Kritikpunkte
Wie bereits angedeutet, bringt die Symphony einige zum Teil gravierende Nachteile mit sich. Zunächst einmal war zu erwarten, dass fünf 120mm Lüfter, egal wie leise diese von Werk aus sein mögen, allein durch den Luftstrom und die Luftverwirbelung am Lüftergitter sicherlich nicht unhörbar sein können. Dass diese jedoch so laut sein würden, konnte ich mir nicht vorstellen. Ich habe die Lüfter testweise einmal abgeklemmt, dies war problemlos möglich, da diese mit 3pin-Verlängerungen aneinander gekoppelt sind, und habe mich gewundert, dass jetzt ein niederfrequentes und ziemlich lautes Rauschen zu hören war. Mit dem Ohr am Alugehäuse habe ich mich auf die Suche gemacht und ziemlich rasch die Pumpen als Auslöser ausfindig machen können. Pumpen- und Lüftergeräusch zusammen bringen einen Sound, der nahe an einen nicht-modifizierten SB65G2 ohne Lüftersteuerung einen stinknormalen, luftgekühlten PC heranreicht - irgendwie nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Auch in der Verarbeitung zeigen sich Mängel: Im Innern des Kühlturms wurden elektrische Leitungen zum Teil mit Heißkleber und Schrumpfschlauch verlegt - aus meiner Sicht untragbar. Eine transparente Plastik-Blende, hinter der sich eine blaue Status-LED verbirgt, ist ebenfalls aufgeklebt, man sieht den auspolymerisierten Kleber, was auch nicht unbedingt hübsch aussieht.
Wie bereits angesprochen ist die Symphony nichts anderes als ein großer Radiator mit zwei Pumpen und kühlt dabei nicht wesentlich besser als ein Aquacomputer Airplex Evo 360. Da die Symphony jedoch knapp 200 Euro kostet, kann man durchaus mehr erwarten.
Fazit
Ich werde von meinem 14tägigen Rückgaberecht Gebrauch machen und auf eine Laing DDC-Pumpe in Verbindung mit einem innovatek Konvekt-O-Matic Maxi umsteigen. Insgesamt bin ich von diesem System total enttäuscht und bin froh, wenn ich das Geld (immerhin knapp 200 Euro!) zurückerstattet bekommen habe.