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Test: Samsung Galaxy Tab 10.1N - neues Design, neues Glück? - Fazit

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Seite 9: Fazit

Das Galaxy Tab 10.1N beschränkt sich weitgehend auf kosmetische Änderungen gegenüber dem ursprünglichen Galaxy Tab 10.1, die dem Rechtsstreit mit Apple geschuldet sind. Manche Tests wissen zwar von einem etwas dunkleren Display als beim Vorgänger zu berichten, doch können wir das mangels Vergleichsmöglichkeit nicht beurteilen.

Für sich genommen, ist das Galaxy Tab 10.1N nach wie vor eines der überzeugendsten Android-Tablets auf dem Markt. Das schlanke, gut in der Hand liegende Gehäuse wirkt elegant und hochwertig, obwohl es aus Kunststoff besteht. Das große 10,1-Zoll-Display bietet die angemessene 1280 x 800er Auflösung und bewährt sich im Praxiseinsatz auch z.B. zum Lesen längerer Texte - es ist allerdings nicht matt, sondern spiegelt. Das Innenleben ist trotz nahendem Tegra 3 Quad-Core-Prozessor noch auf der Höhe der Zeit. Der 1 GHz schnelle Dual-Core-Prozessor und 1 GB Arbeitsspeicher sind vielen Anwendungsszenarien gewachsen. Mit der Wiedergabe von Full HD-Material war das Tablet allerdings überfordert. Während die 3G-Option lobenswert ist, ist die Schnittstellenausstattung etwas knapp geraten. Hier hätten wir uns zumindest noch einen Mini-HDMI-Ausgang gewünscht (die HDMI-Ausgabe ist allerdings immerhin mit einem zusätzlichen Adapter möglich - hierfür werden aber 22,50 Euro fällig).

Auf der Softwareseite setzt das Samsung-Tablet mit Android 3.2 auf eine solide Basis. An einigen Stellen merkt man Honeycomb allerdings noch an, dass es die erste Android-Version für Tablets war. Dementsprechend dürfte das Galaxy Tab 10.1N vom anstehenden Update auf Android 4.0 (Ice Cream Sandwich) erkennbar profitieren.

Preislich liegt das Galaxy Tab 10.1N mit einem Einstiegspreis von rund 430 Euro (für die einfachste Ausstattung mit 16 GB Speicher und ohne 3G) etwas oberhalb von vergleichbaren Konkurrenzprodukten wie dem EeePad Transformer TF101 (das etwa zum gleichen Preis mit 32 GB erhältlich ist) oder dem Motorola XOOM (von dem die 32 GB-Variante nur 395 Euro kostet), punktet aber mit dem herausragenden Gehäuse. Eine bessere Ausstattung treibt den Preis allerdings schnell in die Höhe. Wenn das Tablet nicht nur zu Hause genutzt werden soll und man bei der Internetnutzung unterwegs unabhängig von W-LAN-Hot Spots sein möchte, kann man auf die etwa 100 Euro teurere 3G-Version schwer verzichten. Da der Speicher nicht erweitert werden kann, sind die 32 und 64 GB-Versionen natürlich besonders interessant - aber auch für den zusätzlichen Speicher bittet Samsung ordentlich zur Kasse. Erschwerend kommt zum hohen Preis hinzu, dass die nächste Tablet-Generation mit leistungsstarkem NVIDIA Tegra 3-Prozessor bereits in den Startlöchern steht. 

Insgesamt ist das Galaxy Tab 10.1N ein sehr gelungenes und schickes Android-Tablet, das sich von zeitgleich erschienenen Konkurrenzprodukten absetzen kann. Mittlerweile steht allerdings bereits die nächste Tablet-Generation mit deutlich leistungsstärkerer Hardware (NVIDIAs Tegra 3-Prozessor) in den Startlöchern. Wer aktuell auf der Suche nach einem Tablet ist, sollte unter Umständen also noch abwarten, wie sich erste Geräte der neuen Generation schlagen.

Positive Aspekte des Samsung Galaxy Tab 10.1N:

  • schlankes und elegantes 10,1-Zoll-Tablet
  • drahtlose Konnektivität mit HSPA+, WLAN (802.11 a/b/g/n) und Bluetooth 3.0
  • lange Laufzeit

Negative Aspekte des Samsung Galaxy Tab 10.1N:

  • spartanische Anschlussausstattung
  • keine Speicherweiterung möglich, da kein Kartenslot
  • Veränderungen zum Galaxy Tab 10.1 nur kosmetischer Natur