeschränkt sind auch die Steuerungsfunktionen direkt am Lautsprecher. So gibt es keinen Titelwechsel und auch auf eine Freisprecheinrichtung muss verzichtet werden. Allerdings dürfte ohnehin kaum ein Nutzer auf die Idee kommen, den A800 im Auto mitzunehmen.

Rapoos Bluetooth-Lautsprecher bleibt damit praktisch wirklich auf die Nutzung als Lautsprecher beschränkt. Diese Aufgabe ist der A800 aber durchaus gut gewachsen. Mit dem integrierten 2.600 mAh-Akku kann er problemlos über Stunden hinweg ohne Steckdose betrieben werden. Wir haben den Lautsprecher über mehrere Tage hinweg regelmäßig genutzt, ohne den Akku zwischenzeitlich laden zu müssen. Insgesamt konnten mit dem integrierten Stromspeicher bei Zimmerlautstärke über 15 Stunden überbrückt werden. Damit dürfte der Lautsprecher in der Praxis oft länger durchhalten als das Smartphone oder Tablet. 

Nach der obligatorischen Einspielzeit überzeugt der A800 mit einem ausgeglichenen und unaufdringlichen Klang. Der Lautsprecher profitiert dabei von dem Gehäusevolumen, das für solch eine mobile Lösung vergleichsweise hoch ausfällt. An seine Grenzen stößt er vor allem im Tiefbassbereich - doch davon einmal überzeugt die Klangqualität für eine solche Bluetooth-Lösung. Die maximale Lautstärke ist für den Einsatz in kleinen und mittleren Räumen angemessen, viele Reserven gerade für den Freilufteinsatz bleiben dann aber doch nicht. Damit ist der A800 sicher nicht die Lösung für die große Strandparty, aber für die Beschallung einer kleineren Gruppe allemal geeignet.

Bauartbedingt kann kein so intensiver Stereoeffekt wie bei zwei mit Abstand aufgestellten Stereolautsprechern erreicht werden. Zumindest bei geringer Aufstellentfernung vor dem Hörer ist eine Stereowirkung aber immerhin wahrnehmbar. Die Bauform als Soundbar trägt aber klar zur Alltagstauglichkeit des Lautsprechers bei. Der flache Lautsprecher findet trotz des vergleichbar hohen Volumens fast überall einen Platz - und wenn es ein Fensterbrett ist. Dabei kann man den A800 bei Bedarf durchaus noch als transportabel bezeichnen und lässt sich auch mal auf dem Rad mit zum Baggersee nehmen. Dort angekommen, sollte man aber an einen kleinen Nachteil des Rapoo-Produkts denken. Anders als manches Konkurrenzmodell ist der A800 nicht spritzwassergeschützt und mit Blick auf den Materialeinsatz eher für eine schonende Nutzung im Innenraum ausgelegt. 

Fazit

alles

Nein, eine ausgewachsene HiFi-Anlage kann der Rapoo A800 nicht ersetzen. Die flache Mobil-Soundbar ist aber eine attraktive Klang-Erweiterung für Smartphone und Tablet und taugt selbst als Soundlösung am Notebook oder PC. Dazu trägt auch die Flexibilität bei der Anbindung bei, die wahlweise über Bluetooth oder das beiliegende Klinkenkabel hergestellt werden kann. Die (vergleichsweise) gute Klangqualität, das handliche Format und die beachtliche Akkulaufzeit lassen den Bluetooth-Lautsprecher zu einem gern genutzten Alltagsbegleiter werden. Schade ist vor allem, dass der fehlende Spritzwasserschutz und die empfindliche Textilfront dem robusteren Freilufteinsatz im Wege stehen.  

Positive Aspekte des Rapoo A800:

  • Multi-Point-Verbindung, automatische Aus-Schaltung
  • vergleichsweise guter Klang (mit Abstrichen beim Tiefbass)
  • Akkulaufzeit
  • NFC und Bluetooth 4.0, aber auch optional per 3,5-mm-Klinke nutzbar

Negative Aspekte des Rapoo A800:

  • keine Freisprecheinrichtung, eingeschränkte Steuerungsmöglichkeiten am Gerät 
  • fehlender Spritzwasserschutz
 

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