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RAVPower Qi-Charger und 14.000 mAh Akku im Kurztest

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ravpowerRAVPower sollte unseren regelmäßigen Lesern bereits ein Begriff sein. Der Hersteller von mobilen Akkus konnte schon in früheren Tests mit solider Leistung überzeugen. Wieder einmal konnten wir einen mobilen Akku testen - dieses Mal mit 14.000 mAh. Zusätzlich haben wir einen Blick auf den Wireless Charger des Unternehmens geworfen, der Geräte mit dem Qi-Standard zu einem günstigen Preis aufladen soll.

Wireless Charger

Der Wireless Charger von RAVPower läuft unter dem sperrigen Namen "RP-WCN7" und kostet rund 36 Euro. Dafür bekommt man die in weiß gehaltene Ladeplatte, ein USB-Netzteil sowie ein USB-Kabel. Mit einer Größe von 145 x 79 x 8 mm ist die Platte nicht gerade platzsparend. Dafür finden auch Phablets wie das Lumia 1520 problemlos auf der Platte Halt. Mit 128 Gramm hält sich das Gewicht in Grenzen.

Das aufzuladende Gerät selbst wird mit 1 A bei 5 V geladen, wobei durch interne Umwandlungen der Verbrauch insgesamt etwas darüber liegt (1,5 A bei 5 V). Der Vergleich mit dem mitgelieferten Netzteil des eigenen Smartphones zeigt demnach schnell, in welcher Größenordnung die Ladegeschwindigkeit einzuordnen ist.

Der weiße Wireless Charger ist einer der günstigeren Vertreter mit Qi-Standard.

Die Ladeplatte wurde in unserem Fall mit dem Lumia 920 getestet - die Ladezeit unterschied sich nur um gut 10 Prozent von der mit dem Original-Netzteil. Im Vergleich zur Nokia-eigenen Ladeplatte, der DT-900, gab es keine nennenswerten Unterschiede, die Erhaltungsladung (Telefon ist immer auf 100 Prozent aufgeladen) funktionierte im Test ohne Probleme. Weniger erfreulich war jedoch die Positionierung des Smartphones auf der Platte. Je nachdem wo die Charging Coil im Gerät positioniert ist, konnte dieses (im Fall des Lumia 920) nicht mittig auf der Platte positioniert werden, sondern musste einige Zentimeter nach oben versetzt aufgelegt werden.

Praktisch sind in diesem Fall der Piepton und die LED-Anzeige, die einen Ladevorgang bestätigen sollen. Aber auch dies funktionierte mit dem getesteten Smartphone nicht immer zuverlässig. Während die Ladeplatte bereits gepiept hat, musste das Smartphone noch gut einen halben Zentimeter verschoben werden, um ordentlich geladen zu werden.

Er kann mit einem microUSB-Kabel angetrieben werden.

Natürlich können nicht nur Nokia-Geräte mit der Platte aufgeladen werden. Der Hersteller gibt die Kompatibilität zu Nexus 4 und 5, Nexus 7 2nd Generation, HTC 8X, HTC Droid DNA und Optimus Vu 2 an. Zusätzlich sollen Galaxy S3 und S4, Galaxy Note 2, Lumia 820 und iPhone 3G, 4 sowie 4S eine Kompatibilität über zusätzliche Ladeschalen herstellen können.

Praktisch: Der Wireless Charger wird - anders als Nokias eigene Ladeplatte - per microUSB angeschlossen. Ein einfacher Wechsel des Netzteils oder die Nutzung am Computer ist somit unter Umständen möglich, wobei letzterer den Ladevorgang aufgrund der USB-Beschränkung auf 500 mA drastisch entschleunigt. 

Akku-Pack 14.000 mAh

Ein weiteres Gadget ist der RAVPower RP-PB13, ein mobiler Akku mit 14.000 mAh. Schon im letzten Test konnten wir einen sehr großen Akku testen, dieser hier legt aber noch einmal ordentlich zu. Für 35 Euro erhält man den Akku in Schwarz oder Weiß inklusive zweier USB-Spiralkabel mit Buchse, sodass einer der vier mitgelieferten Adapterstecker (microUSB, miniUSB, Samsung 30-pin, Nokia DC2.0) genutzt werden kann, wobei die bei den Smartphones mitgelieferten Kabel selbstverständlich auch funktionieren.

Dafür sorgen die beiden USB-Ports (1x 1A, 1x 2A), die gleichzeitig genutzt werden können und bspw. ein iPad am 2A-Anschluss ausreichend schnell laden können. Vier LEDs weisen auf den Akkuzustand (<25%, 25-50%, 50-75%, 75-100%) hin, wobei die Zellen nicht wie bspw. bei einigen neueren Anker-Modellen optimiert wurden. D.h. der Verlust liegt wie üblich bei etwa 30 Prozent, wodurch die tatsächlich nutzbare Kapazität bei etwa 9800 mAh liegt. Fünf Ladungen konnte der RAVPower Akku dem Lumia 920, das im Test genutzt wurde, problemlos zur Verfügung stellen.

USB-Ports, Ladestandsanzeige und ein LED-Licht stellen den Funktionsumfang der Power-Bank dar.

Der Akku kommt zusätzlich mit einer kleinen Tasche, in der der Akku und alle Kabel Platz finden. Weiterhin ist eine LED verbaut, sodass der Akku als Taschenlampe dienen kann. Vergleicht man diesen mit dem Anker 2nd Gen Astro 3 mit 12000 mAh (zum Test), der durch eine höhere Effizienz ebenfalls mit 9600 mAh (netto) aufwarten kann, wirkt das RAVPower-Pendant deutlich "billiger". Die Verarbeitung und Haptik sind bei weitem nicht so hochwertig, auch wenn der Akku selbst gut 20 Gramm leichter und 6 mm dünner ist, sowie eine LED bietet, spricht dies doch gegen den Akku.

Der Preis des Anker Astro3 2nd Gen ist mit fast 40 Euro aber auch etwas höher, eine genauere Anzeige und ein weiterer USB-Port sollten hier die "Übeltäter" sein. Der Lieferumfang fällt dafür etwas spartanischer aus: Lediglich ein microUSB-Kabel sowie ein Apple-Dock-to-micro-USB-Adapter werden neben einer Schutzhülle mitgeliefert.

Reichhaltige Steckerverbindungen und zwei Spiralkabel sind im Lieferumfang enthalten.

Der Ladevorgang mit dem RP-PB13 ging in unserem Test mit mehreren Gadgets (sowohl einzeln als auch gleichzeitig) problemlos vonstatten. Eine automatische Aktivierung bei Anschluss eines Gerätes gibt es nicht. Dafür verrichtete die Abschalt-Automatik bei vollständig geladenem Gadget tadellos ihren Dienst. Der Ladevorgang selbst wird am Akku nicht ersichtlich, die Status-LEDs schalten nach wenigen Sekunden komplett ab.

Fazit

Beide Produkte sind in ihrem Segment sehr günstige Vertreter. Der Wireless Charger erfüllt seinen Zweck, ist je nach Gerät aber vielleicht nicht gänzlich optimal. Wirft man einen Blick in den Preisvergleich wird jedoch ersichtlich, dass mittlerweile auch Nokias Pendant, das deutlich hochwertiger daherkommt, jedoch über ein proprietäres Ladegerät angetrieben wird, bei rund 40 Euro angekommen ist. Der kleine Ladepuck der Finnen ist sogar schon ab 30 Euro erhältlich. Wer auf ein Netzeil und Kabel verzichten kann, kann sich auch das Samsung EP-P100IEW ansehen. Die Ladeplatte ist ebenfalls Qi-kompatibel. Bei der "RP-WCN7" handelt es sich aber dennoch um ein ordentliches Produkt zum vernünftigen Preis - die Konkurrenz ist in diesem Fall jedoch einfach sehr groß.

Der Akku hingegen ist mit 35 Euro der günstigste seiner Klasse, wenngleich es für wenige Euro mehr auch größere Akkus gibt. Die Verarbeitung geht in Ordnung, könnte aber besser sein. Zudem erscheinen die mitgelieferten Adapter nicht alle wirklich sinnvoll. Störend war ebenfalls die Notwendigkeit für einen Ladungsbeginn noch immer die Power-Taste drücken zu müssen. Eine Automatik wäre hier wünschenswert gewesen. Das, was der Hersteller verspricht, hält der Akku aber. Die Aufladegeschwindigkeit ist gut, ebenso wird die versprochene Kapazität (mit Abzügen der Verluste) erreicht. Insgesamt ein ordentliches Produkt zum ordentlichen Preis.

Positive Aspekte des Wireless Chargers:

  • leicht
  • per microUSB nutzbar

Negative Aspekte des Wireless Chargers:

  • nicht für jedes Qi-Handy geeignet

Positive Aspekte des Akkupacks:

  • hohe Kapazität
  • Preis
  • Lieferumfang...

Negative Aspekte des Akkupacks:

  • ...teils unnötig (Samsung 30 pin, Nokia DC2.0)
  • Verarbeitung

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Kommentare (1)

#1
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Mal schauen, wie es sich macht.
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