> > > > Test: HTC EVO 3D (inkl. Video)

Test: HTC EVO 3D (inkl. Video)

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 8: Android & 3D-Fähigkeit

Zum eingesetzten Android-Betriebssystem in der Version 2.3.3 müssen wir wohl nicht mehr viel sagen - hohe Anpassbarkeit gepaart mit einem guten "App-Store" bilden die Grundlage des Systems. Ersteres hat HTC schon bei früheren Smartphones schamlos ausgenutzt und damit die aktuell wohl beliebteste Oberfläche geschaffen: "HTC Sense". In der aktuellen Version 3.0 (die auf allen neueren HTC-Smartphones zum Einsatz kommt) hat der Hersteller viele Verbesserungen eingebaut. So gibt es nun eine komplett neue Wetterapplikation mit besseren Animationen und Soundeffekten. Weiterhin hat HTC aber auch wirklich praktische Features eingebaut. So dient der Lockscreen nicht mehr länger nur als "leerer Platz" - bis zu 4 Applikationen kann man nun auf diesem abspeichern. Zieht man eine von ihnen in den Unlock-Ring, startet direkt die gewünschte Applikation. Was vor Allem für Schnappschüsse mit der integrierten Kamera praktisch ist, kann auch eine schnelle E-Mail oder einen Kalendereintrag beschleunigen.

Zusätzlich lassen sich auf dem Lockscreen noch verschiedene Widgets platzieren. Unter anderem bietet man Aktienkurse, den Friend Stream oder auch eine Wetterapplikation. Das Instant-Capture-Feature ermöglicht wirkliche Schnappschüsse, da die Kamera nun direkt nach dem Druck auf den Auslöser das Foto macht. Ebenso praktisch: der unendliche Homescreen. Gelangt man an das Ende der 7 Homescreens, beginnt man wieder beim Ersten. Insgesamt wurden viele Animationen, 3D-Effekte und praktische Neuerungen eingeführt, sodass man die Sense-Oberfläche in weiten Teilen sinnvoll verbessern konnte.


Videoreview des HTC EVO 3D - HTML5-Version auf YouTube

Die 3D-Funktion basiert auf der Parallaxschranken-Technik, bei der eine Schicht aus flüssigen Kristallen zum Einsatz kommt, die als vertikale Schlitze angeordnet werden. Sind diese Kristalle transparent geschaltet, nimmt man ein 2D-Bild wahr. Wird der Lichtfluss jedoch in bestimmten Richtungen geblockt, kann man für das linke und rechte Auge verschiedene Bilder erzeugen. Dadurch halbiert sich die vertikale Auflösung und für den Menschen entsteht die dreidimensionale Täuschung. Dabei muss das Gerät in einem bestimmten Abstand und passend zu den Augen ausgerichtet werden - ansonsten sieht man nur zwei übereinander geschobene Bilder, die einfach unscharf wirken. Trifft man jedoch den richtigen Punkt, erhält man einen sehr schönen 3D-Effekt.

Der Nachteil: durch die zusätzliche Flüssigkristallschicht wird dem Display Helligkeit genommen - um also die gleiche Helligkeit wie ein nicht 3D-Smartphone zu erreichen ist deutlich mehr Leuchtkraft vonnöten, wodurch sich die Akkulaufzeit verringert. Weiterhin ist das brillenlose 3D noch nicht Nebenwirkungsfrei - so ist der Effekt eine erhöhte Anstrengung für unsere Augen und erzeugt bei manchen Menschen auch starke Kopfschmerzen. Und wie schon erwähnt ist die Bewegungsfreiheit im Gegensatz zur passiven 3D-Technik mit Polarisationsbrillen deutlich eingeschränkt.