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Samsung Gear 2 im Test

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Seite 1: Samsung Gear 2 im Test

samsung-gear-2-02-950x629Auf der Suche nach einer Armbanduhr, die mehr als nur die Zeit anzeigen kann? Mit der Galaxy Gear wollte Samsung bereits im vergangenen Jahr genau so ein Produkt abliefern, ein großer Erfolg war der Smartwatch jedoch nicht vergönnt. Nun soll es die zweite Generation in Form der Gear 2 richten.

Rein äußerlich hat sich dabei nur wenig getan. Nach wie vor wirkt die Samsung-Uhr im ausgeschalteten Zustand wie eine digitale Armbanduhr, lediglich die zentrale Taste unterhalb sowie Infrarot-Sender und Kamera oberhalb des Displays dienen als Hinweis darauf, dass man es doch nicht mit einer herkömmlichen Zeitanzeige zu tun hat. Die Position der Kamera, die in der ersten Generation noch im Armband steckte, ist die einzige auf den ersten Blick auffallende Veränderung.

Leicht überarbeiteter Nachfolger

Erst bei genauerem Hinsehen offenbaren sich weitere Unterschiede. So ist das Armband nicht mehr fest mit dem 36,9 x 58,4 x 10,0 mm großen Gehäuse verbunden, sondern lässt sich - wie bei den meisten gewöhnlichen Uhren tauschen. Verzichtet hat Samsung auch auf die vier Schrauben, die bei der Galaxy Gear vor allem als Stilelement fungierten. Ein Stück weit wird dies durch die zentrale Taste ausgeglichen; bislang war das Bedienelement am rechten Rand versteckt. Trotz der Unterschiede ist das grundsätzliche Erscheinungsbild gleich geblieben, dies zeigen auch die nahezu identischen Maße (Galaxy Gear: 36,8 x 56,6 x 11,1 mm).

Leicht verändertes Design mit neuer Kameraposition
Leicht verändertes Design mit neuer Kameraposition

Da Samsung auch den Materialien - Aluminium und Kunststoff - treu geblieben ist, hat sich auch hinsichtlich der Wertigkeit kaum etwas getan. Wie auch der Vorgänger ist die Gear 2 hier über fast jeden Zweifel erhaben, einzig beim Armband ist deutliches Potential nach oben vorhanden. In Bezug auf dieses muss sich Samsung auch die erste Kritik gefallen lassen. Denn wie schon bei der Gear Fit ist das Armband zu kurz geraten, schon bei durchschnittlich dicken Handgelenken stößt man schnell an die Grenzen. Ist man von diesem Problem nicht betroffen, glänzt die Smartwatch jedoch mit einem hohen Tragekomfort, auch wenn man in diesem Punkt nicht ganz das Niveau der Gear Fit erreicht.

Pulsmesser und Ladekontakte sind auf der Unterseite verbaut
Pulsmesser und Ladekontakte sind auf der Unterseite verbaut

Vom kleineren Schwestermodell übernommen hat die Gear 2 den auf der Unterseite des Gehäuses untergebrachten Pulsmesser sowie die Ladekontakte, an denen ein entsprechendes Dongle platziert wird; ein Micro-USB-Anschluss ist an der Uhr selbst nicht vorhanden. Ebenfalls aus der aktuellen Generation bekannt ist die IP67-Zertifizierung. Dementsprechend kann die Smartwatch problemlos bis zu einem gewissen Umfang Wasser ausgesetzt werden, Schäden soll dieses ebenso wenig hervorrufen wie Staub und Sand.

Display 1,63 Zoll (320 x 320 Pixel)
Super AMOLED
Akku Lithium-Polymer, 300 mAh
Maße (Gehäuse) 36,9 x 58,4 x 10,0 mm
Gewicht 68 g
Sensoren Pulsmesser, Bewegungssensor, Lagegsensor
Produktseite www.samsung.de

Bekanntes Display

Anders als bei der Gear Fit fällt das Display aus, neu ist es jedoch nicht. Denn schon bei der ersten Gear-Generation kam die 1,63 Zoll messende Super-AMOLED-Anzeige mit ihren 320 x 320 Pixeln zum Einsatz. Im direkten Vergleich mit der Gear Fit schneidet das Display aber schlechter ab. Denn obwohl die gleiche Technik - sieht man einmal von der Flexibilität ab - zum Einsatz kommt, wirkt die Farbdarstellung auf der kleineren Samsung-Smartwatch deutlich besser. Auf der Gear 2 wirkt es, als ob ein leichter Schleier über allen bunten Elementen liegt, von einer schlechten Qualität ist man aber weit entfernt.

Helles Super-AMOLED-Display, das nicht ganz mit der der Gear Fit mithalten kann
Helles Super-AMOLED-Display, das nicht ganz mit der der Gear Fit mithalten kann

Keinen sichtbaren Unterschied gibt es hingegen bei der Helligkeit des Bildschirms. Auch bei der Gear 2 kann diese in insgesamt sechs Stufen reguliert werden, die höchste Einstellung wird aus Gründen des Energiebedarfs aber nur für fünf Minuten beibehalten. Im Alltag reicht die dritte oder vierte Stufe jedoch meist aus, zumindest war die Anzeige dann auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch ablesbar. Hier profitiert der Nutzer natürlich auch von der Blickwinkelstabilität und dem hohen Kontrast der Super-AMOLED-Technik. Einen Punktabzug gibt es aber auch bei der Gear 2 für den fehlenden Helligkeitssensor. Schon bei der Gear Fit haben wir diesen, der für längere Laufzeiten sorgen könnte, vermisst.

Einfache Bedienung, triste Oberfläche

Eine weitere Parallele: Auch bei der Gear 2 weiß der Touch-Sensor zu überzeugen, ebenso die Bedienung und Navigation in weiten Teilen. Diese unterscheidet sich jedoch leicht von der Gear Fit. Denn während bei dieser in Untermenüs ein dedizierter „Zurück“-Schalter vorhanden ist, muss auf der Gear 2 auf dem Display von oben nach unten gewischt werden, ein Druck auf die Haupttaste führt immer wieder auf den Hauptbildschirm mit der Uhrzeit zurück, unabhängig von der jeweils genutzten Menüebene. Hat man sich daran gewöhnt, fällt der Umgang mit der Smartwatch leicht. Allerdings ist die Eingewöhnungszeit deutlich länger als bei der Gear Fit, denn hier stehen einige mehr Funktionen zur Verfügung, die teils mehrere Unterebenen bieten.

Mitunter triste Oberfläche
Mitunter triste Oberfläche

Leider muss Samsung sich in diesem Punkt jedoch eine gewisse Lieb- und Ideenlosigkeit unterstellen lassen. Denn triste und oder zu klein gestaltete Eingabelemente sind an mehreren Stellen anzutreffen, der negative Höhepunkt in dieser Hinsicht ist das Kontaktverzeichnis. Wer hier mehr als 20 oder 30 Namen gespeichert hat, stößt bei der gezielten Suche auf Probleme - das kleine Display ist für so etwas im Zusammenspiel mit der Oberfläche nicht gemacht.

 

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