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Test: Edifier Breathe - Luxus-Soundsystem für iPod und iPhone

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Seite 3: Weitere Details + Klangcheck

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Auch ein schöner Rücken kann entzücken – und sollte dies bei einem Wohnzimmer-System am besten stets auch tun, denn schließlich besteht die berechtigte Chance, dass das System frei im Raum steht. Edifier gestaltet die Rückseite aus einem matten Aluminium, dessen Oberfläche ein wenig „seidig“ wirkt und ungemein gut aussieht. Mission gelungen!

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Dass der iPod/das iPhone der bevorzugte Zuspieler sein sollte, wird bei einem Blick auf das weitere Anschlusspanel deutlich. Einzig einen 3,5-mm-Klinke-Eingang gibt es noch. Mit Hinblick auf den hohen Preis hätten es hier gerne noch ein oder zwei Eingänge mehr sein dürfen.

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Nicht nur das eigentliche Breathe, auch die Fernbedienung ist optisch gelungen. So entfernt sich Edifier von der klassischen Fernbedienungsform und setzt auf einen „Puck“. Das hat allerdings zur Folge, dass die Fernbedienung nicht allzu gut in der Hand liegt. Der Umfang hingegen kann voll und ganz überzeugen, denn es werden alle benötigten Funktionen geboten. Auch die Anordnung der Tasten geht in Ordnung.

Klangcheck:

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Nun soll es aber losgehen mit dem eigentlichen Test, schließlich erwarten wir einiges von unserem heutigen Testkandidaten.

Beginnen wollen wir dabei wie immer mit unserem Referenz-Song „Forgiven not Forgotten“, der uns nun schon eine ganze Weile begleitet und den wir bereits auf zahlreichen verschiedenen Boxensystemen genießen konnten. Hier offenbart das Breathe recht schnell ein ansprechendes Feingefühl, das eines deutlich zeigt: Edifier möchte mit seinem Luxus-iPod-Set mit Sicherheit kein Produkt anbieten, dass nur auf wummernde Bässe und eine maximale Lautstärke ausgelegt wurde. Stattdessen werden auch feinste Nuancen der anfänglichen Geige herausgearbeitet. So wirkt die Darstellung sehr natürlich aber nicht übertrieben analytisch.

Spätestens beim ersten Einsetzen der Drumms zeigt sich zudem, dass in dem kleinen Set auch ein ganz ordentlicher Bass steckt. Wie eingangs aber bereits vermutet, kommt es hier ganz darauf an, wo das Breathe aufgestellt wird. Bei unseren ersten Versuchen auf einem sehr leichten Ikea-Regal war der Bass ausgesprochen unpräzise und neigte immer wieder zu einem Wummern. Auf einer massiven Steinplatte hingegen läuft das Set im direkten Vergleich nahezu zur Hochform auf. Der Bass gewinnt ungemein an Präzision und macht eine ganze Menge Spaß.

Allerdings offenbart der von uns gewählte Song auch zwei Schwächen: Zum einen leidet der Bühnenaufbau natürlich unter der kompakten Bauform der All-in-One-Lösung. Zwar ist eine Rechts-Links-Unterscheidung erkennbar, eine klar gegliederte und gestaffelte Bühne wird aber nicht aufgezogen. Ein anderes Problem wird ebenfalls durch die Bauform bedingt und betrifft den Bassbereich. Edifier hat dem Breathe einen deutlich präsenten Oberbass gegönnt, von einem wirklichen Tiefbass kann aber nicht die Rede sein – hier fehlt es schier an Volumen und Membran-Fläche. Der Vorteil liegt aber ganz eindeutig darin, dass der kleine Woofer ungemein flott arbeitet.

Natürlich interessierte uns auch, wie sich das Breathe bei hohen Lautstärken schlägt. Hier konfrontierten wir Edifiers Set mit deutlichem Kontrast-Programm: Lady Gagas neue Single „Born this Way“ war nun angesagt. Hier zeigte sich, dass man es auch durchaus einmal krachen lassen kann. Bei einer zu weit gesteigerten Lautstärke – die dann aber zugegebenerweise auch deutlich über einer normalen Raumlautstärke liegt – neigt unser Testkandidat recht leicht zu Clipping und der Bass zum konturlosen Wummern. Für die reine Partybeschallung ist das Breathe also nicht wirklich geeignet – und genau genommen auch viel zu schade.