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Apple iPhone 3GS im Maxi-Test

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Seite 13: iPhone 3GS - Tethering

Ebenfalls neu in der iPhone Firmware 3.0 ist die Tethering-Funktion. Theoretisch verfügbar ist diese bei allen iPhones mit UMTS-Unterstützung. Das iPhone der ersten Generation bietet diese nicht, also auch kein Tethering. Tethering beschreibt die Funktion, die Internetverbindung des iPhones an einen Computer via Bluetooth oder USB-Kabel weiterzugeben. Dabei geht Apple aber einen etwas anderen Weg als dies die meisten Mobiltelefon-Hersteller tun. Anstatt eines Modem-Interface setzt Apple auf ein PAN (Personal Area Network) und umgeht damit einige umständliche Protokollschichten.

Ist das iPhone per USB-Kabel verbunden oder via Bluetooth gekoppelt, wird eine eigene Netzwerk-Verbindung eingerichtet. Das iPhone fungiert dabei als Router und leitet die Daten einfach nur weiter. Die Verbindung mit dem USB-Kabel hat den Vorteil einer stabilen Verbindung sowie der Tatsache, dass der Akku gleichzeitig auch geladen wird. Wer auf das Kabel verzichten möchte, der nutzt Tethering einfach über die Bluetooth-Verbindung. Dabei sorgt die bestehende Bluetooth-Verbindung sowie der Datenverkehr über das Datennetz für einen erhöhten Stromverbrauch. Apple hat dennoch versucht, diese Funktion so stromsparend wie nur möglich zu implementieren, was auch gelungen ist. Tethering funktioniert auch wenn das iPhone-Display ausgeschaltet ist und läuft ebenso als Hintergrund-Prozess. Eine Zugfahrt von sechs Stunden überstand der iPhone-Akku bei aktiviertem Bluetooth-Tethering ohne Probleme, danach sollte das iPhone aber geladen werden.

Das iPhone 3GS unterstützt HSDPA mit bis zu 7,2 MBit pro Sekunde und kann diese theoretische Geschwindigkeit auch per Tethering weitergeben. Mit 3,6 MBit pro Sekunde hingegen arbeitet das iPhone 3G, was sich in einem gut ausgebauten Mobilfunknetz auch deutlich bemerkbar macht. Großes Manko der beiden Geräte ist die Tatsache, dass kein HSUPA unterstützt wird und so der Upload der eigentlich begrenzende Faktor der Datenverbindung ist. Wer also die volle Geschwindigkeit ausnutzen möchte, der sollte weiterhin auf einen UMTS-USB-Stick zurückgreifen, der sowohl HSDPA und HSUPA mit voller Übertragungsrate unterstützt.

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Doch um Tethering nutzen zu können, muss erst ein IPCC-Profil eingespielt werden. Momentan ist dies noch mittels iTunes oder dem Zusenden eben dieser Datei per E-Mail möglich. In Deutschland aber verbietet T-Mobile derzeit die Nutzung von Tethering und will im September einen entsprechenden Tarif anbieten. Der von T-Mobile eingerichteten Einschränkung sowie den Zusatzkosten haben wir bereits einen eigenen Artikel gewidmet.