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  1. #1
    Oberbootsmann Avatar von GliderHR
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    Standard Durchflußmessungen - oder darauf habt Ihr alle gewartet

    Um die Zeit bis zum Eintreffen der AMS Radiatoren zu überbrücken - für einen Radiator Review-habe ich mal mit meinen hier rumliegenden AC Aquastreams rumgespielt und alle möglichen Kombinationen im Durchfluß verglichen. Nachteil diese Messungen war, das ausser den verwendeten Bauteilen kein Teil im Kreislauf richtig Widerstand geleistet hat. Fast wie im Bundestag, immer nur ein bischen, aber nicht richtig.
    Bei den Messungen hatte ich einen Auslassadapter aufgebohrt und den Durchfluß mal mit normalen Auslassadapten und dann mit aufgebohrten gemessen.
    Wie unterscheiden sich die Adapter?

    Der aufgebohrte hat einen 1,8 mm größeren Durchmesser und somit eine 2,8 qmm größere Durchströmfläche (30% mehr). Das sollte in einem System, in dem der Ausslass das Nadelöhr ist, einen höherne Durchfluß ergeben.
    (System: AC Aquatream XT Ultra, ca. 180 cm 16/10er Schlauch, 8 Tüllen, ein AC DFM "high flow", AC Wasserfilter, Röhren AGB. Reihenfolge (nicht optimal:
    AGB, DFM, Filter, Pumpe, AGB))

    Ich messe fast 10 % mehr Durchfluß.
    Aber läßt sich das in der Größenordnung am PC Sytem reproduzieren?
    (PC System: AC Aquastream XT Ultra mit aufgestecktem AGB, AC Wasserfilter, AC Kryos, 2 AquafraFx Kühler, 2 ASM Radiatoren, AC DFM
    "high flow"; 3 Paar VL3N Schnelltrennkupplungen, ca. 2m 16/10er und 13/10er Schlauch und jede Menge Tüllen und Schraubies.)

    Jain, es ist ein Effekt messbar, aber er beträgt knapp 2%. Der größere Auslass erhöht den Durchfluß nicht so stark, das sich der Aufwand lohnt (bei 10% wäre das vielleicht was anderes).
    Diesen Thread werde ich Schitt für Schritt erweitern. Nächstes Thema: Spielt es eine Rolle ob DFM/Filter zwischen Pumpe und AGB oder hinter der Pumpe eingebaut werden? Die Daten für das widerstandsfreie System habe ich schon. Es fehlen die Werte für das PC Sytem.
    Viele Spaß beim Diskutieren.
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    Geändert von GliderHR (24.10.11 um 00:21 Uhr)
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    System2: Gigabyte P67A-UD5; i5 2500K; 2 GTX 285; 8GB DDR3-1600 CL9; 128GB SSD, AC Kühler, 2 AS XT Ultra, AS Filter, Aquero 5.0, Bancheto Benchtable und noch'n Samsung 24"
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  2. Die folgenden 12 User sagten Danke an GliderHR für diesen nützlichen Post:

    anti-T-kom (24.10.11), Budenzauber (24.10.11), bundymania (24.10.11), buxtehude (24.10.11), dezly (24.10.11), LordSirius (24.10.11), lrwr (24.10.11), moritzl (24.10.11), Nagonka (24.10.11), scamps (24.10.11), Velinski (26.10.11), XxXPCFreakXxX (24.10.11)

  3. #2
    Oberbootsmann Avatar von GliderHR
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    Standard

    2. Teil
    Bei den Messungen an ungestörten Kreisläufen (mit 2 parallelen Pumpen) fiel mir auf, das es scheinbar eine Rolle spielte, wo der DFM eingebaut wird.
    Dabei habe ich sowohl den 5,6 mm DFM als auch den AC DFM "high flow" ausprobiert, der auf dem gleichen Sensor basiert, aber ein anderes Gehäuse mit größeren Ein- und Auslässen besitzt.
    Dabei zeigte sich in beiden Fällen ein etwa 10%iger besserer Durchfluß bei einem Einbau des DFM hinter den Pumpen.

    Die Frage war nun, wie verhält sich das im PC mit Strömungswiderständen wie
    einen CPU Kühler,
    zwei Grafikkartenkühlern und
    zwei Radiatoren?
    Hierbei habe ich den AC AGB von der Pumpe getrennt und einen Röhren AGB eingebaut. Alles war mit Schnelltrennkupplungen versehen, so das jede beliebige Reihenfolge aufgebaut werden konnte.
    Im 1. Versuch war die Reihenfolge:
    Radiator -> DFM -> AGB-> Pumpe -> Filter -> Kryos -> AquagraFx 1&2 -> Radiator.
    Im 2, Versuch wurde der DFM vor die Pumpe geschaltet:
    Radiator -> AGB-> DFM -> Pumpe -> Filter -> Kryos -> AquagraFx 1&2 -> Radiator.
    Hier hätte ich eine Effekt erwartet.
    Im 3. Versuch wurde der DFM hinter dem Filter eingebaut.
    Radiator -> AGB-> Pumpe -> Filter -> DFM -> Kryos -> AquagraFx 1&2 -> Radiator.
    Pumpe war in allen Fällen die AC Aquastream mit dem aufgebohrten Auslass.
    Der Durchflußmesser war der AC DFM "high flow". Die Werte wurden an einem Aquero 5.0 ausgelesen und im 2-5 Sekundenabständen in einer Tabelle notiert und aus ca. 30 Werten der Mittelwert und die Standardabweichung errechnet.
    Es wurden die Pumpenfrequenzen um 5Hz variiert, um eventuelle Effekt durch Durchflußerhöhung zu erkennen. Die Warmwassertemperatur lag dabei bei ca. 26°C (+/- 1°C) - den Einfluß einer um 2°C erhöhten Wassertemperatur war an den Einzelwerten gut zu erkennen, wurde aber durch die Mittelwertbildung "weggemittelt" und führte zu einer erhöhten Standardabweichung (+/- 0,6 K anstatt +/- 0,3K )
    Zusammenfassend: Das Ergebnis war enttäuschend. Seht selber:

    In der Messungenauigkeit lagen alle Werte auf gleichem Niveau.
    Der bei den ungestörten System gemessene Effekt beruht sicherlich auf den enormen Durchfluß und dem daraus resultierenden Zuflußbedarf der Pumpen. Baue ich dort eine Verengung in Form eines DFM ein, so kann die Pumpe nicht mehr so viel Flüssigkeit fördern wie vor dem Einbau.
    Ich denke mal, alle Messungen und daraus getroffenen Aussagen an Systemen mit enorm hohem Durchfluß ohne Widerstand lassen sich nicht unbedingt 1:1 auf ein PC-System mit Wasserkühlung übertragen, sondern müssen dort ggfs. neu vermessen werden.
    Ach so: es war egal, ob der AGB offen oder zu war. Die Werte waren gleich.
    Geändert von GliderHR (27.10.11 um 09:44 Uhr)
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  4. #3
    Baschtelwaschtel Avatar von scamps
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    Bitte noch viele Versuche aus den Untiefen der WaKü-Wissenschaft

  5. #4
    Oberbootsmann Avatar von DrProctor
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    Kann ich bestätigen
    Frag mich nur warum's dann bei Laings so kontraproduktiv ist.

  6. #5
    Oberbootsmann Avatar von GliderHR
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    Danke, sobald es die Zeit zuläßt kommt noch mehr, versprochen.
    Ich habe mir die Laing nur einmal angeschaut, aber ich denke, da sind Einlass und Auslass aufeinander abgestimmt (ich sage mal: gewollt). Ich habe auch beobachtet, das eine Laing im gleichen Kreislauf einen höheren Durchfluß erzielt als die Aquastream - vermutlich weil sie mehr Druck aufbaut (den wir ja leider nicht direkt messen können (ausser mit 5-8m Schlauch) - womit ich gedanklich auch schon gespielt habe).
    Bei der Aquastream ist der Einlass riesig - aber mindestens 10mm im Durchmesser. Dort kann mehr Wasser angeliefert als abtransportiert werden. Deshalb sehen wir da einen positiven Effekt.
    Kann natürlich auch gewollt sein.
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  7. #6
    Kapitänleutnant Avatar von XxXPCFreakXxX
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    Hmm- interessantes Thema..

    Das habe ich bei der AS erwartet. Erwarte es bei der Laing auch noch, jedoch keine Zeit es zu testen..
    2 gleiche Deckel hätte ich sogar hier..^^

    Wenn ich Zeit habe, teste ich es evtl. mal..

    Ansonstne schöner Test, freue mich auf Updates

  8. #7
    Stabsgefreiter
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    na dann werden wir bald erleuchtet und können das Kapitel Wakü Mythen abschließen^^

  9. #8
    Oberbootsmann Avatar von GliderHR
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  10. #9
    Oberbootsmann Avatar von GliderHR
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    so, Teil 2 gefüllt
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  11. #10
    Romanschreiber Avatar von VJoe2max
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    Wenn du wirklich parallele Pumpen für den "ungestörten" Test verwendet hast, hat das Ergebnis nur indirekt mit der Position des DFM zu tun. Bei parallel geschalteten Pumpen hat die kleineste Strömungsveränderung im Kreislauf (egal ob durch die Postion des DFM, oder jede andere strömungsbeeinflussende Komponente) großen Einfluss auf den Gesamtduchfluss, weil das System strömungstechnisch instabil ist. Du hättest dazu auch den Schlauch unterschiedlich biegen können, oder nur verschiedene Anschlüsse verwenden können, ohne die Position des DFM zu verändern. Das ist genau der Grund warum man mehrere Pumpen nicht parallel sondern, wenn schon, in Reihe schaltet .

    Das zweite Ergebnis zeigt genau das was in jedem normalen System zu erwarten ist und auch genau das was pysikalisch das einzig Mögliche ist - konstanter Durchfluss an jeder Stelle des Systems, nur abhängig vom Gesamtwiderstand, der Pumpenleistung und (in Grenzen) von der Temperatur, aber völlig unabhängig von der Reihenfolge! Wäre dem nicht so, hättest du die Kontinuitätsgleichung verletzt, was effektiv ein Leck im Kreislauf bedeuten würde (oder du hättest eine gigantische Messtorelanz). Das Ergbnis ist daher nicht enttäuschend sondern das einzig Richtige. Wäre es anders, könnte man das enttäuschend nennen, denn dann wären die Messungen falsch .
    Geändert von VJoe2max (27.10.11 um 17:29 Uhr) Grund: ergänzt und Tippfehler korrigiert
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    Mein Kombi-CaseCon Projekt: -=All in one!=- & mein aktuelles Kühlerbauprojekt im Rahmen der DKM 2012

  12. #11
    Oberbootsmann Avatar von GliderHR
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    Die Reihenschaltung hatte ich wohl am Anfang mal ausprobiert, aber aus irgend einem jetzt nicht mehr nachvollziehbaren Grund verworfen.
    Instabil stimmt sehr gut, da ich bei Stromwackler einer Pumpe ganz merkwürdige Effekt hatte, die ich nur durch Neustart beheben konnte.
    Geändert von GliderHR (07.04.12 um 17:21 Uhr)
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