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Test: (Samsung) Galaxy Nexus - Android 4.0 Flaggschiff (inkl. Video)

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Seite 3: Optik, Haptik und Ausstattung

Mit dem Galaxy Nexus stellt der Hersteller schon zum zweiten Mal das Google-Telefon für eine Major-Version von Android. Das letzte Mal hatten wir das Nexus S im Test (zum Hardwareluxx-Test), welches natürlich auch ein Update auf Android 4.0 bekommt.
Doch ausgeliefert mit Ice Cream Sandwich und schon komplett ohne Hardware-Buttons an der Front wird lediglich das Galaxy Nexus. Dabei setzt man auf ein 4,65-Zoll-Display, um trotz der Einblendung der digitalen Buttons noch genug Bildschirmdiagonale für den normalen Content zu haben. Das Display ist in das Gehäuse eingelassen, was sich direkt in den ersten Minuten bemerkbar macht. Schmutz setzt sich nämlich schnell und gerne in den Zwischenraum Gehäuse-Displayglas und will regelmäßig entfernt werden, wenn man auf die Optik des Telefons Wert legt. Sehr erfreulich hingegen ist die Notification-LED, die sich mittig unter dem Display befindet. Leider ist die Blinkrate etwas langsam, wodurch das Feature nur nutzt, wenn das Gerät auf dem Tisch liegt. Für einen schnellen Blick in die Tasche ist die LED etwas langsam.

Hardwareseitig hat das Nexus einiges zu bieten, wie wir zuvor ja schon erläutert haben. Lediglich bei der Kamera hat man gespart - 5 MP ohne nennenswerte Funktionen erscheinen für ein Smartphone dieser Preisklasse nicht angemessen. Die Ergebnisse sind ebenso enttäuschend, wie wir im Laufe des Tests noch feststellen werden (mit dem Galaxy Nexus gemachte Fotos gibt es ebenfalls im Laufe des Tests). Dafür liegt das Nexus sehr gut in der Hand: trotz 4,65-Zoll-Display kann man es dank der geringen Breite sehr gut bedienen - insofern man ein Mann ist bzw. große Hände hat. Die einhändige Bedienung geht gut von der Hand, kann aber - sollte man deutlich kleinere Diagonalen gewohnt sein - auf Dauer anstrengend werden.

Leider findet sich im Galaxy Nexus kein Steckplatz für eine microSD-Karte, die somit natürlich auch nicht als Massenspeicher am PC genutzt werden kann. Die Rückabdeckung, unter der sich lediglich Akku und SIM-Kartenfach verstecken, besteht aus sehr dünnem Kunststoff, der zwar nicht besonders edel wirkt, dennoch einen stabilen Eindruck macht. Wer schon einmal ein Galaxy Note oder Galaxy SII in der Hand hatte, wird wissen, was gemeint ist. Insgesamt ist die Haptik des Telefons gut - aber keinesfalls überragend.

Das erste Fazit fällt durchwachsen aus: Das Smartphone ist schick, keine Frage. Es bietet sehr gute Hardware, darüber braucht man sich auch nicht zu streiten. Wieso man dies aber in einem - unserer Meinung nach - nicht angemessenem Gehäuse verpackt, bleibt unverständlich. Natürlich spart man durch den Einsatz von Kunststoff Gewicht, doch erwarten die Kunden bei einem Preis von rund 500 Euro auch einiges.