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Test: Livescribe Echo Smartpen & App Store - Livescribe Desktop

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Seite 2: Livescribe Desktop

Die mitgelieferte Software hört auf den Namen „Livescribe Desktop“ und bildet die Schnittstelle zwischen Nutzer und Stift. Hier sind alle Notizbücher in einer Spalte vertreten, in denen man aktuell schreibt oder einmal geschrieben hat. Über den Dateimanager lassen sich einzelne Dokumente oder ganze Notizbücher inklusive derer Audioaufnahmen auch löschen, sollte der Speicherplatz einmal ausgereizt sein.

Ist der Stift angeschlossen, erkennt die Software diesen automatisch und überträgt die neuen Inhalte. Dies geht trotz der verbauten USB-Schnittstelle unterdurchschnittlich langsam vonstatten. Ebenso leidet die Software während der Übertragung auf nicht so performanten Computern und reagiert nur noch träge auf Eingaben. Die ersten Schritte mit dem Programm sind durch die verschiedenen Einstellmöglichkeiten leider nicht so intuitiv wie die Einführung mit dem Stift. Hier hätten wir uns ebenfalls eine interaktive Anleitung gewünscht, um das Erfolgserlebnis der ersten Schritte mit dem Stift auch bei der Software einsetzen zu lassen. Der Export von Dateien ist sowohl als PDF-Dokument (ohne Audio), als sogenannter Pencast oder zu einem externen Programm wie z.B. MyScript möglich.

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Der Pencast kann jedoch erst genutzt werden, wenn man einen Account bei Livescribe hat und die Daten auf den Server hochlädt. Das Hochladen kann gerade bei langen Mitschriften einige Minuten dauern. Sinn und Zweck dieser Pencasts ist es, sich Geschriebenes und die entsprechenden Aufzeichnungen im Nachhinein immer wieder anhören zu können, sodass man auch bei teils nicht ganz klaren Notizen immer weiß, worum es geht. Soll dieser Pencast nur für bestimmte Personen sichtbar sein, müssen diese ebenfalls einen Account bei Livescribe erstellen. Für dauerhafte Zusammenarbeiten ist dies sicherlich kein Problem, für einmalige Ereignisse jedoch eher mühsam. 

Die Freigabe eines Pencasts dauerte beispielsweise beim ersten Mal recht lange, weil ein kleines verstecktes Feld für den Namen des Pencasts nicht ausgefüllt wurde. Sie kann nur stattfinden, wenn dieses Feld ausgefüllt ist. Der Hersteller könnte hier nachbessern und das Feld deutlich in den Vordergrund rücken. Ebenso ist die Software nicht für kleine Bildschirme geeignet. Schaut man sich auf diesen einen Pencast an und hat die Zoomfunktion genutzt um die Schrift lesen zu können, muss man manuell scrollen, wenn die Audioaufzeichnung das Ende des Bildschirms erreicht hat.

Weiterhin liefert der Hersteller bei dem Pro Pack die MyScript-Software mit, die die Handschrift umwandeln soll. Bei unserem Test hat dies bei einer unsauberen Schrift zwar funktioniert, war aber immer wieder von Fehlern geprägt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass bei einer solchen Schrift die nachträgliche Korrektur teils extrem viel Zeit in Anspruch nimmt. Insgesamt lässt sich die mitgelieferte Software als noch verbesserungswürdig einstufen.