Hallo Zusammen!
Gestern ist der Supergau, in Form von Kaffee, über mich und meinen Laptop gekommen.
Habe gestern eine ganze Tasse, guten Latte Macchiatto, in den neuen Laptop gekippt.
Nach sofortigem Ausschalten, Akkuausbau und zerlegen in seine Einzelteile steht er nun auf dem Küchentisch und trocknet.
Welche Maßnahmen kann ich noch ergreifen um den guten Kaffee wieder aus dem dafür nicht vorgesehen Laptop zu bekommen?
Für konstruktive Beitrage danke ich im Voraus.
bwue
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Ergebnis 1 bis 25 von 32
Thema: Kaffee im Laptop
- 04.07.05, 15:44 #1Matrose
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Kaffee im Laptop
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- 04.07.05, 16:22 #2
ultraschallreinigung mit isopropanol
was da nicht weggeht bleibt ewigX2-4000+ 65nm, Asrock ALiveNF6G-DVI, 1GB MDT DDR2 PC2-6400, Compucase 6920, Enermax 353 Watt @ LC-Case (D12SL @ 5Volt)
- 04.07.05, 17:10 #3
- 04.07.05, 17:29 #4Hauptgefreiter
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Ich kann auch nur dazu raten, nicht zu früh wieder einzuschalten.
Hatte mir vor geraumer Zeit mal Wasser in die (Desktop-)Tastatur gekippt und nach ein paar Stunden kopfüber auf der Heizung schien mir alles wieder trocken zu sein. Hatte sie sogar aufgeschraubt usw.
Leider neigen Flüssigkeitstropfen selbst bei ziemlicher Hitze dazu, SEHR lange zur Verdunstung zu brauchen und so hatte ich selbst einen Tag später noch kleine Tröpfchen hier und dort, die die Funktionalität einiger Tasten behindert haben.
- 04.07.05, 19:25 #5
- 05.07.05, 13:52 #6Matrose
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Themenstarter
Welche Chancen hat der Rechner, "gesund" aus dieser Sache rauszukommen?
(War ja nun doch ne große Tasse)
Habe die Tastatur mit Isopropanol gespült (keine Taste klebt)
und die Platinen abgetupft.
Nun steht er rum und trocknet. Werde ihn dann morgen zusammenbauen.
Noch riecht er aber nach dem Kaffee!?
bwueGeändert von bwue (05.07.05 um 13:55 Uhr)
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- 05.07.05, 15:13 #7
Kommt drauf an wieviel Kaffee in das Book rein gelaufen ist. Eigentlich arbeitet so'n Rechner mit niedrigen Spannungen. D.h. es sollte auf Grund der Flüssigkeit nicht zu Kurzschlüssen kommen. Was aber noch wichtig wäre, wären die Lüfter. Das diese noch frei drehen und nicht verklebt sind...
Aber ich denke es dürfte alles laufen...
- 05.07.05, 17:03 #8Hauptgefreiter
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Leitungswasser leitet recht gut und bei Kaffee dürfte das nicht anders sein. Insofern ist nicht die Frage, ob es zu Kurschlüssen kommt oder nicht, sondern wie heftig diese ausfallen.
Zitat von KorK
Bestimmten Eingänge/Ausgänge kann man auch mit einem Stück Draht kurzschließen, ohne daß was passiert. Andere sind da extrem empfindlich.
Sagen wir mal so: die I/O-Leitungen mit denen die Matrix der Tastatur verbunden sind, kann man vermutlich komplett unter Wasser setzen, ohne daß was passiert. Durch den Kurzschluß verpolte Dioden (bzw. Halbleiter im allgemeinen) oder Elektrolytkondensatoren führen aber ganz schnell zum Exitus.
Wie gesagt: eine Frage des Glücks und davon, wie schnell man ausgeschaltet hat.
- 05.07.05, 19:21 #9
- 05.07.05, 19:23 #10Hauptgefreiter
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Die wunderbare Welt des ohmschen Gesetzes ist Dir offensichtlich verschlossen. Aber sei's drum.
Kannst ja mals spaßeshalber Deinen Akku in einen Eimer Wasser werfen
Geändert von 0xdeadbeef (05.07.05 um 19:24 Uhr)
- 05.07.05, 19:29 #11
@kork
kauf dir mal nen silberleitack und hau den auf deine cpu pins drauf
sind auch nur unter 2 Volt :maul:X2-4000+ 65nm, Asrock ALiveNF6G-DVI, 1GB MDT DDR2 PC2-6400, Compucase 6920, Enermax 353 Watt @ LC-Case (D12SL @ 5Volt)
- 05.07.05, 19:37 #12
hey leute
ich weiss schon wovon ich hier rede! ich habe hin und wieder damit zu tun, und mache solche Geräteprüfungen teilweise selbst.
ich wollte doch damit nur sagen, dass mir lieber ein notebook in die badewane fällt, als ein Föhn! Da sind wir doc einer Meinung?!
Nur so nebenbei:
silberleitlack hat also deiner meinung nach den gleichen leitwert wie wasser?? ob diese aussage jetzt "qualitativ" hochwertiger ist, Gargelblaster ???
- 05.07.05, 19:39 #13
nee, aber
Was ich aber meine, dass mit den Niederspannungen, die in einem elektronischen Gerät, wie es auch das Notebook ist, kaum Kurzschlüsse entstehen.X2-4000+ 65nm, Asrock ALiveNF6G-DVI, 1GB MDT DDR2 PC2-6400, Compucase 6920, Enermax 353 Watt @ LC-Case (D12SL @ 5Volt)
- 05.07.05, 19:43 #14
- 06.07.05, 17:54 #15
anscheinend funktionierts nimmer, das gute laptop...
naja, das nächste mal nen toughbook kaufen
nix für ungut
der schoas
- 06.07.05, 19:27 #16
- 06.07.05, 19:39 #17Hauptgefreiter
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Eventuell hast Du ja auch eine andere Definition vom "Kurzschluß" als ich. Ein Kurzschluß bedeutet nicht zwangsweise, daß es knallt und etwas explodiert, sondern nur, daß zwei Punkte einer Schaltung, die normalerweise nicht direkt miteinander verbunden sind, nun verbunden ("kurzgeschlossen") sind.
Zitat von KorK
In vielen Fällen ist ein Kurzschluß harmlos: einen hochohmigen Ausgang oder einen Eingang kann man tagelang gegen Batterie kurzschliessen, ohne daß ihm was passiert. Es gibt aber in einem Notebook reichlich Bauteile, die empfindlich auf Verpolung oder Überspannung reagieren.
Und ein Notebook-Akku hat in jeder Hinsicht genug Power, um Dioden durchzufackeln oder Elkos zum Platzen zu bringen.
Davon abgesehen: Leitungswasser hat eine Leitfähigkeit von 40 bis über 200 mS/m (je nach Ionengehalt). Zwar ist das Größenordnungen weg von Aluminium mit ca. 40e6 S/m, aber es reicht allemal für einen saftigen Stromfluß:
Nehmen wir normales Leitungswasser mit einer Leitfähigkeit von 50 mS/m bzw. einem spezifischen Widerstand von 20 Ohm*Meter.
Bei einem Verbindung mit 1mm^2 Fläche und 1mm Länge entspricht ein Wasserspritzer einem Widerstand von 0.02 Ohm, falls ich mich bis hierher nicht verrechnet habe. Im schlimmsten Fall (Kurzschluß von Batterie auf Masse) könnten also z.B. bei einem 14V-Akku sagenhafte 700A fließen - die der Akku aber natürlich nicht annähernd liefern kann (Innenwiderstand und so).
- 07.07.05, 19:42 #18
Das klingt jetzt natürlcih schon echt hart! Ich hab schon die gleiche Vorstellung von kurzschlüssen wie du. Wenn die Werte richtig sind, was ich aber nicht ganz glaube dann hättest du ganz ordentlich gerechnet!

Nur so nebenbei...
der menschliche Körper, der ja aus sehr viel Wasser besteh (weiss nicht genau wieviel Prozent, aber es sind so an die 70), hat nen Gleichstromwiderstand von etwa 1kOhm...
*ist interesant, sollte mal gesagt werden*
- 07.07.05, 20:20 #19Hauptgefreiter
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He he, ja, die Werte kamen mir selbst ein bißchen spanisch vor.
Bis zu den 20 Ohm*Meter stimmts noch, aber dann habe ich mal 1000 genommen, statt durch 1000 zu teilen bei der Umrechnung von Millimeter in Meter
Es sind also nicht 20/1000 = 0.02 Ohm sondern 20 * 1000 = 20kOhm.
Also 14V/20000Ohm = 0.0007 Ampere bzw. 700µA
Hoffe, diesmal stimmt es.
In der Tat klingen diese Werte jetzt nicht mehr so dramatisch.
- 07.07.05, 22:45 #20
Ne ne
, die vorherige Rechnung hat schon gepasst. Der Widerstand nimmt mit steigender Länge an, also nimmt er folglich mit fallender Länge ab!
D.h. diese 20 Ohm / Meter muss man durch den Faktor 1000 teilen und bekommt den Anteil, den ein Millimeter Wasser bei einem Querschnitt von theoretischen 1qmm als Widerstand hätte.
Mich hat nur dieser Wert von 20 Ohm pro Meter gewundert...
Wobei das schon über das über das Tausendfache einer Kupferleitung ist...
EDIT:
Hab bei Wikipedia auch den Wert von 50mS/m * mm gefunden...
- 07.07.05, 23:29 #21Hauptgefreiter
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Nein, in der vorigen Rechnung habe ich Millimeter in Meter falschrum umgerechnet.
Zitat von KorK
Nein, der Widerstand ergibt sich aus dem spezifischen Widerstand mal der Länge durch die Fläche. 1mm/(1mm^2) ist 1/(1mm), soweit stimmte alles. Leider entspricht zwar 1mm = 1m/1000, aber 1/(1mm) = 1000/m. Durch Multiplikation mit statt Division durch 1000 habe ich mich mal eben um einen Faktor von einer Million vertanD.h. diese 20 Ohm / Meter muss man durch den Faktor 1000 teilen und bekommt den Anteil, den ein Millimeter Wasser bei einem Querschnitt von theoretischen 1qmm als Widerstand hätte.
Na ja, war noch nie so toll im Kopfrechnen...
Der Wert stimmt über den Daumen. Der genaue Wert hängt von Ionengehalt (Salzgehalt) und Temperatur ab uns schwankt entsprechend. Aber die Größenordnung ist völlig ok für Leitungswasser.Mich hat nur dieser Wert von 20 Ohm pro Meter gewundert...
Nein! Kupfer hat einen spezifischen Widerstand von 1.7e-8 Ohm*Meter. Der (spezifische) Widerstand von Kupfer ist also 1176470588mal kleiner als der von Leitungswasser.Wobei das schon über das über das Tausendfache einer Kupferleitung ist...
Siemens ist 1/Ohm. Siemens durch Meter ist die spezifische Leitfähigkeit. 50ms/m entsprechen daher 1/(50e-3) Ohm*Meter und das sind exakt 20 Ohm*Meter.Hab bei Wikipedia auch den Wert von 50mS/m * mm gefunden...
- 08.07.05, 00:03 #22
meldet der herr sich gar nicht mehr
?
ich denke die chance steht ziemlich hoch dass es immer noch funktioniert, evlt. nur tastatur wechseln. mein desktop pc hat schonmal 10cm im wasser gestanden als wir hochwasser hatten. nach 2monate trocknungszeit (war nicht mein hauptrechner) war er zwar etwas muffig und dreckig, lief aber noch ganz gut. es muss nur halt etwas durchtrocknen. fatal ist es aber wenn sich aufgrund von nicht sofort weggetupften wasser irgendwas anlößt, z.b. irgendwas auf der platine aufquillt oder sowas oder kontakte in pci oxidieren oder sowas.
- 08.07.05, 11:17 #23
@ 0xdeadbeef
Ich ha mir das auch nochmal durchgerechnet. Du hattest recht mit den höheren Werten. Allerdings kann man dennoch die Länge von einem Millimeter nich mit der Länge eines Meters vergleichen. Folglich müsste man es auf ein mm beziehen, und würde irgendwas im kleineren Ohmbereich erhalten. Somit wäre bei 14V Ströme von mehreren 100mA möglich.
oh man ist das kompliziert
- 08.07.05, 11:33 #24
- 08.07.05, 12:03 #25Matrose
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Themenstarter
Leider habe ich zur Zeit wenig Zeit, um den Laptop wieder zusammenzuschrauben.
Und er soll ja schön trocknen. :-)
Wenn ich ehrlich bin, hab ich schon auch ein kleines ungutes Gefühl, wenn ich daran denke; ich sitze davor und des "Ding" rennt nicht mehr.
Natürlich werde ich das Ergebnis der ungewollten Verbindung Latte-Macchiatto und Notebook hier ins Forum stellen.
Vielleicht ergibt sich am Sonntag die Gelegenheit dazu.
Bis dahin
bwue
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