Moin,
wie einigen bestimmt bekannt gibt es seit Windows Vista die Option ein Sicherung des Systems mit Boardmitteln zu erstellen.
Ich werde in diesem Thread nun erklären, wie es möglich ist dieses Backup auf einen Windows Server 2008 R2 zu speichern. Dabei soll der Server automatisch starten, das Backup je nach Wunsch auch etc. Ich werde hier STück für Stück noch weitere Details einpfelgen
Inhaltzverzeichnis
Voraussetzung:
1. Vollautomatisches Backup- Server
- Freigabe eingerichtet auf Server für Backup
- Useraccount für das Backup auf dem Server
Zuerst richten wir das Windows-Tool ein, dazu geht ihr auf Start und gebt in der Suchleiste "Sichern und Wiederherstellen" ein, nun sollte die Suche auch das passende Tool anzeigen, durch klick darauf öffnet sich das Fenster. Dort klickt ihr nun auf Sicherung einrichten, in meinem Falle hieß die Option, da die Sicherung schon eingerichtet war Einstellungen ändern.
Nun sollte sich ein Assistent öffnen.
Im ersten Menü werdet ihr gefragt wo ihr das Backup speichern wollt, dort klick ihr auf In Netzwerk speichern.
Hier wählt ihr den FQDN eurer Netzwerkfreigabe also in meinem Fall \\hexcode-server\free4all und gebt unten den Benutzernamen und das dazugehörige Passwort ein. Durch klick auf OK wird die Netzwerkfreigabe gespeichert und ihr könnt anschließend diese als Speicherort auswählen. Also diese auswählen und auf Weiter.
Anschließend werdet ihr gefragt welche Daten gesichert werden sollen, ich entschied mich in meinem Fall dafür, die Ressourcen selbst auszuwählen, also die zweite Option.
Im darauf folgenden Dialog könnt ihr ankreuzen, welche Dateien/Ordner etc, ihr sichern wollt, dieser Dialog ist weitestgehend selbsterklärend.
Nach Klick auf weiter müsst ihr nur noch die Einstellungen bestätigen oder den Zeitplan, durch Klick auf Zeitplan einstellen konfigurieren, das Backup ist nun fertig konfiguriert.
Nun geht es ans Eingemachte: Der Server soll ja erst hochfahren, wenn das Backup ausgeführt werden soll, dazu muss der Server im Bios so konfiguriert werden, das er per Wake on LAN gestartet werden kann - ist dies der Fall benötigt ihr die wol.exe. Diese speichert ihr in einem Verzeichnis eurer Wahl. Dann öffnet ihr einen Editor und schreibt folgenden Code in diesen:
00248ca1e3e7 muss durch die MAC-Adresse der Netzwerkkarte des Server ersetzt werden, diese könnt ihr am Server über die Konsole durch Eingabe von ipconfig /all ermitteln. Diese Datei nennt ihr dann start.bat und speichert diese anschließend im gleichen Verzeichnis wie die wol.exe.wol.exe 00248ca1e3e7
Testet ob der Server startet indem ihr den Server ausmacht und die start.bat auf dem Client ausführt, normal sollte der Server nun starten.
Wenn wir grade schon dabei sind schreiben wir auch die für den Shutdown benötige Batch-Datei.
hexcode-server muss durch den Namen eures Server ersetzt werden. wartung durch einen zum Shutdown berechtigten Usernamen ersetzt werden, natürlich muss das Passwort dementsprechend auch angepasst werden. Durch diesen net use Befehl werdet ihr am server angemeldet. Im Shutdown muss hexcode-server auch noch durch den Servernamen ersetzt werden, die Batch speichert ihr nun im gleichen Verzeichnis wie zuvor als beenden.batnet use \\hexcode-server /user:wartung passwort
shutdown -s -m \\hexcode-server -t 40 -c "Geplanter Shutdown"
1.1 Server-Start als Aufgabe einrichten
Um das Startscript automatisch auszuführen bevor das Backup ausgeführt wird, bietet sich die Aufgabenplanung an, diese öffnet ihr durch Klick auf Start und anschließende Eingabe von Aufgabenplanung in die Suchleiste.
Dort klickt ihr oben auf Aktion->Aufgabe erstellen
Im sich öffnenden Fenster gebt ihr den Namen ein, beispielsweise "Server starten". Dann wechselt ihr in den Reiter Trigger, dort klickt ihr auf Neu...
Standardmäßig ist hier bereits eingetragen das es sich um einen nach einem Zeitplan geregelten Trigger handelt.
Hier konfiguriert ihr somit die Zeit zu dem der Trigger starten soll. Habt ihr das Backuptool so eingerichtet das es beispielsweise jeden Dienstag um 15Uhr starten soll, legt ihr den Trigger auf 14:50, dann ist der Server auch 100% hochgefahren wenn das Backup beginnt.
Durch Klick auf Ok wird das ganze bestätigt. Nun kehrt ihr zum Hauptfenster zurück und wechselt dort auf den Reiter Aktionen
dort Klickt ihr wieder auf Neu....
Im sich öffnenden Fenster klickt ihr auf Durchsuchen und wählt dort die eben angelegte start.bat und klickt auf Ok.
Die Aufgabe ist nun soweit fertig konfiguriert, also einen Klick auf Ok. Der Server sollte nun jeden Dienstag um 14:50 starten.
1.2 Nach erfolgreichem Backup den Server herunterfahren
Das Backupscript liefert nachdem es durchgelaufen ist die Ereignisid 4098 zurück.
Dies machen wir uns zu nutzen, wir erstellen wie bereits erklärt eine Aufgabe, also wieder Aufgabenplanung, Name vergeben.
Und erneut einen Trigger erstellen, dort wählen wir diesmal allerdings die Option "Bei einem Ereignis". Und wählen dann dort
Benutzerdefiniert und klicken wir auf Neuer Ereignisfilter.
Im sich öffnenden Fenster wählen wir Per Protokoll und geben als Protokoll Windows-Protokolle->Anwendungen ein. Zudem wählen wir die Option "Informationen". Als Ereignisid geben wir die 4098 ein.
Der Trigger ist nun erstellt, als Aktion der Aufgabe wählen wir diesmal statt die start.bat die beenden.bat
Die Aufgabe ist nun auch fertig konfiguriert.
Nun sollte theoretisch der Server jedes Mal 10 Minuten vor Ausführung des Backups hochfahren und nach Ausführung wieder heruntergefahren werden.
2. Backup manuell per Batch auf dem Clienten starten
Um das Backup manuell starten zu können benötigt ihr folgende Batch-Datei:
Dazu benötigt ihr wieder die wol.exe und zusätzlich die wait.exe.wol.exe mac-adresse des server
wait.exe 300000
wbadmin start backup -backupTarget:\\IP des Servers\Freigabename -quiet -user:Freigabebenutzer -password:Freigabepasswort -include:c: -vssfull -quiet
shutdown -s -m \\IP des Servers -t 120 -c "Geplanter Shutdown"
Der Wait befehl sorgt dafür, das der Server 5 Minuten zeit hat hochzufahren und anschließend mit dem Backup begonnen werden kann.
Die fettgeschriebenen Wörter müsst ihr jeweils durch die auf euer Netzwerkzutreffenden Daten ersetzen.
+ Antworten
Ergebnis 1 bis 15 von 15
- 05.06.11, 15:57 #1
Windows Server 2008 R2 als Backupsystem nutzen
Geändert von Hexcode (07.06.11 um 15:23 Uhr)
- 05.06.11, 16:13 #2
Es könnte ein geniales Feature sein. Nur leider wird immer nur eine Version des Backups gespeichert, alle vorherigen gelöscht. Passiert ein Fehler während des Backups, sind alle Daten weg. Für ernsthafte Backups also weitestgehend nutzlos.
Microsoft braucht wohl Argumente für den Windows Home Server...[ SSD Kaufberatung und Informationsthread | Storage Reviews auf Hardwareluxx ]
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- 05.06.11, 16:50 #3Moderator
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Ich schau demnächst mal wie ich auf dem Server automatisch von einem Ordner zum anderen Sychronisieren kann damit ich mindestens 2 Spiegelungen hab.
- 05.06.11, 19:22 #4
kann man nit ein inkrdimentelles Backup, jedesmal fertigen? Sprich nur ein ganzes machen und danach nur die Änderungen speichern
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- 05.06.11, 19:47 #5
Nein, nicht auf Netzwerklaufwerken. Auf lokalen Laufwerken schon. Daher sollte man für ein Backup auf ein Netzwerklaufwerk lieber auf ein anderes Tool als das "Sichern & Wiederherstellen" zurückgreifen.
Geändert von DoubleJ (05.06.11 um 19:48 Uhr)
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- 05.06.11, 22:31 #6Kapitän zur See
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Geändert von 0711 (05.06.11 um 22:34 Uhr)
- 05.06.11, 22:54 #7Moderator
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- 05.06.11, 22:58 #8
Dann kann man sich aber auch die Arbeit mit dem automatischen Hoch-/Runterfahren sparen, wenn es sowieso nur eine einmalige Aktion ist

Trotzdem muss man sich der Gefahren bewusst sein. Wenn beim Backup auf einmal das Quelllaufwerk fehlerhaft wird, sind alle Daten weg, da das vorhandene Backup beim anfertigen eines neuen Backups gelöscht wird.
Wenn man Backups macht, warum dann nicht gleich sinnvoll? Es gibt viele Möglichkeiten mit kostenlosen Tools (TrayBackup...) oder, wenn man unbedingt nur Windows-Mittel einsetzen will, richtet man sich einen Fileserver ein und lässt diesen auf ein lokales Laufwerk die Backups schreiben. Nachteil ist halt, dass der Server dann natürlich immer laufen muss, wenn man auf die Daten zugreifen will.Geändert von DoubleJ (05.06.11 um 23:01 Uhr)
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- 05.06.11, 23:23 #9Moderator
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Normal müsste man sich die Freigabe auch direkt als netzlaufwerk z.b. als z: mappen lassen können, dann müsste das mit dem Backup genauso funktionieren wie bei nem internen Laufwerk.
Wer sagt einmalig? Bei Datenübertragungsraten von um die 100mb/s geht sowas recht fixDann kann man sich aber auch die Arbeit mit dem automatischen Hoch-/Runterfahren sparen, wenn es sowieso nur eine einmalige Aktion ist
da überleg ich mir schon noch was um immer min. 2 Kopien zu haben, keine sorge^^Wenn beim Backup auf einmal das Quelllaufwerk fehlerhaft wird, sind alle Daten weg, da das vorhandene Backup beim anfertigen eines neuen Backups gelöscht wird.
- 06.06.11, 00:26 #10
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- 06.06.11, 06:26 #11Kapitän zur See
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Inkrementelles Backup geht auf jeden Fall auch auf Netzlaufwerken. Wenn ich Wiederherstellen auswähle, dann kann ich das Datum auswählen und den entsprechenden Datenbestand kontrollieren.
Und auf Netzlaufwerk sichern geht ebenfalls
- 06.06.11, 07:02 #12Moderator
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wär auch komisch wenns anders wär... Ich schau mir nachher mal das backup an, meine aber es wäre inkrementell... Das würde ja sonst kein sinn machen, speicher ist speicher ob im netz oder anderswo
- 07.06.11, 15:42 #13Moderator
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- 07.06.11, 16:54 #14
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- 20.09.11, 20:27 #15
Was passiert eigentlich beim Backuptool von Windows, wenn der PC zu dem Zeitpunkt nicht an ist? Wird es dann nachgeholt?
Man braucht in deinem Beispiel keine wait.exe. Einfach ping 127.0.0.1 -n 30000. Erfüllt den selben Zweck.*1955 - †2011 — dead, but never forgotten. thank you steve
Wahoooooo!
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- 07.06.11, 19:08

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