Wie schon in den ersten Posts richtig erkannt macht es nicht viel Sinn ein NT mit einen langen Drahtwiderstand zu belasten und dann zu sagen: "Hey bei einer Länge von unter 18m schaltet es ab"

Damit kann keiner etwas Anfangen und Kaputt geht das NT möglicherweise auch.
Also habe ich mir eine Schaltung überlegt mit der ich die Last möglichst Stufenlos erhöhen kann und alle wichtigen Parameter (Spannung, Strom und Tempteratur) überwachen kann.
Hier mal mein Schaltplan:

(Sorry für die schlechte Qualität. Handykamera und Top Lichtverhältnisse sind schuld

)
Gesteuert werden soll alles über einen Micro Controller(µC), den habe ich hier aber noch nicht mit eingezeichnet.
Meine Testplatine
Grundsätzlich kommt aber ein Analoges Signal vom µC an den Leistungseinstellungs Punkt auf der Zeichnung. Je nach µC wird dafür ein Analoger Ausgang genommen oder ich muss ein PWM Ausgang nehmen wobei ich da das Signal dann noch vorher Glätten muss.
Da der µC aber auf seinem Ausgang keine großen Ströme schalten kann und ich mindestens 100mA (Ich weiß das ist nicht sehr viel aber für einen µC schon eine echte Hürde) benötige habe ich noch einen Transistor vor die eigentlichen Leistungstransistoren vorgeschaltet.
Bei den Leistungstransistoren wird es sich entweder um
TIP 142 oder
BDW 83C Transistoren handeln. Wenn einer von euch bessere Vorschläge hat immer her damit. Vorraussetzungen sind Ic min 10A Dauerlast und Ptot min 125W.
Hier mal Bilder der Transistoren
Bei den Transistoren tauchten dann auch schon die ersten Probleme auf. Das erste war: überhaupt geeignete Transistoren zu finden die entsprechende Ströme auch bei höheren Temperaturen vertragen. Die meisten Transistoren haben in dieser Leistungsklasse nähmlich das Problem, dass die mit jedem °C über 25°C bis zu 2Watt Verlustleisung weniger vertragen. An sich ist das natürlich auch kein Problem, denn dann nimmt mal einfach einen Transistor mehr und Problem gelöst. Da ich aber Schüler bin und das Projekt desshalb auch etwas bezahlbar bleiben muss ist jeder Transistor weniger besser

.
Das zweite Problem ist, da das Thema Wasserkühlungs-Tester bei mir immer mehr in den Vordergrund rückte, sollte bei 300-400Watt noch lange nicht schluss sein. Man bedenke nur mal Bundymanias MORA3 Vergleichstest bei dem der MORA selbst bei über 800Watt nicht ansatzweise überfordert bzw. an der Leistungsgrenze war. Da auch ich einen Mora besitze will ich diesen aber mal komplett auslasten können.
Meine Dimensionierung sieht vor, dass Jede Phase mindestens 30A verkraften muss. Hintergrund ist mein NT welches 30A pro 12V Rail macht. Aktuell Plane ich dem NT-Tester 10 Phasen zu verpassen

Dies Entspricht bei herkömmlichen PC NTs bei 30A pro Phase 3600Watt

Ich hoffe das ich damit den Mora auslasten kann

Zumindest in der Theorie.
Gehen wir also weiter im Schaltplan. Da ich keine Transistoren gefunden habe, die 30A vertragen muss ich sie Parallel schalten um den Strom auf mehrere zu verteilen. Über die seperaten Vorwiderstände sollen die dann so eingestellt werde, dass sich der Strom auf die Transistoren gleich aufteilt. Dabei ist dann mein Nächstes Problem aufgetaucht. Die unglaubliche Streuung der Bauteile. Ich habe mir je 2 der verlinkten Transistoren zum testen gekauft. Bei den BDW 83C Transistoren war es so, dass einer für Ic=6A ca, 1,3mA benötigte, der andere nur 600µA. Da muss ich dann noch weiter nachgucken ob die denn ansosten gleiche Stromverstärkungskurven aufweisen...
Damit lass ich dann erstmal den Bereich der hohen Lasten hinter mir und gehe in der Schaltung weiter. Kühlung kommt dann im zweiten Teil der Technikerklärung.
Kommen wir zur Strommessung:
Die hohen Ströme möchte ich messen, indem ich mir einen Shunt baue. In meiner Zeichnung habe ich dort einen FET eingezeichnet. Ein Shunt ist ja im grunde nix anderes als ein sehr kleiner Widerstand der den entsprechenden Strom verkraften kann. FETs vertragen locker 30A und man regelt im Gegensatz zu Transistoren nicht den Strom der fließen kann, sonder den Widerstand des FETs. Sollte dies nicht klappen werde ich einfach die Abfallende Spannung über die Verbindungskabel messen. Dies werde mittels Operationsverstärker(OP) von Werten im Bereich 0-500mV auf 0-5V Verstärkt um sie mit µC leichter einlesen zu können. Über die Spannung wird dann mittels Ohmschen Gesetz R=U/I bzw. I=U/R der Strom berechnet.
Die Spannung werde ich entweder direkt über einen Spannungsteiler messen, wobei das sehr ungenau wird, oder ich werde hier mit einem Subtrahierer und einen anschlißeneden OP die Spannung messen. Die Schaltung mittels OP werde ich noch nachreichen und genauer erläutern.
Damit wäre der Elektrotechnik Teil soweit geschafft.