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  1. #1
    Oberstabsgefreiter Avatar von thethe
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    Standard Optimale Shroud-Länge

    Ganz kurze aber wichtige Frage:

    Shrouds gibt es in allen möglichen Längen, z.B. von 7mm bis 20mm und mehr. Und dann kann man noch mehrere Shrouds hintereinanderschalten.

    OK, länger ist besser, aber bringen 40mm gegenüber 20mm wirklich noch einen meßbaren Vorteil, oder sogar 60mm? Hat jemand dazu Erfahrungen? Bitte hier antworten

  2. #2
    Oberbootsmann
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    Ich denke es kommt dabei vor allem darauf an, wie die Blasrichtung der Lüfter ist. Bei einem auf den Radi blasenden Lüfter bringt ein 7mm schroud wahrscheinlich kaum Vorteile, da nur wenig Luft in dem dünnen Spalt vor das Lüfterlager gelangen kann. Saugend (allerdings muss man dann den Schroud wirklich gut abdichten!!) bringt ein Schroud wohl die meisten Vorteile, denn der negative Überdruck vor dem Radi breitet sich überall gleich aus und nutzt auch die Lamellen unter dem Lüfterlager.
    Ich habe meine Lüfter saugend mit alten Lüftergehäusen-schrouds und Silikondichtungen montiert und die Temperaturen wurden merklich besser.
    Ich denke also:
    Saugend reichen 20mm locker
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  3. #3
    usf
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    Das wurde auf martinsliquidlab sogar mal getestet: Radiator Fan Orientation and TFC Shroud Testing & Review

  4. #4
    Oberstabsgefreiter Avatar von thethe
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    @usf: Ja, er hat aber nur Meßpunkte bei ohne, 30, 60 und 90 mm. Sieht so aus, als wenn bei ihm das Optimum bei ca. 40mm läge.

    Außerdem verwendet er unübliche 2000 (und ein bischen 1350) UPM. Für uns ist doch eher 500, 800, max. 1200 UPM interessant, oder?

    Schließlich hat er nur einen 120mm Single. Wir verwenden doch eher triple 120 oder 140. Was macht da die Shrouddicke aus? Es gibt ja noch weitere Totpunkte nicht nur unter dem Lüftermotor, sondern auch unter den Lüfterecken.

  5. #5
    Oberbootsmann Avatar von GliderHR
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    Zusammenfassung von Martin für 120mm Lüfter
    30 mm Shroud ist das Optimum,
    bei niedrig drehenden (1350 U/min) Lüftern saugend am besten,
    bei hoch drehenden (2000 U/min) Lüftern pustend,
    toofastforu lag sehr gut mit seinen Werten...
    kein shroud zu 30mm shroud bringen 0,9°C bis 1,5°C Temperaturverbesserung.
    Reihenfolge:
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    2 Lüfter Sandwich
    1 Lüfter pustend mit shroud
    1 Lüfter saugend mit shroud
    und dann der Rest ohne shroud in der gleichen Reihenfolge.
    Interessanter Test, mal sehen was bei 140er Lüftern rauskommt.

  6. #6
    Soundfanatiker Avatar von Madz
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    Also ich würde auf einen Shroud ganz verzichten oder einfach alte Lüfter entkernen und diese zweckentfremden.

    Geld lohnt sich nicht dafür auszugeben.
    Tarl: "Du hast immer noch nicht beantwortet welchen Sub du hast. Ok, die kef iq10 schaffen höchstens bis ca.70-80Hz , unterrum ist noch ein Riesenloch...."

    bawder: "das "loch" wird mit beiliegendem schaumstoff verschlossen, damit die mitteltöne nicht verloren gehen und als sub kommt ein 12 zöller von magnat zum einsatz."

  7. #7
    Metallkopf Avatar von Nebelmaschine86
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    Jo, nen Billiglüfter dafür zerflücken lohnt schon eher :P die ham ja auch meist schon 2,5cm,.. reicht für Preis/Leistung auch aus, wa
    Terminated

  8. #8
    Oberstabsgefreiter Avatar von thethe
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    Würde auch nie die angebotenen Shrouds kaufen (sind ja so teuer wie funktionierende Lüfter!) , sondern will für einen großen Radi zwei billige bauen. Nur wüßte ich gerne vorher, wie dick die sein sollen.

    60mm sind wohl zuviel, 20mm zu wenig, 30mm wohl auch noch zu etwas wenig. Also 40mm? Erfahrungen?

  9. #9
    Metallkopf Avatar von Nebelmaschine86
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    also die normalen sind meist 25mm dick, gibt auch dickere mit jeweils 30mm auch Slim mit 20bzw sogar 15mm afaik.
    Terminated

  10. #10
    Romanschreiber Avatar von VJoe2max
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    Angesichts der minimalen erreichbaren Effekte und der beschränkten Messgenauigkeit die man zur Verfügung hat, würde ich mir da nicht so einen Kopf machen, sondern, wenn man schon unbedingt Shrouds einsetzten möchte, einfach die simpelste Variante mit entkernten Lüftern nehmen. Da sind bei 120ern die Dicken: 12mm, 20mm, 25mm, 38mm und 55mm verfügbar. Davon würde ich mir was raus suchen (vorzugsweise 25mm, da am billigsten) und mir nicht groß weitere Gedanken machen. Andere Dinge sind bei weitem wichtiger für eine gutes Wakü-Setup.

    In realen Systemen ist der temperaturmäßige Effekt durch Shrouds erfahrungsgemäß sowieso fast völlig vernachlässigbar, zumindest verglichen mit Tests ala skinnee und Co..
    Von daher bleibt nur noch die mögliche Geräuschreduzierung als sinnvoller Effekt. Kann man ausprobieren was da am besten funktioniert - dürfte aber von Lüfter zu Lüfter unterschiedlich sein.
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  11. #11
    Oberstabsgefreiter Avatar von thethe
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    @VJoe2max: Wenn man alle "minimalen" Effekte in einer Wasserkühlung ignorierte, dann verliert man 1 Grad beim CPU-Kühler, 1 bei der Düsenplatte, 1 bei der WLP, 1 bei der Pumpe, 1 bei den Tüllen, Winkeln und Schläuchen, 1 beim Radi, 1 bei den Shrouds, 1 bei den Lüftern, 1 bei der Luftführung, ... und schon sind es 10 Grad.

    Und dann wundern sich Leute, warum ihr System bei scheinbar "gleichen" Komponenten 10 Grad schlechter als ein anderes hoch optimiertes System ist.

    Mir macht es jetzt gerade Spaß, an den Shrouds und der Luftführung insgesamt herumzuoptimieren. Und es wäre doch gelacht, wenn da nicht auch mehr als 1 Grad zu holen ist.

    Wenn das aber schon jemand gemacht hat und mir gute Erfahrungen dazu posten kann, dann kann ich mir die Arbeit vielleicht sparen. Darum geht es.

  12. #12
    Das Bastelorakel ! Avatar von bundymania
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    Nunja, wenn du es so siehst, hast du schon irgendwo Recht und es liegt ja immer im Auge des Betrachters, was sich lohnt und was nicht

    Ich hatte damals sowohl die Shrouds von Tecnofront, als auch Feser unter die Lupe genommen ! Die Feserlinge schnitten besser ab, weil sie bündiger anliegen, bei den Lüftervokammern der Italiener war die Passgenauigkeit nicht ganz so gut, da müsste man selber basteltechnisch aktiv werden und Lüfterentkoppler, oder Silikon zum abdichten verwenden. Die relativ neuen Shrouds von Phobya waren hingegen vor nicht allzu langer Zeit auf der Seite von Aquainfos im Testcheck.

  13. #13
    Romanschreiber Avatar von VJoe2max
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    Na gut, wenn du da so viel Energie rein stecken willst, sei es dir ja unbenommen . Schadet jedenfalls nicht und wäre auch für andere sicher interessant, wenn du mal eine Versuchsreihe zur optimalen Dicke bei "europäischen" Lüfterdrehzahlen starten würdest. Den Aufwand solltest du aber nicht unterschätzen!

    Wenn man natürlich all die anderen Punkte die du nanntest ebenfalls unoptimiert lässt, ist es richtig - dann verliert man potentiell Leistung.
    Aber gerade bei den Shrouds ist halt erfahrungsgemäß sehr wenig raus zu holen. Deshalb würde ich persönlich den Fokus halt eher auf andere Dinge lenken und beim Thema Shrouds nicht unbedingt mit viel Aufwand die 100%-Lösung suchen - aber das ist nur meine persönliche Ansicht.
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  14. #14
    Metalhead Avatar von chrizZztian
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    Ich hab mir damals auch gebraucht 3x die "technofront airbox" gekauft. Die sind 42mm dick. Rein vom optischen Eindruck würde ich sagen, dass für blasende Lüfter die Dimensiosverhältnisse stimmen. Für saugend würd ich wohl eher in Richtung 20-25mm gehn.

    (Ganz davon abgesehn, dass ich die keinem empfehlen würde weil die Passgenauigket unter aller Sau ist. ^^)
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  15. #15
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    wenn du dir mal vor augen führst das die meisten lüfter die angesagte luft konisch vom zentrum wegschleudern, sollte die klar sein das ein shroud bei blasenden lüfter geldverschwenung ist.

    hatte selber mal tests bei 5mm, 10mm, und 20mm gemacht mit blasenden lüftern. die temps waren gleich oder schlechter ...

    saugend hatte ich nicht getestet ...

  16. #16
    Anlauf Alter, Anlauf! Avatar von Turbostaat
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    Anstatt das Geld in Shrouds zu werfen würde ich eher etwas mehr ausgeben und einfach - sofern der Platz vorhanden ist - einen zusätzlichen Radiator verwenden. Hat man auf lange Sicht gesehen mehr davon als 1°C durch einen Shroud.
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  17. #17
    Korvettenkapitän Avatar von max70
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    Zitat Zitat von thethe Beitrag anzeigen
    Mir macht es jetzt gerade Spaß, an den Shrouds und der Luftführung insgesamt herumzuoptimieren. Und es wäre doch gelacht, wenn da nicht auch mehr als 1 Grad zu holen ist.

    Wenn das aber schon jemand gemacht hat und mir gute Erfahrungen dazu posten kann, dann kann ich mir die Arbeit vielleicht sparen. Darum geht es.
    Also ich hab das vor einiger Zeit mal ausgiebig probiert,allerdings nur mit entkernten 25mm Lüftern.Voll abgedichted,saugende und blasende Lüfter,sprich alles was man mit dieser Kombination machen kann.Ergebniss war,angesichts des Aufwandes,doch ernüchternt.Weder wurden niedrigere Temps ereicht,noch wurde irgendwas leiser oder gar lauter.
    Wie's mit anderen Shroudgrößen ausschaut,kann ich nicht sagen.
    Geändert von max70 (14.09.10 um 22:30 Uhr)
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  18. #18
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    Zitat Zitat von max70 Beitrag anzeigen
    Also ich hab das vor einiger Zeit mal ausgiebig probiert,allerdings nur mit entkernten 25mm Lüftern.Voll abgedichted,saugende und blasende Lüfter,sprich alles was man mit dieser Kombination machen kann.Ergebniss war,angesichts des Aufwandes,doch ernüchternt.Weder wurden niedrigere Temps ereicht,noch wurde irgendwas leiser oder gar lauter.
    Wie's mit anderen Shroudgrößen ausschaut,kann ich nicht sagen.
    ...dito..! Dem kann ich nur zustimmen. Wer die Tests von 'Skinnee' (Martin's Liquid Lab) zugrunde legt muss sich klarmachen, dass diese mit der praktischen Realität nicht viel zu tun haben, denn entweder testet er in

    a) 'open air' Aufstellung (ohne Gehäuse-Gegebenheiten / Restriktionen), oder
    b) mit Lüftern in (ansonsten leeren) Spanplatten-Gehäusen

    sodass der in der Praxis tatsächliche, gehäuseabhängige Airflow durch die Gehäuseformen- und Volumen, Radiator-und Lüftereinbaulagen sowie der Airflow-Einfluss der sonstigen verbauten Komponenten garnicht berücksichtigt werden kann. Desgl. wirken Spanplatten dank ihrer hohen inneren Dämpfung schalldämmend, sodass die Lärmemissionen der Lüfter nicht korrekt beurteilt werden können. Unter solchen Kriterien mag dann eine Höllenturbine wie ein Scythe Ultra-Kaze mit 38mm Gehäusedicke und 3.000/min leicht zum 'Testsieger' avancieren.

    Unterschiede hinsichtlich der Kühlleistungen ergeben sich nach meiner Erfahrung in der Praxis durch Shrouds definitv nicht.

    Tatsächlich ist es so, dass sie bei Verwendung von Radiatoren mit hoher Lamellendichte (z.B. HW-Labs GTS/GTX, Coolance od. ähnl. ) im blasenden Betrieb sogar schädlich wirken: es bildet sich zwischen Lüfter und Radiator ein leicht komprimiertes Luftpolster, und es tritt ausserordentlich viel Luft am Innenrand des Lüfters (zwischen den Propellerflügelenden und dem Lüfterrahmen) sowie direkt rund um die Nabe wieder nach hinten (!) aus, sodass der Luftstrom durch den Radiator sogar abnimmt.
    Bei derartigen Radiatioren hat sich die saugende Anbringung der Lüfter als etwas effektiver erwiesen, und bei dieser schadet auch ein Shroud nicht und sorgt zudem für ein etwas verminderte Geräuschkulisse. Nóch besser ist hier jedoch ein Push-Pull 'Lüftersandwich', wodurch die Lüfterdrehzahl ohne Leistungseinbussen um rund ein Drittel gesenkt werden kann. Bei Radiatoren mit geringerer Lamellendichte (Magicool et al) hingegen bringen diese Verfahren jedoch nichts, auch Drehzahlsteigerungen über den optimalen Punkt hinaus führen nicht mehr zu Leistungszuwächsen.

    Anmerkung zu HardwareLabs Black Ice u. ähnl. Radiatoren:
    Nachdem die "alte" HWlabs Radiatorengeneration als 'ineffizient' verschrien ist, möchte ich noch folgendes anmerken: HWlabs hatte offensichtlich den Fertigungsprozess mit derart geringen Lamellenabständen nicht im Griff - ich habe Exemplare gesehen, da pappten die Lamellen teilweise nahezu kompakt aneinander, und waren zudem durch das Farb-Tauchbad komplett luftdicht versiegelt. Um derartige Fehler zu entdecken, muss man einfach nur vorab eine 'Durchlicht-Prüfung' (gegen eine kräftige, aber diffuse Lichtquelle) machen um festzustellen, ob es dunkle Flecken gibt und wie gross diese sind. Ist der Radiator nahezu lichtundurchlässig sollte klar sein, dass ein derart dicht 'kalfatertes' Exemplar noch nicht einmal mit Pressluft zu durchlüften sein wird - da helfen dann weder Brachiallüfter-Sandwiches noch Shrouds. Ist es jedoch in Ordnung, dann reichen allgemein 30% mehr Drehzahl als bei "Low-Airflow" Radiatoren, um eine gute Kühlleistung zu bringen. Am besten scheinen sich dafür Lüfter mit vielen Propellerflügeln (mehr als die üblichen 7) zu eignen, wie z.B. Scythe 'Slip Stream' und 'Gentle Typhoon', Arctic Cooling F-Serie oder die (lauteren) Sharkoons.
    Geändert von wecaluxx (16.09.10 um 02:07 Uhr) Grund: korrektur /Rächtschraipunk!
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  19. #19
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    Das ist ja mal ne Ansage! Vielen Dank.

    Wenn ich kurz alle Antworten zusammenfassen darf: Bei synthetischen Benchmarks und hohen Drehzahlen (2000UPM und eingeschränkt auch 1350UPM) gibt es vermutlich eine optimale Shroud-Dicke von 30-40mm. Allerdings ist diese bei niedrigen Drehzahlen kaum noch nachweisbar, schon gar nicht in der realen Anwendung.

    Bei sehr niedrigen Drehzahlen und blasender Montage können Shrouds den Luftstrom sogar vermindern.

    Das hatte ich so nicht erwartet.

  20. #20
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    Zitat Zitat von thethe Beitrag anzeigen
    Wenn ich kurz alle Antworten zusammenfassen darf: Bei synthetischen Benchmarks und hohen Drehzahlen (2000UPM und eingeschränkt auch 1350UPM) gibt es vermutlich eine optimale Shroud-Dicke von 30-40mm.
    Ich würde hier noch ergänzen wollen: "... bei synthetischen Benchmarks in synthetischen Testumgebungen..."

    Zitat Zitat von thethe Beitrag anzeigen
    Allerdings ist diese bei niedrigen Drehzahlen kaum noch nachweisbar, schon gar nicht in der realen Anwendung.
    Völlig korrekt, IMHO.

    Zitat Zitat von thethe Beitrag anzeigen
    Bei sehr niedrigen Drehzahlen und blasender Montage können Shrouds den Luftstrom sogar vermindern.
    Dies gilt insbes. für Radiatoren mit hohem Luftwiderstand (hohe Lamellendichte), der durch Shrouds nicht überwunden werden kann.

    Da Shrouds naturgemäss keinerlei Beschleunigung des Luftstroms bewirken können, sind sie als weitestgehend sinnfreie Spielzeuge für Hobby-Aerodynamiker mit Hang zum "Turbinen-Experten" und Neigung zu WaKü-Materialschlachten anzusehen...

    Der ihnen nachgesagte "Druckkammer-Effekt" ist nämlich irrelevant, da er auch ohne Shrouds zustande kommt, und auch deren Volumen daher überhaupt keine Rolle spielt. Physikalischer Fakt (und von jedem leicht zu beobachten) ist, dass die von Lüftern erzeugte Luftströmung quadratisch mit der Entfernung zum angeblasenen Objekt abnimmt - was an der leichten, aber dennoch nicht völlig reibungsfreien Verschieblichkeit der Luftmoleküle gegeneinander liegt, die zu einem Strömungswiderstand der Luft selbst, sowie zu einer Druckausbreitung in alle Richtungen führt. Ein Shroud kann diese unerwünschte Ausbreitung der Luft zwar verhindern, aber das stellt per se keinerlei Verbesserung des Strömungswiderstandes dar, der eben von der Luft selbst und vor allem letztendlich vom Durchströmungswiderstand des Radiators herrührt. Letzterer Widerstand ist nur durch den vom Lüfter selbst erzeugten Luftdruck zu überwinden, d.h. durch optimierte Konstruktion (optimales Verhältnis von Flügelgrössen-, Formen- und Winkeln, geringstmögliche Druckverluste durch rückwärtsgerichtete Leckströmungen). Auch die für Lüfter hier propagierte "geringstmögliche Nabengrösse" ist mit grösster Vorsicht zu geniessen: die Propeller-Flügelblätter haben in Nabennähe aufgrund der dort niedrigeren Umfangsgeschwindigkeit und Fläche den geringsten Luftfördergrad und stellen somit eine veritable Rückströmungs-Leckage dar.
    Grundsätzlich stösst aber auch jedes optimierte Prinzip an seine Grenzen: ab einer gewissen Lüfterdrehzahl wird eine Steigerung der Radiatoren-Durchströmung keinerlei Kühlverbesserung mehr bringen, bzw. keine, die in einem vernünftigen Verhältnis zum erzeugten Geräusch steht.

    Eine geringe Verbesserung (in Richtung Drehzahlsenkung) ist aber zu bewirken, indem statt Shrouds grössere Lüfter mit Lüfteradaptern verwendet werden, sodass dass z.B. ein 140er Lüfter auf einem 120er Radiator verwendet werden kann. da hier der "Venturi-Effekt", d.h. eine Strömungsbeschleunigung per (trichterförmiger) Durchlass-Verengung genutzt wird. Für Mehrfachradis (Dual/Triple/Quads, etc.) scheidet diese Anordnung jedoch naturgemäß aus.

    Für die Wirksamkeit von Radiator/Lüfter-Kombinationen sind daher IMHO ganz andere, praxisrelevante Überlegungen wichtiger:
    1. Radiatoren extern: will ich / kann ich 'leise'..? (viel Radiatorfläche bei geringer Drehzahl oder passiv)
    2. Radiatoren intern: ist ein ausgewogener Airflow (IN-OUT) im Gehäuse gegeben?
    3. gibt es ggf. noch andere, nicht wassergekühlte Komponenten, die einen kühlenden Luftzug im Gehäuse benötigen?

    Werden solche Überlegungen vorab nicht angestellt, so kann dies leicht zu sub-optimalen Einbaulagen führen und der ansonsten hochgelobte Radiator X in Kombination mit dem sensationell guten Lüfter Y zeigt ein erschreckend schlechtes Delta von Raum/Wassertemperatur. Und das wird dann kein Shroud verbessern können....
    Greetz
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  21. #21
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    Nach meiner Erfahrung ist der Totpunkt hinter der Nabe auch gar nicht so relevant wie die vier Totpunkte in den Ecken eines Lüfters, die flächenmäßig wesentlich größer sind. An meinen Staubfiltern sehe ich regelmäßig, daß sich in der Mitte wunderbar viel Luft bewegt (= viel Staub), aber die Ecken sind riesig und undurchströmt.

    Vielleicht könnte man eben doch auch bei Triple-Radis durch eine spezielle Trichterform von z.B. 3*14 auf 3*12 oder 3*18 auf 3*14 diesbezüglich Vorteile erreichen. Bei letzterem würden die Lüfter oben und unten je 2cm überstehen und links und rechts je 6cm. Das könnte ein gut geformter Trichter wunderbar ausgleichen.

    Bei 14cm-Quad-Radis mit 56cm Länge könnten auch drei 18cm-Lüfter verwendet werden, die oben und unten wieder 2cm überstehen, aber an beiden Enden je 1cm zu kurz wären, was wohl nicht so schlimm wäre.

    Welche 18cm-Lüfter sind denn leise und vgl. mit den NB BlackSilentPRO ?

  22. #22
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    Naja, das Problem ist nur das quasi alle Lüfter in den Ecken diesen toten Punkt haben. Also hat z.B. die Firma Scythe bei den Slip Stream die Lüfternabe im Vergleich zur Konkurrenz verkleinert und dadurch bringt z.B. ein Slip Stream 800 genauso viel Luft heran wie ein NB XL1 der mit 1000U/min läuft. Das sind mit die besten 120er Radiatorlüfter auf dem Markt. (Leider haben die 140mm Modelle 120mm Bohrungen, kein Plan warum °_°)

    Das Thema Shrouds ist von dir auch total überbewertet, in den meisten Tests hat man einen Vorteil von 0,6°C gehabt - ein lächerlicher Witz.

    Dein Plan irgendwelche 18cm Lüfter zu verwenden ist mehr als supoptimal, da läuft vieles der Luft einfach dran vorbei. Du machst daraus ne halbe Wissenschaft, warum auch immer. Du hoffst auf irgendwelche Verbesserungen doch die Frage ist vielmehr was es dir nützt diesen Aufwand zu betreiben. Jetzt willst du Geld für 180mm Lüfter rausschmeißen was dann auch nur durch ne Frickelbefestigung am Radi hält usw.

    Wenn du Tempprobleme hast dann würde ich an anderer Stelle ansetzen, denn die Verbessserungen im einstelligen Bereich sind ein Witz und bringen dich zB beim OC auch nicht weiter.
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  23. #23
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    Zitat Zitat von Turbostaat Beitrag anzeigen
    Naja, das Problem ist nur das quasi alle Lüfter in den Ecken diesen toten Punkt haben.
    Das liegt nur daran, dass der Propellerradius an die Lüfter-Rahmengrösse angepasst sein muss - und somit der Propellerkreis die Radiator-"Ecken" nicht überstreichen kann.

    Zitat Zitat von Turbostaat Beitrag anzeigen
    Also hat z.B. die Firma Scythe bei den Slip Stream die Lüfternabe im Vergleich zur Konkurrenz verkleinert und dadurch bringt z.B. ein Slip Stream 800 genauso viel Luft heran wie ein NB XL1 der mit 1000U/min läuft. Das sind mit die besten 120er Radiatorlüfter auf dem Markt. (Leider haben die 140mm Modelle 120mm Bohrungen, kein Plan warum °_°)
    Die höhere Förderleistung der Slippies (und anderer, nach ähnlichem Prinzip aufgebauter Lüfter) ergibt sich aus der Anzahl und Form der Propellerflügel, nicht aus der Nabengrösse. Die (Scythe/Nidec) "Gentle Typhoons" haben wg. des aufwendigen Kugellagers sehr viel grössere Naben, bringen aber dennoch vergleichbare Förderleistungen. Tatsächlich ist die Rahmenform der 140er Slippies für WaKü-Nutzer ein ausgemachter Blödsinn.

    Zitat Zitat von Turbostaat Beitrag anzeigen
    Dein Plan irgendwelche 18cm Lüfter zu verwenden ist mehr als supoptimal, da läuft vieles der Luft einfach dran vorbei. Du machst daraus ne halbe Wissenschaft, warum auch immer. Du hoffst auf irgendwelche Verbesserungen doch die Frage ist vielmehr was es dir nützt diesen Aufwand zu betreiben. Jetzt willst du Geld für 180mm Lüfter rausschmeißen was dann auch nur durch ne Frickelbefestigung am Radi hält usw.
    18er Lüfter über einen gut angepassten Trichter für Duals/Triples/Quads etc. zu verwenden ist strömungstechnisch gesehen durchaus optimal - weil dies auch zur Durchströmung der Radiatorlamellen in den "Ecken" führen würde, und eben nicht "vieles der Luft einfach dran vorbei läuft". Ob dies aber in der Praxis tatsächlich sinnvoll ist, das ist wiederum angesichts des enormen Bastelaufwandes und Platzbedarfs derartiger Konstruktionen zu bezweifeln. Immerhin liesse sich damit jedoch eine maximale Kühlleistung bei minimalster Geräuschentwicklung realisieren.
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  24. #24
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    Zitat Zitat von Turbostaat Beitrag anzeigen
    ... von dir auch total überbewertet ... Dein Plan ... ist mehr als supoptimal ... Du machst daraus ne halbe Wissenschaft, warum auch immer. Du hoffst auf irgendwelche Verbesserungen ... Jetzt willst du Geld ... rausschmeißen ... sind ein Witz und bringen dich ... nicht weiter.
    Oha, welche Leber ist Dir denn auf die Laus gefallen?

    Nicht doch so aggressiv, ich bin doch auch nur ein Mensch

    Weil aus manchen Dingen eine Wissenschft gemacht wurde, wissen wir jetzt auch viel mehr als vorher.

    BTT: wecaluxx schrieb "statt Shrouds grössere Lüfter mit Lüfteradaptern" bringt etwas. Und mit Lüfteradaptern geht auch keine "Luft vorbei". Und drei 180er machen vielleicht weniger Lärm als vier 140er bei gleichviel Luft, jedenfalls sind die Totpunkte der Ecken durch das Überstehen beseitigt. Also ich denke, einen Versuch wäre es wert. Und außerdem ist es meine Zeit, die ich "verschwende".

    Habe auf die Schnelle nur zwei 18cm-Lüfter unter 1000RPM gefunden: Akasa AK-F1825SM (600RPM, 7 Schaufeln, 10 Euro) und SilverStone FN181 (700RPM, 7 Schaufeln, 12 Euro). Erfahrungen?
    Geändert von thethe (16.09.10 um 14:57 Uhr)

  25. #25
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      • Q9550 S (E0) @ 3,85 GHz
      • Kühlung:
      • Wasser
      • Gehäuse:
      • Xigmatek Utgard
      • RAM:
      • GEIL Gold Drag. 8 GB, 900 MHz
      • Grafik:
      • NVidia GTX 470, 1,2 GB, Stock
      • Storage:
      • 4 x 500 GB
      • Monitor:
      • ACER 24"
      • Sound:
      • Onboard Realtek
      • Netzteil:
      • Xigmatek Go Green 700W
      • Betriebssystem:
      • Win7 x64

    Standard

    Zitat Zitat von thethe Beitrag anzeigen
    Nach meiner Erfahrung ist der Totpunkt hinter der Nabe auch gar nicht so relevant wie die vier Totpunkte in den Ecken eines Lüfters, die flächenmäßig wesentlich größer sind. An meinen Staubfiltern sehe ich regelmäßig, daß sich in der Mitte wunderbar viel Luft bewegt (= viel Staub), aber die Ecken sind riesig und undurchströmt.
    Die Propellernabe stellt faktisch eine solide, undurchdringliche Obstruktion der idealerweise gesamten Kreisfläche dar, in deren Bereich die Luft strömen soll. Da es aber hier um das ziemlich 'gelenkige' Medium Luft geht, das bewegt werden soll, wird die Nabe denkbar leicht von diesem umströmt. Durch die Propellerbewegungen (Luftabrisse) und den Durchströmungswiderstand des Radiators entstehen zwischen Lüfter und Radiator sowohl Verwirbelungen als auch ein leichter Überdruck, sodass es hinter der Nabe keinen wirklichen strömungstechnischen "Totpunkt" geben kann. Dies gilt, wie gesagt, in erster Linie für die anblasende Anordnung. Bei saugender Anordnung wird zwischen Lüfter und Radiator ein recht gleichmässiger Unterdruck erzeugt, der die Luft auf der anderen Radiatorenseite nötigt, diesen durch das ganzflächige Einströmen in die Lamellen auszugleichen. Dieses Einströmen erfolgt gleichmässiger (und leiser!) als bei der einblasenden Anordnung. Das zeigt auch Dein "Staubbild" auf dem Lüfterfilter, durch den die Luft ja hindurchgesaugt wird.
    Die Unterschiede der Kühlungsleistungen beider Anordnungen dürften sich innerhalb der Messtoleranzen bewegen.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 15:03 ---------- Vorheriger Beitrag war um 14:54 ----------

    Zitat Zitat von thethe Beitrag anzeigen
    Habe auf die Schnelle nur zwei 18cm-Lüfter unter 1000RPM gefunden: Akasa AK-F1825SM (600RPM, 7 Schaufeln, 10 Euro) und SilverStone FN181 (700RPM, 7 Schaufeln, 12 Euro). Erfahrungen?
    Im Zweifelsfalle immer das Modell mit der höheren Anzahl Lüfterschaufeln bevorzugen - es wird bei allen Drehzahlen stets die höhere Förderleistung, bzw. die geringsten "Zahnlücken" für Druckverluste aufweisen (was auf dasselbe hinausläuft) ...
    Geändert von wecaluxx (16.09.10 um 14:56 Uhr)
    Greetz
    WLU
    i7 2600k @ 4,6 GHz, GA-Z68X-UD3P-B3, Corsair H60 Push-Pull Fans, 16 GB DDR3 / 1333 Exceleram Black Sark, EVGA GTX 560 Ti DS (SC) .... und annern Krams ....

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