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Test: Motorola XOOM - der Erstling (inkl. Video) - Android Honeycomb 3.0

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Seite 8: Android Honeycomb 3.0

Über Honeycomb wurde schon vieles erwähnt. So ist die Version 3.0 von Google speziell für Tablets angepasst worden. Eine neue Notification-Bar, die immer sichtbar ist, ist am unteren Rand des Screens angeordnet. So fallen die Hardware-Buttons für Funktionen wie "Zurück", "Home" oder den "App Switcher" weg - diese finden sich als drei Icons in der linken Ecke. Die rechte Ecke ist mit einer Uhr, WLAN-Signalanzeige sowie dem Akkustand ausgestattet. Ein kurzer Tipp darauf bietet weitere Informationen wie das aktuelle Datum oder die Akkustärke in Prozent und den Namen des WLANs. Klickt man auf das Einstellungsicon, so werden einige Schnellzugriffsfunktionen angeboten - u.a. die Regulierung der Bildschirmhelligkeit, Einstellen der Funkverbindungen sowie ein Link in die Einstellungen des Tablets. Links neben der Uhr werden ggf. Icons von laufenden Applikationen oder Notifikationen angezeigt. Bekommt man eine neue E-Mail, sieht man dies direkt und kann darauf reagieren. Insgesamt gefällt uns die Notification-Bar sehr gut, wenngleich sie auch ein Stück des zur Verfügung stehenden Platzes einnimmt. In puncto Anpassungen hält sich Motorola zurück und liefert das Honeycomb-Tablet in der Standardausführung aus - Design und Apps sind so, wie von Google vorgesehen. Anders als andere Mitbewerber setzt Motorola hier nicht auf zusätzliche Software oder ähnliches.

 
Videoreview des Motorola XOOM - HTML5-Version auf YouTube

Wie im Video zu sehen, läuft Honeycomb an manchen Stellen noch nicht ganz rund. Das berühmte Android-Ruckeln fällt gerade beim Wechsel der Homescreens auf und vermittelt einen doch etwas unfertigen Eindruck. Probleme mit abstürzenden Applikationen oder nicht funktionierenden Widgets sollte es mit dem für deutsche Nutzer noch nicht erhältlichen 3.1-Update nicht mehr geben. Zudem wird Google die App-Switcher-Leiste erweitern, sodass deutlich mehr Applikationen als bislang angewählt werden können. Weitere wichtige Features sind ein USB-Host-Modus sowie ein genereller Performance-Schub in Sachen HD-Wiedergabe und der Beseitigung der angesprochenen Ruckler.

Weniger gefallen hat uns der Market, der keine klare Trennung zwischen Tablet und Smartphone kennt (zumindest außerhalb der USA). Gefeaturete Tablet-Applikationen findet man nicht, bislang ist man auf Listen von Nutzern angewiesen, wie sie in einschlägigen Foren zu finden sind. Hier sollte Google dringend nachbessern - aber auch die Entwickler sind gefragt, denn bislang finden sich nur wenige Tablet-Applikationen im Market. Insgesamt ist Honeycomb noch am Anfang - dafür ist das System schon sehr weit. Trotzdem braucht es noch einige Optimierungen um in Sachen Smoothness an Systeme wie iOS heranzukommen.