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  1. #1
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    Standard Schulbuch 2.0: Apple präsentiert iBook 2

    iPad2Bislang hat Apple 1,5 Millionen iPads an Schulen, Universitäten und weitere Bildungseinrichtungen ausgeliefert. Im App Store sind rund 20.000 Apps mit entsprechendem Hintergrund erhältlich. Apple hat sich gleich zu Beginn mit dem iPad auch auf den Bildungssektor ausgerichtet - mit Erfolg. Auf einem recht kleinen Event in New York hat Apple soeben seine Vorstellung vom Lehrmaterial der Zukunft präsentiert. Während gängiges Schul- und Ausbildungsmaterial größtenteils noch auf dicken Büchern oder statischen PDFs beruht, sollen mit Hilfe von iBooks 2 bzw. den neuen Lehrbüchern aufwendige Grafiken und interaktive Inhalte möglich werden. Auch 3D-Inhalte, Videos...

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  2. #2
    Don
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    Was meint ihr: Hat so etwas eine Chance im verknöcherten deutschen Schulsystem?

    Ich finde so etwas ja immer schön zu sehen, nur leider scheitert es oft an der Umsetzung.

  3. #3
    Kapitänleutnant Avatar von Vagabund
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    Ganz schlechte Idee. Wer zahlt das iPad? Wer zahlt, wenn die Familie mittellos ist?

    Die Bindung an eine Firma wie Apple führt zu nichts, nur kosten. Android wäre ok, offene Standards sind flexibel und beiten oft kostengünstige Möglichkeiten, aber bei Apple... ich meine, um diese Schulbücher zu machen, braucht man einen mac, oder? Wie beim Developer - da wollens auch noch Kohle.

    Ich halte es für eine gute Idee, aber nicht wenn Apple dahinter steckt.

    PS: Von MS wäre das auch kaum besser, ich würde hier offene Standards vorschreiben! =)

  4. #4
    Bootsmann Avatar von palme|kex`
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    Wird sich wohl auf lange sicht irgend wann durchsetzten. Das wird man garnicht verhindern können. Hat ja auch seine Vorteile.
    Allerdings halte ich es für kritisch komplett auf solch ein Medium zu wechseln, wenn sollte das erst in höheren Klassen genutzt werden.

  5. #5
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    Zitat Zitat von Vagabund Beitrag anzeigen
    Ganz schlechte Idee. Wer zahlt das iPad? Wer zahlt, wenn die Familie mittellos ist?

    Die Bindung an eine Firma wie Apple führt zu nichts, nur kosten. Android wäre ok, offene Standards sind flexibel und beiten oft kostengünstige Möglichkeiten, aber bei Apple... ich meine, um diese Schulbücher zu machen, braucht man einen mac, oder? Wie beim Developer - da wollens auch noch Kohle.

    Ich halte es für eine gute Idee, aber nicht wenn Apple dahinter steckt.

    PS: Von MS wäre das auch kaum besser, ich würde hier offene Standards vorschreiben! =)
    Nimm mal alle Kosten für Lehrmaterial vom 1. bis sagen wir 10. Schuljahr, das muss auch jemand zahlen. In den USA wird es in ersten Testschulen und Unis so gemacht, dass die Materialien (das iPad) von der Schule oder Uni gestellt werden. Du gibst es natürlich auch wieder ab.

    Was die Bindung an eine Plattform betrifft gebe ich dir recht. Apple bietet Hard- und Software aus einem Hause. Android ist offen, das ist ein Pluspunkt, aber was machst du da mit der Hardware? Das ist teilweise absolut nicht aufeinander abgestimmt. Ist ne schwierige Sache das alles.

  6. #6
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    Bei solchen Sachen fallen mir 3 Sachen auf:
    - Hardwarekopplung: Wenn ich mal das "Tablet" auswechseln muss, weils kein OpenCL kann, was in der 10.ten Klasse in der Zukunft aber vllt. mal als Wahlkurs rankommen könnte, siehts mit so nem restriktiven Ding schlecht aus
    - Inhalte: Apple schreibt diese Schulbücher, oder? Wenn wir in Geschichte jetzt was über den Vietnam-Krieg lesen, der 2. Weltkrieg aber zu kurz kommt, wüsste ich ungefähr, warum.
    - Format: Closed source ist schlecht, sehr schlecht... vor ALLEM in der Schule. Wo ist das Problem ein LaTeX Template zu schreiben und den Leuten das in die Hand zu drücken. PDFs for all. 3 Söhne aud unterschiedlichen Familien. Der eine hat n Mac, der nächste Windows, der nächste Arch Linux. "Zukunftssicher" heißt für mich dann: Das Format rennt auf alles 3 Maschinen.

  7. #7
    Don
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    Zitat Zitat von Shevchen Beitrag anzeigen
    - Hardwarekopplung: Wenn ich mal das "Tablet" auswechseln muss, weils kein OpenCL kann, was in der 10.ten Klasse in der Zukunft aber vllt. mal als Wahlkurs rankommen könnte, siehts mit so nem restriktiven Ding schlecht aus
    - Inhalte: Apple schreibt diese Schulbücher, oder? Wenn wir in Geschichte jetzt was über den Vietnam-Krieg lesen, der 2. Weltkrieg aber zu kurz kommt, wüsste ich ungefähr, warum.
    Die Hardware muss natürlich mit der Software wachsen, aber das Problem hat dann nicht nur Apple. Ich kann in der 10. Klasse Chemie aber auch kein Buch mehr aus dem Jahre 1910 benutzen, da fehlen dann auch chemische Elemente.

    Apple schreibt diese Bücher NICHT! Das machen die Verlage die aktuell auch Bücher anbieten. Bis zu 15 US-Dollar dürfen sie kosten, Apple nimmt sich 30 Prozent und das Angebot muss exklusive im iBook Store sein (letzteres halte ich für etwas bedenklich).

  8. #8
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    Ich habe erhebliche Zweifel, ob sich das durchsetzen wird. Neben den technischen/finanziellen Fragezeichen glaube ich vor allem, das Fachbücher in digitaler Form einfach nicht sinnvoll zu nutzen sind. Das sage ich als regelmäßiger und hochzufriedener Kindle-Nutzer - für Literatur, die man von vorne nach hinten durchliest ist das Konzept perfekt und besser als gedruckte Bücher.

    Für Schulbücher mag digitale Literatur noch halbwegs sinnvoll einzusetzen sein (einzelne Fächer mit je einem Buch das abschnittsweise bearbeitet wird), spätestens an der Uni arbeitet man aber mit mehreren Büchern parallel, spring ständig zwischen den Abschnitten, und macht auch regelmäßig kleine Notizen an den Rand. Das funktioniert auf dem Kindle kein bisschen und wird genauso wenig auf dem iPad funktionieren. Für wissenschaftliches Arbeiten sind digitale Reader in ihrer heutigen Form nicht geeignet.

  9. #9
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    Zitat Zitat von Don Beitrag anzeigen
    Nimm mal alle Kosten für Lehrmaterial vom 1. bis sagen wir 10. Schuljahr, das muss auch jemand zahlen. In den USA wird es in ersten Testschulen und Unis so gemacht, dass die Materialien (das iPad) von der Schule oder Uni gestellt werden. Du gibst es natürlich auch wieder ab.
    Viel Spaß alle 2-3 Jahre 80 Euro zu zahlen weil Apple ja so geizig ist und es dem Nutzer nicht erlaubt den Akku zu wechseln. Die Ipads halten garantiert keine 10 Jahre ohne Probleme durch und die Akkus erst recht nicht. Besonders, wenn man sie im Schulaltag nutzt. Da wird schon des öfteren was kaputt gehen, sei es jetzt die Schuld des Anwenders oder nicht. Wie viel kostet Batterie auswechseln lassen beim Ipad eigentlich? beim Ipod 4g sind es 80 Euro.
    Geändert von Frozenthunder (21.01.12 um 12:38 Uhr)

  10. #10
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    Welcher Tablet-Hersteller erlaubt denn den Tausch des Akkus? Das ist technisch einfach nicht mehr so einfach, weil du mit dem Akku möglichst viel Volumen des Gehäuses füllen möchtest.

    Um den Akku mache ich mir auch die wenigsten Sorgen bei der ganzen Geschichte ...

  11. #11
    Vizeadmiral Avatar von MSAB
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    Ich denke mal in Deutschland hätte das höchstens auf einer privaten Elite Schule/Uni einen Sinn. Eine staatliche Schule wird sich hier nicht auf eine Firma einlasen, anders würde es aussehen wenn man die Wahl zwischen mehreren Firmen hat und man je nach Ausschreibung das beste für die Ansprüche nimmt, aber das ist nicht gegeben weil es keine Auswahl gibt.

  12. #12
    Kapitänleutnant Avatar von Domii666
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    Bei mir im Landkreis hat ne Schule auch Ipads bekommen, haben der Elternbeirat+ diverse Sponsoren gezahlt.
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  13. #13
    Matrose
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    Chance? Ich habe vor kurzen von Schulen gelesen welche ganz auf traditionelle Schulbücher verzichtet hatten. Jetzt müssen sie den ganzen elektronik Schrott wieder verkaufen, das Experiment war gescheiteret.

  14. #14
    Fregattenkapitän Avatar von Napsterkiller
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    Wie kann ein Schulbuch den maximal 15€ kosten? dann werden demnächst die mathe bücher einer stufe gestückelt angeboten, schon mal jemand ein Schulbuch gekauft ? und dafür 15€ bezahlt vielleicht für ne Formel Sammlung aber nicht für ein richtiges Schulbuch.

    Ansonten ist das eine gute Sache, wenn alle gleiche Hardware nutzen ist das wie als würden in Deutschland schuluniformen eingeführt werden niemand kann mehr neidisch sein auf den anderen und einen hänseln weil er ein schlechteres gerät hat wie der andere.
    Geändert von Napsterkiller (21.01.12 um 14:57 Uhr)

  15. #15
    AUK
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    Das wundert mich auch ein wenig. Denn z.B. ist der Pearson-Verlag dabei. Von denen wollte ich schon 2-3 Bücher mal kaufen. Aber über 80€/Buch war mir dann doch zu teuer. Und da kann ich mir jetzt schwer vorstellen, dass es digital keine 20€ kosten wird.
    So gesehen wäre gestückelt nur ein Trick und eigentlich noch schlimmer. Denn wer will 5 Einzelteile statt ein Buch. Gut man könnte zwar nur den Teil kaufen, den man braucht/will aber naja.......
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  16. #16
    Don
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    Apple gibt die maximalen 15 US-Dollar vor, daran werden die Verlage auch nichts ändern können. Wir wollen mal sehen wie sich das entwickelt, bevor wir uns jetzt schon darüber unterhalten wie da gestückelt und vermeintlich abkassiert wird

  17. #17
    Matrose
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    Also an meiner Universität wird gerade ein digitales Geschichtsbuch für belgische-deutsche Gymnasien entwickelt. Hat denn das iBook format irgendeinen grundlegenden Vorteil gegenüber einem reinen HTML5 Design? Das Problem an dem Projekt von Apple ist meiner Meinung nach die Plattformgebundenheit. Wenn das "Buch" komplett auf HTML5 basiert ist es egal ob ich das nun auf einem Tablet, einem PC, von mir aus auch auf einem Smartphone oder irgendeinem anderen Gerät angezeigt wird.

  18. #18
    Matrose Avatar von egojens
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    Ich bin etwas skeptisch. Ich kenne zwar nicht den amerikanischen Lehrbuchmarkt, aber der deutsche ist hart umgekämpft und aufgeteilt. Da wären zum einen die ganzen Schulbuchverlage und die akademischen Verlage. Während ich mir eine Umsetzung bei den Schulbüchern gut vorstellen kann, weil die oft jedes Jahr neugeschrieben werden und es oft Übungsbücher gibt, die sowieso Lückentext haben. An dieser Stelle sollte man ansetzen.
    Bei den universitären Büchern ist es schon schwieriger. Da kosten die Bücher locker 40-150€. Wie soll man diese Verlage dazu bekommen ihre Bücher für 15€*anzubieten? Der erste Ansprechpartner wird der Springer Verlag sein.
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