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  1. #1
    Oberstabsgefreiter Avatar von Crow
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    Standard Switch-Empfehlung / Kaufberatung

    Hallo zusammen,

    vorweg: ich habe den Thread extra hier gestartet da ich glaube das hier doch mehr aus dem professionellen Umfeld kommen

    Ich versuche gerade in meiner Firma das Netzwerk etwas zu optimieren und vorallem erstmal zu dokumentieren...hier wurde leider 25 Jahre lang nur "gefrickelt"... nunja nachdem wir das ganze Gebäude mit neuen Cat6-Kabeln sowie dazugehörigen Cat6A Patchpanels versehen haben stellt sich die Frage nach neuen Switchen!

    Ausgangssituation: 60x Ports in Benutzung - verteilt auf:

    2x 16 Port Dlink 1Gbit Switch in Serverschrank
    2x 16 Port Dlink 1Gbit Switch in Netzwerkschrank
    1x 16 Port Dlink 100Mbit Switch in Netzwerkschrank

    Zusätzlich stehen in vielen Büros nochmal 5-Port Dlink 1Gbit Switche!

    Nutzung:
    50% Entwicklung d.h. große Datenmengen + häufige Zugriffe (auf Datenbanken/virtuelle Maschinen/Dateiserver)
    50% Hotline und Verwaltung: geringere Datenmenge aber Arbeit mit vielen serverbasierten Applikationen (Ticketsysteme, Warenwirtschaft)

    Ich hatte mir nun überlegt diese vorhandenen Switche gegen 2x HP ProCurve 2510G-48 auszutauschen!

    Nun meine Frage: Es gibt enorme Preisunterschiede zwischen den unterschiedlichen Herstellern und innerhalb der Hersteller zwischen den Produktserien.. worauf muss ich achten? Gibt es Empfehlungen von euch, wenn ja warum?

    Grüße
    Kai Oeste
    "I pledge allegiance to the Flag of the United States of America, and to the Republic for which it stands, one Nation under God, indivisible, with liberty and justice for all"

  2. #2
    Stabsgefreiter
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    Standard

    Zunächst mal: Der HP 2510 ist keine schlechte Wahl, im Gegenteil. Wir setzen den bei kleinen Projekten auch oft und gern ein.

    Zum Netz:
    Das A und O ist NICHT der Swtch, es sind auch NICHT die Kabel, sondern eine überlegte STRUKTUR. Auch HighEnd-Switche können nix reißen, wenn der Datenverkehr nicht sinnvoll geplant, die Netze und Subnetze nicht entsprechend strukturiert sind.

    Deshalb: Wenn ihr eine saubere Planung der Infrastruktur habt, dann könnt ihr den 2510 nehmen. Der kostet nicht viel und erledigt in solchen Netzen seinen Job meist hervorragend.

    Wenn ihr bisher noch nicht sauber geplant habt, und zwar mit Erfahrung und knowhow im Rücken, dann wendet euch an jemanden der es kann. Das kostet zwar Geld, aber letztlch hilft es nix, Kohle nur in Hardware zu investieren. Das geht meistens schief.

    Backbone

  3. #3
    Oberstabsgefreiter Avatar von Crow
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    Zitat Zitat von Backbone Beitrag anzeigen
    Zunächst mal: Der HP 2510 ist keine schlechte Wahl, im Gegenteil. Wir setzen den bei kleinen Projekten auch oft und gern ein.

    Zum Netz:
    Das A und O ist NICHT der Swtch, es sind auch NICHT die Kabel, sondern eine überlegte STRUKTUR. Auch HighEnd-Switche können nix reißen, wenn der Datenverkehr nicht sinnvoll geplant, die Netze und Subnetze nicht entsprechend strukturiert sind.

    Deshalb: Wenn ihr eine saubere Planung der Infrastruktur habt, dann könnt ihr den 2510 nehmen. Der kostet nicht viel und erledigt in solchen Netzen seinen Job meist hervorragend.

    Wenn ihr bisher noch nicht sauber geplant habt, und zwar mit Erfahrung und knowhow im Rücken, dann wendet euch an jemanden der es kann. Das kostet zwar Geld, aber letztlch hilft es nix, Kohle nur in Hardware zu investieren. Das geht meistens schief.

    Backbone
    nunja ich würd behaupten das wir als Softwarehaus mit Rechenzentrumsbetrieb durchaus in der Lage sind ein Netzwerk zu planen... gehen wir einfach mal davon aus das das Netzwerk einwandfrei aufgebaut ist - da Interessieren mich die Unterschiede der Switche... wenn ich schon höre "..bei kleinen Projekten.." ich werd wohl mehrere Tage/Wochen brauchen um die 2x 2510G-48 überhaupt genehmigt zu bekommen da natürlich immer die Frage kommt "können das die bestehenden Dlinks nicht auch?"

    Grüße
    Kai
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  4. #4
    Moderator Avatar von fdsonne
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    Zitat Zitat von Crow Beitrag anzeigen
    nunja ich würd behaupten das wir als Softwarehaus mit Rechenzentrumsbetrieb durchaus in der Lage sind ein Netzwerk zu planen...
    Neja wenn ihr bei so vielen benötigten Anschlüssen haufenweise kleine 5Port / 16Port Switche verwendet um das ganze zu Kaskadieren, dann scheint es bei der Planung ja nicht gerade gut gelaufen zu sein...

    Es bringt nämlich recht wenig die Server an einen Switch zu klemmen, die User dann an nen anderen und diese beiden dann über nen dünnen GBit Flaschenhals zu verbinden...

    Falls es von den Ports her dünn wird, dann lieber den Uplink trunken oder gleich die Switches als Stack aufbauen, sofern das machbar ist.

    Ich denke mal, wie Backbone schon sagte, muss zuerst einmal eine Planung her, danach kann beschafft werden. Ohne diesen Plan macht es wenig Sinn über die Hardware zu sprechen, einfach weil die Anforderungen an die Technik mit dem Plan stehen und fallen...
    Workstation: 2x Intel Woodcrest Xeon 5160@3560,03MHz (WR) | Tyan Tempest i5000XL | 2x1+2x4GB Kingston Value FB-Dimm DDR2-667 CL5 | PoV GF465@470GTX 1280MB@750/1550MHz@1,1V | Audigy 2 ZS | HPT RocketRaid 2300 | 1x160GB Samsung SATA; 2x320GB WD SATA non Raid; 4x500GB WD RE SATA@Raid5 | Windows 7 Prof. 64Bit
    ESX Server: 2x Intel Woodcrest Xeon 5150@2660MHz | Intel S5000PSL SATA | 6x1+2x1GB Samsung/Kingston FB-Dimm DDR2-667 CL5 | Nvidia Quadro NVS 280 | 1x120GB Samsung SATA; 1x1TB Hitatchi SATA | ESXi 4.0.0
    Fileserver: 1xPentium 4 3,0GHz | Asus P4C800 Deluxe | 1x512MB Corsair DDR333 CL2 | Asus Geforce 4 TI 4200 64MB | 1x160GB Samsung SATA; 2x160GB Maxtor IDE non Raid; 1x250GB Seagate IDE; 2x320GB WD SATA non Raid; 1x500GB Seagate SATA | Windows Server 2003 R2 32Bit Standard

  5. #5
    Stabsgefreiter
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    Zitat Zitat von Crow Beitrag anzeigen
    Ausgangssituation: 60x Ports in Benutzung - verteilt auf:

    2x 16 Port Dlink 1Gbit Switch in Serverschrank
    2x 16 Port Dlink 1Gbit Switch in Netzwerkschrank
    1x 16 Port Dlink 100Mbit Switch in Netzwerkschrank

    Zusätzlich stehen in vielen Büros nochmal 5-Port Dlink 1Gbit Switche!
    Zitat Zitat von Crow Beitrag anzeigen
    nunja ich würd behaupten das wir als Softwarehaus mit Rechenzentrumsbetrieb durchaus in der Lage sind ein Netzwerk zu planen...
    Irgendwie passt das, sorry, so gar nicht zusammen. Aber ok, ich hat schon bei einem der Top5-Ebay Händler in Deutschland gestanden und bin aus dem Staunen nicht mehr raus gekommen wie lange man mit drittklassiger Hardware und ohne richtige Planung weiter wurschteln kann....

    Jetzt noch mal ohne böse Ironie: die 2510er sind völlig ok, haben tolle Garantieleistungen und funktionieren auch dann unbeeindruckt weiter, wenn mal ein einzelner Port ausfällt. Und nein, die sind NICHT teuer. Auch wenn das der Chef nicht so gerne hört, das sind low-end Switches die für das was sie können und bieten einen sehr sehr attraktiven Preis aufrufen. Letztlich sollte das Stück nicht viel mehr als 1100€ (netto) kosten. Bei zwei stück ist das in vielen Fällen nicht mal der Gegenwert eines Mitarbeitermonatslohns.

    Backbone

  6. #6
    Korvettenkapitän Avatar von Killer Chris
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    Ist das nicht häufiger so?

    Bei den Kunden alles Tip-Top und in der eigenen Firma ist das alles ein wenig gebastel mit der Begründung "läuft doch, warum also unsere Leute von der Arbeit bei anderen abhalten die andere uns bezahlen statt bei uns 'unbezahlt' arbeiten lassen" ?

    Allerdings sollte der Chef dann schon wissen warum die entsprechenden Switches sinn machen...
    Geändert von Killer Chris (23.04.10 um 20:22 Uhr)

  7. #7
    Hauptgefreiter Avatar von moerfinator
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    Hi,
    Man könnte das ganze auch auf einem Modularen Cisco aufbauen.
    Da kannst du dann 2*48 Port einschüber reinhauen und noch mehr.
    Der vorteil bei einem Switsh ist es Schneller ist als wenn es über mehr Switshes geht.
    Gebrauchte Cisco Switsches giebt es schon für 200-300€.
    MFG Moerfinator
    Irren ist Menchlich, aber für das totale Chaos braucht man Computer!
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  8. #8
    Oberstabsgefreiter Avatar von Crow
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    Zitat Zitat von Backbone Beitrag anzeigen
    Irgendwie passt das, sorry, so gar nicht zusammen. Aber ok, ich hat schon bei einem der Top5-Ebay Händler in Deutschland gestanden und bin aus dem Staunen nicht mehr raus gekommen wie lange man mit drittklassiger Hardware und ohne richtige Planung weiter wurschteln kann....

    Jetzt noch mal ohne böse Ironie: die 2510er sind völlig ok, haben tolle Garantieleistungen und funktionieren auch dann unbeeindruckt weiter, wenn mal ein einzelner Port ausfällt. Und nein, die sind NICHT teuer. Auch wenn das der Chef nicht so gerne hört, das sind low-end Switches die für das was sie können und bieten einen sehr sehr attraktiven Preis aufrufen. Letztlich sollte das Stück nicht viel mehr als 1100€ (netto) kosten. Bei zwei stück ist das in vielen Fällen nicht mal der Gegenwert eines Mitarbeitermonatslohns.

    Backbone
    Nunja es gibt gewachsene Strukturen und komplette Neuplanungen - in unserem RZ läuft ein HP C3000 Blade Center inkl MSA2000fc... das war eine
    Neuplanung! Nur innerhalb der Firma gibt es halt immer die Diskussion "Was bringt es uns genau? Es (die historische gewachsene Frickellösung) läuft doch auch so.." und genau DAS ist ja mein Punkt!

    Irgendwo muss ich halt mit der Argumentation anfangen... und für mich bedeutet das erstmal die zentrale Drehschreibe unseres Netzwerkes (sprich die 2x 48 Port Switche) auf einen höheren Stand zu bringen...

    Grüße
    Kai
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  9. #9
    Kapitän zur See
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    Bei uns im Unternehmen wurden innerhalb der letzten Jahre einige größere Ansammlungen 24-Port Switches (primär HP ProCurve 2424M und 2425) gegen 4204 und 4208 GL getauscht.

    Seitdem läufts deutlich reibungsloser.

    Teilweise sah's auch noch schlimmer aus (ganze Stockwerke über 24 Port unmanaged Switches von Netgear und Level 1 verkabelt etc.).

    Manchmal kann man sich echt nur noch wundern dass überhaupt noch was geht.
    Hauptrechner: Core2Quad Q9550 2,83 GHz, 8 GB Kingston HyperX DDR2-800 Black Edition, Asus P5Q PRO, EVGA GeForce GTX 285 SSC, Auzentech X-Fi Forte 7.1, Intel X25-M, WD VR 300 GB, WD6400AAKS, Pioneer DVR-216DBK, PC Power & Cooling Silencer 500 W, Lian Li PC-7 SE III, Dell UltraSharp 2408 WFP
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  10. #10
    Oberstabsgefreiter Avatar von Crow
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    Zitat Zitat von H_M_Murdock Beitrag anzeigen
    Bei uns im Unternehmen wurden innerhalb der letzten Jahre einige größere Ansammlungen 24-Port Switches (primär HP ProCurve 2424M und 2425) gegen 4204 und 4208 GL getauscht.

    Seitdem läufts deutlich reibungsloser.

    Teilweise sah's auch noch schlimmer aus (ganze Stockwerke über 24 Port unmanaged Switches von Netgear und Level 1 verkabelt etc.).

    Manchmal kann man sich echt nur noch wundern dass überhaupt noch was geht.
    Hi!

    Also ich habe nun folgende Kombi für unseren Core näher ins Auge gefasst:

    1x HP ProCurve 2910al-48G
    1x HP ProCurve 2910al-24G (Uplink mit 4x Gigabit als Trunk)

    oder

    1x HP ProCurve 4208vl-72GS

    Was sind die Vorteile des 4208 gegenüber einer "klassischen" - non modularen Serie? Kannst du mir ein wenig über den 4208 berichten?

    Danke!


    Grüße
    Kai
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  11. #11
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    Der Vorteil solcher modularen Switche ist, dass jedes Modul an der Backplane hängt und damit die volle switching Leistung in jeder Kombination zur Verfügung steht.

    Wenn man jetzt mal dein kleines Beispiel heranzieht und alle User vom 24G zum 48G switchen wollen, geht dein ganzer Traffic über den kleinen Trunk und das führt zu extremen Einbußen.

    Dahingegen können alle user auf einem 24G Modul im 4208 mit allen Usern auf einem anderen 24G Modul mit vollen Speed geswitcht werden.

    Man muß das aber auch mit seiner Struktur abgleichen. Wenn du nur 1 Server hast und dieser auch nur mit 1x gbit angebunden ist und alle User eh nur mit dem Server reden sollen, dann macht es keinen Sinn hier nen 4208 (oder 02 oder 04) zu verwenden. Da eh alles mit dem Server steht und fällt. Eine solches Netz ist aber auch nicht sehr anspruchvoll und es kann hier zu einer kleinen Lösung gegriffen werden.

    Wer hingegen schon ein Netz hat, wo einiges an Troughput anfällt, der sollte hier schon zu einem modularen Switch greifen. Ob es nun das 08er sein muß ist eine andere Sache. Das 04er geht glaube bis 80Ports. Kommt halt drauf an, was in deinem Netz noch wachsen soll. Mit dem 08er hast du auf jeden Fall etwas(50%) Luft nach oben.
    Geändert von underclocker2k4 (28.04.10 um 15:46 Uhr)

  12. #12
    Vizeadmiral Avatar von DaReal
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    Es kommt ja auch drauf an WIE die ganzen Switches in der Firma verteilt sind ... wenn mehrere Switche überall verstreut sind dann ist das umrüsten auf einen Core-Switch sicher umständlicher.

    Also sollte man sich schon überlegen, wie die Strukturierung am besten ist, was Bandbreite und Portanzahl angeht. Was nützt es einem nen "günstigen" Coreswitch hinzustellen, wenn man dann 90% der Leitungen neu ziehen muss ... ?

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