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Test: ASUS PadFone (inkl. Video)

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Seite 4: Fazit, Alternativen, Meinung

Einen ausführlichen Blick auf das äußere  Erscheinungsbild, die Verarbeitungsqualität sowie die installierte Software bieten wir im obigen Videoreview - sowie direkt bei hardwareclips.de und auch auf unserem YouTube-Channel.

Das Padfone ist zweifelsohne ein interessantes Gerät. Dennoch fühlt sich die erste Version dieser Machbarkeitsstudie irgendwie unfertig an. Das Smartphone an sich ist elegant, schlank und angenehm im Gewicht. Der Akku könnte größer sein - aber sonst gibt es wenig zu meckern.

Die Tablet-Dockingstation hingegen wirkt schwer und unausgereift, das Tastatur-Dock scheint sich im Gegensatz zum ersten Transformer kaum verändert zu haben. Und auch der proprietäre Anschluss an Tablet und Dock ist nicht gerade das, was man benutzerfreundlich nennt. Gerade, weil das Smartphone dann doch wieder auf microUSB setzt und man somit, wenn man das Padfone nicht immer im Tablet laden will, zwei Kabel mitnehmen muss. Die Verarbeitungsqualität hingegen ist tadellos, hier hat ASUS einiges geleistet. Auch die Idee mit dem Stylus-Headset ist gelungen, ebenso die Umsetzung. Wieso der Stift aber lediglich eine Gummispitze hat, und kein richtiger Stift ist, wodurch das Gerät nochmals deutlich aufgewertet würde, ist wohl auf die Kosten zu schieben.

Der Preis ist in diesem Fall auf jeden Fall heiß - denn hier kriegt man viel geboten. Muss aber auch viel hinnehmen - wer also gerne von allem das Beste hat, wird mit der Padfone-Kombination wohl kaum glücklich. Würde ASUS das Padfone an sich, also ohne Dockingstation, zu einem adäquaten Preis vertreiben, würde es sicherlich viele Liebhaber finden - so ist und bleibt es aber ein Nischenprodukt.

Alternativen gibt es schlicht und einfach nicht, weil ASUS auf diesem Gebiet Vorreiter ist. Ein entsprechend gut ausgestattetes Tablet und passendes Smartphone sind in dieser Preisklasse ebenfalls nicht so einfach zu finden, was natürlich vor allem daher kommt, dass ASUS sich die doppelte Hardware sparen kann, da das Tablet vom Smartphone angetrieben wird. Die einzige (nicht wirklich vergleichbare) Alternative wäre eventuell ein Motorola Atrix mit Lapdock, das wir ebenfalls schon im Test hatten und deutlich günstiger ist. Da es aber eine bislang einmalige Kombination ist, die im Grunde auch schon gut funktioniert und lediglich mit einigen Kinderkrankheiten der ersten Generation auskommen muss, können wir dem Padfone ohne Frage unseren Technik-Award verleihen.

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Persönliche Meinung: Das Padfone mit Station ist eine Machbarkeitsstudie - nicht mehr, nicht weniger. Es wirkt ein wenig lieblos und schnell zusammengeschustert. Mir stellt sich die Frage, ob die Entwickler bei ASUS das Gerät auch einmal selbst getestet haben? Das sehr hohe Gewicht vom Tablet mit eingestecktem Smartphone lässt sich ja noch verkraften - der grausame Schwerpunkt aber kaum.

Und wieso muss das Tablet eine solche Beule haben, dass es, wenn es auf dem Tisch liegt, wackelt? Auch wird der Schwerpunkt beim gedockten Tablet in der Tastatur-Station nicht wirklich besser - tippt man etwas zu fest in den oberen Bereich, droht das Konstrukt teils sogar umzufallen. Zu guter Letzt bleibt die Frage, wieso man das Gerät im Laptop-Modus nur so eingeschränkt aufklappen kann? Für jeden Studenten, der an schrägen Hörsaaltischen studieren muss, ist das Gerät somit kaum nutzbar.

Positive Aspekte des ASUS Padfone:

  • Bluetooth-Stylus-Headset
  • in Kombination sehr lange Akkulaufzeit
  • Design und Verarbeitung
  • gute Kameraapplikation, brauchbare Kamera

Negative Aspekte des ASUS Padfone:

  • Tablet: schlechter Schwerpunkt, hohes Gewicht, Buckel
  • Dockingstation: schlechter Schwerpunkt, geringe Displayneigung
  • Stylus: kein "echter" Stylus
  • proprietäre Anschlüsse an Tablet und Dock