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Test: ASUS PadFone (inkl. Video)

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Seite 2: Padfone Station + Dock

Das Padfone hat uns sowohl mit dem Tablet-Dock als auch mit der Tastatur-Lösung erreicht, wodurch man einen vollwertigen 10,1-Zoll-Android-Laptop erhält. Wie viel das - unter anderem durch fehlende Programme für die Produktivität - taugt, sei dahingestellt. Dennoch ist es möglich und wird von einigen Kunden sicherlich gerne angenommen.

In der Galerie befinden sich neben den in diesem Test verwendeten Bildern noch weitere interessante Details - reinschauen lohnt sich.

Doch beginnen wir mit dem Tablet. Das ist eigentlich nur ein Display mit einigen Anschlüssen, Lautsprechern und einer Klappe. Auch hier ist die Verarbeitungsqualität wieder sehr gut. Die gummierte Rückseite fühlt sich auf den ersten "Touch" wirklich gut an - und auch die Smartphone-Garage macht einen stabilen Eindruck.

Durch einen einfachen Entrieglungshaken kann man das Smartphone wie eine Kassette einstecken und das Tablet zum Leben erwecken. Programme, die auf dem Padfone vorinstalliert sind, können dann automatisch von der kleinen Smartphone-Ansicht auf die Vollbild-Tablet-Ansicht wechseln, ohne neu zu starten - ASUS nennt das "Dynamic Display". Das gilt aber nur für entsprechend angepasste Apps - je nach dem, wie gut das Padfone auf dem Markt ankommt, werden auch entsprechend viele populäre Apps die entsprechenden Anpassungen vornehmen.

Programme, die das nicht unterstützen, schließen sich beim Wechsel - Datenverlust im schlimmsten Fall eingeschlossen. Da steuert ASUS aber mit entsprechenden Einstellungsmöglichkeiten bestmöglich gegen.

 

Kassettenrecorder-Style: Das Padfone wird in das Tablet geschoben, danach wird die Klappe geschlossen.

Ist das Padfone einmal in die Station eingeschoben, dauert es nur wenige Sekunden, bis die Tablet-Oberfläche erscheint und man entsprechend die Einstellungen vornehmen kann. Das Umschalten dauert nur einige Sekunden, sodass man hier auch keine großen Nachteile gegenüber zwei getrennten Geräten hat. Nachteilig ist jedoch das hohe Gewicht mit eingelegtem Handy - rund 850 Gramm kommen auf die Waage. Das ist deutlich mehr als bei einem "normalen" Tablet und durch den ungünstigen Schwerpunkt auch gefühlt nochmal etwas mehr. Außerdem lässt der Buckel auf der Rückseite das Tablet kippeln, wenn es auf dem Tisch liegt.

 

Dank Loch im Deckel lassen sich auch Fotos mit dem Tablet machen, das zwar über eine eigene Front- aber keine Hauptkamera verfügt - hier greift es sinnvollerweise auf die des Padfone zu.

Im Bereich der Software hat ASUS einige Anpassungen vorgenommen, insgesamt scheint das "normale" Android 4.0 aber noch deutlich durch - die gefühlte Performance ist auch in Ordnung. Das Gerät neigt zwischendurch zu Denksekunden, ist aber keinesfalls so langsam wie andere günstige Konkurrenten. Da noch in diesem Jahr Android 4.1 erscheinen wird und uns ein ausführlicher Test aufgrund der kurzen Zeit, die wir mit dem Gerät hatten, nicht möglich war, werden wir uns das Padfone in puncto Software noch einmal genauer ansehen, sobald Jelly Bean seinen Weg auf das Gerät gefunden hat.

Konstruktionsmangel: Weiter lässt sich das Display nicht neigen. Selbst auf dem Schoß ist das manchmal zu wenig.

Eingedockt in die Tastatur-Dockingstation bekommt man einen vollwertigen Laptop - wenn man das Gerät denn so bezeichnen möchte. Immerhin hat man mit Android einen Faktor, der die Produktivität im Gegensatz zu normalen Windows-Laptops doch stark einschränkt.

Dennoch: die zusätzliche Tastatur vereinfacht vieles. E-Mails, Facebook, Chatten - geht alles schneller von der Hand. Mal kurz eine News oder an einem Artikel weiterarbeiten? Das ist somit auch deutlich bequemer möglich. Dank USB-Anschlüssen und einem Kartenleser lassen sich auch Massenspeichermedien anschließen, um bspw. Fotos oder Videos auf das Tablet zu befördern.

Das größte Manko der Dockingstation ist definitiv die maximale Displayneigung. Die ist so gering, dass man selbst auf dem Schoß einen sehr unnatürlichen Blickwinkel auf das Display hat. Das ist insofern kein Problem, da die Blickwinkel ausgesprochen gut sind - ist aber einfach ungewohnt und auf Dauer unangenehm. Wirklich unpraktikabel wird es dann, wenn man bspw. in den Hörsälen einer Hochschule sitzt und das Gerät auf den abgeschrägten Klapptischen nutzen soll.