Inhaltsverzeichnis
- Warum das Ganze?
- Warum einen Filter?
- Der Testaufbau
- Das Testverfahren
- Vorstellung der Filter
- Die Testergebnisse
Warum das Ganze? Eine kleine Einleitung zum Thema
Nach einer misslungen Färbung des Wassers in meinem Kühlkreislauf, flockte die Farbe die ich benutzt hatte aus.
Dies führte dazu, das der Filter der im System vor dem CPU-Kühler verbaut war, schnell verstopfte (komische grün/blaue Partikel).
Die Verstopfung des Filters wiederrum führte dazu, dass die Durchflussgeschwindigkeit teils zu über 50% abnahm und somit das Wasser keine ausreichende Geschwindigkeit mehr hatte um alle Kühler effektiv zu durchfließen.
Als ich dann auf der Suche nach einem vielleicht besseren Filter war ist mir aufgefallen, dass es aktuell noch keinen Vergleich, der verschiedenen Filter, die im Wasserkühlungsbereich eingesetzt werden, gibt, so kam es dann dazu, dass ich dieses Userreview über die diversen Filter schreiben werde. Ein großer Dank geht dabei an Aquatuning.de, die mir die verschiedenen Filtermodelle aus ihrem Sortiment zur Verfügung gestellt haben.
Warum ein Filter?
Grundsätzlich sollte in einer Wasserkühlung sauberes und partikelfreies Wasser fließen, doch sollte es zu Korrosion und anderen unerwünschten Nebenwirkungen einer Wasserkühlung kommen, kann es passieren das Schwebeteilchen und kleinste Partikel im Wasser angereichert werden. In den Anfängen der Wasserkühlung war dies eher ein geringeres Problem, da die Teilchen und Partikel einfach durch die Bauteile durchgespült wurden ohne das sie sich ablagern konnten. Doch durch die Entwicklung von immer besseren bzw. teilweise auch kleineren Kühlern kam es dazu, das in manchen Kühlern extra Verwirbelungen etc. erzeugt werden um eine größtmögliche Wärmeübertragung auf das Wasser zu erreichen. Die Kühler die nicht auf einen simplen Durchlaufskanal basieren sondern auf sogenannten Düsen nennt man Düsenkühler, in ihnen wird das Wasser durch Engstellen gepresst, in diesen Engstellen können sich diese Partikel und Schwebeteilchen absetzen und somit einen Durchfluss von Wasser verhindern bzw. umleiten -> Der Durchfluss und die Kühlleistung der Wasserkühlung sinkt. Durch Filter im Kühlkreislauf soll verhindert werden, das diese Düsebkühler mit Partikeln zugesetzt werden, da diese Kühler teilweise recht schwer zu reinigen sind. Ein Filter kann an einer gut erreichbaren Stelle im System verbaut werden, es muss nur ein Sieb aus Edelstahl bzw. teils auch aus Plastik gereinigt werden, dies ist somit schneller als wenn man einen Kühler reinigen müsste.
Der Testaufbau
In Ermangelung eines 2ten Kühlkreislaufs und von teuren Messgeräten, habe ich mich dazu entschlossen, den Test mit meiner normalen Wasserkühlung durchzuführen.
Das heißt die Durchflusswerte werden mit einem handelsüblichen Durchflusssensor mit 3mm Düse ermittelt und per Aquaero ausgelesen. Der Kreislauf wird von einer Laing DDC-1 T in Bewegung gesetzt und ist wie folgt aufgebaut:
1. AGB -> Laing -> Mips Southbridge Kühler -> Grafikkarten Kühler -> 2.AGB -> 120er Radiator -> Mips Spannungswandler Kühler -> Phobya CPU Kühler (AM2) -> Mips Northbridge Kühler -> 360er Radiator -> 1.AGB
Wie einigen bestimmt auffällt sind im Kreislauf 2 Ausgleichsbehälter eingebaut, wobei der untere nur aus optischen Gründen eingebaut und ist komplett gefüllt, damit keine Luft nach der Pumpe komprimiert werden kann und somit der Durchfluss im System sinken könnte.
Als Schlauch wird ein Schlauch mit 13mm Außendurchmesser und 10mm Innendurchmesser eingesetzt, dieser sollte den Durchfluss grundsätzlich nicht behindern.
Zum Testen der verschiedenen Filter werden ca. 2m Schlauch zwischen 120er Radiator und Spannungswandlerkühlern in das System eingezogen, in dem Schlauchstück werden dann die Filter eingebunden, zur leichteren Arbeit jeweils von einem Kugelhahn rechts und links umgeben.
Das Testverfahren
Im ersten Durchflauf werden die einzelnen Filter jeweils ins System eingebaut und anschließend der Durchfluss gemessen. Sobald alle Werte mit freien Filtern ermittelt wurden, wird versucht die Fläche des Filters auf 50% der Gesamtfläche des jeweiligen Filters abzukleben und somit eine 50% Verstopfung des Filters zu simulieren, sobald die Filter verstopft sind werden sie wieder eingebaut und es werden erneut die Durchflusswerte ermittelt.
In der späteren Bewertung bzw. Gegenüberstellung der Filter werden auch Punkte wie Handhabung (Reinigung, Montage, etc.) einfließen.
Vorstellung der Filter
Im folgenden Review werden Filter verschiedener Hersteller (z.B. Mips, AquaComputer und weitere Hersteller) und verschiedener Bauweisen getestet.
Nun folgt eine kurze Vorstellung der Filter, mit Bildern von Verpackung etc. Sortiert ist das ganze nach den Preisen aus dem Aquatuning Shop.
Große Bilder gibt es jeweils beim Klick auf das jeweilige Bild
Magicool WaKü-Filter - black nickel (auch in normalen silber erhältlich)
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Koolance Inline Filter G1/4
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Alphacool Wasser-Filter Plexi
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Fließanzeiger mit Filter G1/4"
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MIPS WaKü-Filter Sixdesign
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Aquacomputer Filter mit Edelstahlgewebe, Absperrhähnen und Einbaublende G1/4 (Achtung: Viele Bilder! )
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Innovatek Partikelfilter (ohne Kartusche)
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Die Testergebnisse
Im ersten Testlauf wurden alle Filter bei 100% freien Filterfläche getestet, also komplett saubere Filtersiebe wurden verwendet um die Werte zu ermitteln.
Nach jeweils 5 Minuten Durchfluss-Messung mit den Filtern ergaben sich dann folgende Werte:
Wie man sehr gut sehen kann, ist der Fließanzeiger mit 95,8 Litern Durchfluss pro Stunde die größe Bresme im Bereich der Durchflussmessung.
Etwas abgeschlagen liegt der Filter von Aquacomputer mit 103,5 Litern Durchfluss pro Stunde, dennoch bremst der Filter den Durchfluss nur um 5 Liter und somit ist noch keinerlei Gefährdung zu sehen was den Durchfluss betrifft. Alle anderen Filter schaffen durch ähnliche Bauweise etc. alle einen ähnlichen Durchfluss, Schwankungen sind schon fast auf Messungenauigkeiten des Aquaeros zurückzuführen.
Im 2ten Durchgang wurden dann bei allen Filtern die Siebfläche auf ca. 50% mit Isolierband abgeklebt und dannach wurden wieder alle Filter für 5 Minuten im System verbaut und die folgenden Messergebnisse wurden ermittelt:
Der Fließanzeiger konnte an diesem Test, auf Grund dessen, dass man ihn nicht öffnen konnte um die Filterfläche abzukleben, leider nicht teilnehmen.
Auffällig in diesem Test ist der Koolance Inline Filter, der trotz sehr großen Filtermaschen anscheinend bei 50% weniger Filterfläche den Durchfluss schon enorm bremst.
Die anderen Filter der gleichen Bauweise zeigen wieder einmal das nur minimale Unterschiede zwischen ihnen bestehen, z.b. teilweise feinere Filtersiebe etc.
Hervorzuheben ist auch in diesem Test wieder der Filter von Innovatek der mit beiden der getesten Kartuschen durchweg gute Ergebnisse liefert.
Wenn man die jeweiligen Ergebnisse der einzelnden Filter miteinander vergleicht ensteht dieses Bild:
Bei diesem Vergleich sehen die Filter von Koolance und Magicool relativ "alt" aus, da beide jeweils massiv im Durchfluss einbrechen.
Positiv ist zu sehen, das alle Filter selbst bei 50% Verstopfung den Durchfluss, zumindestens im Bereich von 100-120Litern pro Stunde, nur marginal beeinflussen und das alle Filter, abgesehen vom Fließanzeiger, durchweg gute Ergebnisse liefern.
Bemerkenswert ist das alle Filter anscheinend erst einen massiven Durchflusseinbruch bei weit über 50% Verstopfung erzeugen, dies war anscheinend bei mir mit meinem alten Filter der Fall, im Nachhinein betrachtet war das Sieb bei diesem relativ stark verschmutzt als ich mit diesem eine Durchflussminderung von weit über 50% hatte.
Wenn man das ganze rein objektiv und ohne Geldsorgen betrachtet, ist der Innovatek-Filter ganz klar Testsieger, ich denke das würde sich bei richtigen High-Flow-Systemen erst deutlich zeigen ob er wirklich besser ist als andere. Betrachtet man allerdings den finanziellen Aspekt sollte man eher zu einem der "normalen" Filter greifen z.b. dem von Koolance oder dem von Alphacool, denn es muss ja nicht unbedingt nur wegen hoher Qualität gleich ein Mips sein.
Enttäuschend war in meinen Augen der Filter von Aquacomputer, da dieser einen recht hohen Preis hat aber nicht mehr Durchfluss bringt als ein ganz normaler Filter auch. Und dabei bringt dieser noch teils Verarbeitungsfehler im Delrin und Kratzer im Plexiglas mit sich, und das bei einem NEUEN Filter.
Ich hoffe ich konnte einigen mit meinem Ausführungen helfen.
Danksagungen
Ein großer Dank geht an Aquatuning für die Bereitstellung der Test-Samples.
Desweiteren geht ein großer dank an das Xpert-OC-Team, für die gute Zusammenarbeit im Rahmen dieses Reviews und die Bereitstellung eines extra Bereiches in dem ich das Review mit BB-Codes etc. schreiben konnte und somit schon das endgültige Bild des Reviews testen konnte.
Desweiteren haben mir die User dort geholfen, in dem sie den Test gelesen haben und mich auf Rechtschreib- und inhaltliche Fehler aufmerksam gemacht haben. (Gunhead, YellowCaps, OCPerformance und RoccoESA sind damit gemeint)


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