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Test: LG Optimus 3D (inkl. Video)

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Seite 8: Android & 3D-Fähigkeit

Zum eingesetzten Android-Betriebssystem in der Version 2.2.2 bleibt nur zu sagen, dass wir uns das Update auf das durch die Android-4.0-Ankündigung nicht mehr ganz frische Gingerbread schon früher gewünscht hätten. Mit einem Release Ende des Monats können wir das Smartphone also nur in der alten Version testen. Da wir Android 2.x schon im früheren Reviews genauer erläutert haben, werden wir uns bei dieser Betrachtung auf die von LG beigefügten Apps sowie die veränderte Oberfläche konzentrieren.

Die Oberfläche erinnert an eine Mischung aus iOS und Samsungs Touchwiz und lässt sich entsprechend gut bedienen. Die beigefügten Widgets sind vom Design passend zum Launcher entwickelt worden und gliedern sich somit nahtlos in das UI ein. Die Benachrichtigungsleiste wurde um einige Schnellstartbuttons für integrierte Funktionen (WLAN, Bluetooth, etc) sowie einen Musikplayer erweitert - der Verlust von Gingerbread hält sich hier also in Grenzen. Die 7 Homescreens lassen sich nicht, wie bspw. bei HTCs neuer Sense-Oberfläche unendlich durchscrollen und sind trotz DualCore nicht zu 100 Prozent flüssig zu bedienen, hier hätten wir uns etwas mehr erwartet.

Dafür kann LG im Bereich 3D richtig auffahren: die Funktion an sich ist zwar nicht so ausgeprägt und stark wie beim EVO 3D, was auf jeden Fall auch an der geringen Auflösung des Displays liegt, kann aber dennoch begeistern. Auch hier finden wir aber, dass es sich mehr um eine technische Machbarkeitsstudie handelt, als dass die Funktion einen hohen Nutzwert hat. Dennoch - anders als HTC hat LG einen 3D Space eingerichtet, über den man zur 3D-Galerie, der Kamera und einer Anleitung gelangt. Zudem findet sich ein Link auf LG's 3D-Channel bei YouTube und eine Auswahl an vorinstallierten Spielen (NOVA, Asphalt 6, Lets Golf 2, Gullivers Reisen). Alle hier genannten Features lassen sich aber auch direkt über die Anwendungsseiten im System anwählen, der 3D Space ist nur eine erste Hilfe für 3D-Smartphone Neulinge. Hier hat man absolut den richtigen Riecher gehabt - die große Auswahl an 3D-Erlebnis bietet dem Smartphone gegenüber der Konkurrenz einen richtigen Mehrwert.

Dennoch: die geringere Auflösung im Vergleich zum EVO 3D ist nicht zu übersehen und wirkt sich gerade im 3D-Modus bei halbierter vertikaler Auflösung aus - hier wird das Bild sichtbar körnig und trübt den Gesamteindruck.

Videoreview des LG Optimus 3D - HTML5-Version auf YouTube

Der nachfolgende Abschnitt beschreibt die verwendete Technik, er wurde - da es sich um die gleiche Technik wie beim EVO 3D handelt - aus dem entsprechenden Artikel übernommen:

"Die 3D-Funktion basiert auf der Parallaxschranken-Technik, bei der eine Schicht aus flüssigen Kristallen zum Einsatz kommt, die als vertikale Schlitze angeordnet werden. Sind diese Kristalle transparent geschaltet, nimmt man ein 2D-Bild wahr. Wird der Lichtfluss jedoch in bestimmten Richtungen geblockt, kann man für das linke und rechte Auge verschiedene Bilder erzeugen. Dadurch halbiert sich die vertikale Auflösung und für den Menschen entsteht die dreidimensionale Täuschung. Dabei muss das Gerät in einem bestimmten Abstand und passend zu den Augen ausgerichtet werden - ansonsten sieht man nur zwei übereinander geschobene Bilder, die einfach unscharf wirken. Trifft man jedoch den richtigen Punkt, erhält man einen sehr schönen 3D-Effekt.

Der Nachteil: durch die zusätzliche Flüssigkristallschicht wird dem Display Helligkeit genommen - um also die gleiche Helligkeit wie ein nicht 3D-Smartphone zu erreichen, ist deutlich mehr Leuchtkraft vonnöten, wodurch sich die Akkulaufzeit verringert. Weiterhin ist das brillenlose 3D noch nicht nebenwirkungsfrei - so ist der Effekt eine erhöhte Anstrengung für unsere Augen und erzeugt bei manchen Menschen auch starke Kopfschmerzen. Und wie schon erwähnt ist die Bewegungsfreiheit im Gegensatz zur passiven 3D-Technik mit Polarisationsbrillen deutlich eingeschränkt. "