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Test: Nokia N9 mit MeeGo 1.2 (inkl. Video) - MeeGo 1.2 Harmattan

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Seite 7: MeeGo 1.2 Harmattan

Wie schon eingangs erwähnt, setzt man mit MeeGo 1.2 auf ein System, das bislang nicht viel Unterstützer findet. Wieso das so ist, ist unklar. Denn soviel sei verraten: das System ist frisch, schick und puristisch. Hier und da fehlt es noch an Feinschliff, wobei das bei anderen Systemen nicht unbedingt besser gelöst ist.
Nun aber zum System: Nokia setzt aktuell auf die Version 1.2 "Harmattan" und baut dabei auf verschiedenen Lockscreens. Vor dem eigentlichen Lockscreen gibt es einen Standby-Screen, der "always-on" ist und auf schwarzem Hintergrund die Uhrzeit und drei Symbole für Benachrichtungen zeigt (kann deaktiviert werden). Tippt man zweimal aufs Display oder drückt die Entsperren-Taste kommt der eigentliche Lockscreen zum Vorschein. Hier gibt es dann auch ein Hintergrundbild und weitere Informationen zu eingetroffenen Benachrichtungen. 


Entsperrt man das Handy dann vollständig, kommen die Startbildschirme zum Vorschein. Nokia teilt diese in drei Kategorien: der erste Screen zeigt alle installierten Applikationen, auf dem zweiten hat man einen Task-Manager untergebracht. Der dritte und zugleich letzte Screen ist die Benachrichtigungsanzeige. Hier treffen alle ungelesenen Benachrichtigungen und auf Wunsch auch der Social-Media-Feed ein, sodass man ggf. auf bestimmte Nachrichten reagieren kann. Drückt man auf die Leiste, die Uhrzeit und Empfangsqualität beherbergt, geht ein Quick-Settings Menü auf, in dem man WLAN, Bluetooth und Erreichbarkeitseinstellungen vornehmen kann. Zusätzlich finden sich Profile und eine Lautstärkeregelung in dem Menü. Damit sind eigentlich alle Menüs des Smartphones erklärt. Das restliche System bedient sich komplett über Gesten - dies im Detail zu erklären wäre wohl zu kompliziert und lässt sich in obigem Video deutlich besser erkennen.

Insgesamt gefällt uns MeeGo sehr gut, bietet es doch neben größtenteils intuitiver Bedienung noch die Integration vieler sozialer Dienste direkt im System (unter anderem Skype, Google Talk, Facebook, Twitter) und hat einige durchdachte Funktionen. Aufgrund der Alleinstellung auf dem Markt ist der App-Store leider nicht ganz so gut gefüllt, wie man dies von anderen Plattformen kennt - ebenso bietet der Browser nicht den gewünschten Funktionsumfang. Im Endeffekt ist MeeGo ein System für Individualisten und Bastler - denn die Linux-Basis lässt einiges zu.